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Abstieg rückt für die Eislöwen immer näher: Iserlohn Roosters gewinnen mit geringem Aufwand 1:4 in Dresden

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Hendrik Hane, Man of the Match bei den Iserlohn Roosters - © City-Press
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Dresden. (MK) Dresdens Headcoach Fleming attestierte seinem Team eine gute Leistung, haderte aber mit der Chancenverwertung. Gegen insgesamt schwache Iserlohn Roosters ließen die Eislöwen klarste Chancen liegen und unterlagen am Ende den effektiveren Gäste mit 1:4. Bester Iserlohner war der herausragende Goalie Hendrik Hane.

Taro Jentzsch feierte Comeback

Bei den Iserlohn Roosters feierte Taro Jentzsch an der Seite von Napravnik und Salsten sein Comeback. Camara rückte für Borzecki wieder in Reihe zwei zu Cornel und Fischbuch. Borzecki, Alberg, Saffran und Jobke fehlten. Hane übernahm das Tor für Jenike. Die Eislöwen hatten mit Turnbull und Yogan ebenfalls zwei wichtige Leistungsträger nicht im Lineup.

Thomas trifft den Pfosten, Boumas „Stocher-Tor“ nicht anerkannt

Die Gäste aus dem Sauerland hatten den besseren Start ins Spiel. Begünstigt durch eine Strafe gegen Dresdens Hammond nach 78 Sekunden konnten sie ein gutes Powerplay aufziehen. Pech, dass Thomas in Überzahl nur den Pfosten des Dresdner Tores traf. Die Eislöwen waren gerade wieder vollzählig, als Torwart Olkinuora den Puck vor der Linie nach einem Wood-Schuss wegkratzte. Chartier (6.) hatte die erste Chance für die Gastgeber. Für die Roosters vergab Dänemarks Olympiateilnehmer Lassen aus der zentralen Position (9.) eine weitere Schusschance. Während der ersten Strafe gegen Iserlohn (Jentzsch) hatten die Eislöwen schon den Torschrei auf den Lippen, aber die Referees erkannten den vermeintlichen Führungstreffer (11.) nicht an, da wohl schon abgepfiffen war, als Bouma den Puck unter IEC-Torwart Hane durchstocherte. Es war in jedem Fall eine umstrittene Entscheidung. Dresden war nun im Spiel angekommen. Suess (14.), LeBlanc (16.) aus spitzem Winkel und Ortega (18.) hatten weitere Gelegenheiten zur Führung. Olkinuora war auf der anderen Seite hellwach, als Thomas (19.) für die Roosters das kurze Eck anvisiert hatte. Torlos ging es in die erste Pause.

Dresden lässt klare Chancen ungenutzt, Roosters effektiver

Jussi Olkinuora von Dresdner Eislöwen – © Moritz Eden / City-Press

Dresden kam gut aus der Kabine und hatte durch Parkes´ Bauerntrickversuch (22.) auch gleich eine gute Chance. Dann ging es ganz fix: Johansson schoss den Puck Richtung Slot, wo Chartier mit seinem Schläger goldrichtig das Spielgerät zum 1:0 in die Maschen lenkte. Iserlohn tat sich weiter im Spielaufbau schwer und schien auch mehr und mehr in den Zweikämpfen den Kürzeren zu ziehen. Als Camara mal vor das Dresdner Tor zog, stoppte ihn Karlsson nur mit einem Foul. Während des Iserlohner Überzahlspiels startete Dresdens Bouma einen Konter (28.) und räumte dabei Iserlohns Keeper Hane regelrecht ab. IEC-Scharfschütze Thomas traf nur den Pfosten und im Gegenzug (30.) scheiterte Bouma mutterseelenallein vor Hane am Iserlohner Goalie. Fast aus dem Nichts fiel der Iserlohner Ausgleich. Lassen schoss von der blauen Linie (31.) und Boland fälschte gekonnt vor Olkinuora zum 1:1 ab. Dann der nächste Iserlohner Bock: Ortega fing Lassens Fehlpass ab, zog allein auf Hane zu, aber erneut bleibt der bärenstarke Iserlohner Torhüter Sieger. Woods Foul an Andres (33.) bescherte den Eislöwen ihr zweites Powerplay. Iserlohns Unterzahlspiel funktionierte allerdings diesmal gut. Hane hatte dann Glück, dass Suvantos Kracher von der blauen Linie (37.) nur an den Pfosten klatschte. Praktisch im Gegenzug fand dann Thomas aus spitzem Winkel mit einem Schuss die Lücke im kurzen Eck zum 1:2. Ein Treffer, den sich Olkinuora sicherlich mit ankreiden lassen durfte. 90 Sekunden vor der zweiten Pause war Olkinuora dann nach einem noch von Suess´ Schlittschuh abgelenkten Ugbekile-Schuss mit dem Pfosten im Bunde. Tohuwabohu kurz vor der Pause im Dresdner Drittel: Norells leicht verunglückter Schuss fand auf der halblinken Position Cornel, der keine Mühe hatte am schlecht positionierten Olkinuora vorbei einzuschießen. 1:3 nach vierzig Minuten.
Dresden hatte reichlich klare Chancen, die aufgrund eines starken Hane und des eigenen Unvermögen aber ungenutzt blieben. Iserlohn effektiver im Abschluss, aber zum Teil mit haarsträubenden Abspielfehlern, einem wenig überzeugenden Spielaufbau und verbesserungswürdigem Zweikampfverhalten. „Wir bieten ihnen zu viel an“, so Comebacker Taro Jentzsch in der Pause bei MagentaSport.

Fischbuch macht den Sieg klar

Dresden mühte sich im letzten Drittel getreu dem Motto „Aufgeben ist keine Option“ um den Anschluss, arbeitete aber kaum klare Chancen heraus. Fox (47.) verzog aus der zentralen Position. Iserlohn beschränkte sich vornehmlich auf die Defensive, kreierte aber erst einmal auch keine eigenen Torchancen. Cornels Querpass vor das Tor verpasste Thomas in der 52. Minute. Bis dahin sahen die 4412 Zuschauer im Schlussdrittel zwei Teams, von denen das eine nicht konnte und das andere nicht so recht wollte. Mit dem ersten echten Iserlohner Torschuss im Schlussdrittel (55.) gelang den Gästen dann die Vorentscheidung. Camara passte scharf vor das Tor und Fischbuch versenkte am langen Pfosten lauernd zum 1:4 zur Freude der 900 mitgereisten Fans. Dresden gab zwar immer noch nicht auf, aber die Uhr tickte gnadenlos herunter und so gingen drei Punkte mit ins Sauerland.
Aus Iserlohner Sicht kann man positiv betrachtet von einem glanzlosen Arbeitssieg sprechen. Dresden konnte bei allem Bemühen einmal mehr nicht den Beleg erbringen erstligatauglich zu sein. Der Abstieg rückt immer näher.

So geht es weiter / Tabelle

Auf die Eislöwen warten nun zwei schwere Auswärtsspiele. Sonntagabend in Wolfsburg und am Dienstag in Ingolstadt.
In Iserlohn werden am Sonntag die Straubing Tigers mit einem Fan-Sonderzug erwartet und zwei Tage später beziehen die Adler Mannheim die Gästekabine in der Iserlohner Eissporthalle.
In der Tabelle rangiert Iserlohn auf Platz zwölf mit nun acht Punkten Rückstand auf den Zehnten Schwenningen und 23 Punkten Vorsprung auf den Letzten Dresden. Bei noch zehn ausstehenden Hauptrundenspielen und dreißig zu vergebenden Punkten ist Iserlohns Klassenerhalt nur noch rechnerisch in Gefahr. Dresden muss sich an den letzten Strohhalm klammern, der da Frankfurt heißt. Der Rückstand auf die Löwen bleibt bei 13 Punkten.

Alle Tore und Stimmen zum Spiel


Statistik

Tore: 1:0 (22:41) Chartier (Johansson/McCrea), 1:1 (30:37) Boland (Lassen/Eisenmenger), 1:2 (36:44) Thomas (Salsten/Norell), 1:3 (39:52) Cornel (Norell/Fischbuch), 1:4 (54:04) Fischbuch (Camara/Cornel),
Strafen: 8 – 8
Schüsse aufs Tor: 36 – 20
Schüsse insgesamt: 62 – 34
Schiedsrichter: Cespiva, Ansons (Priem, Brüggemann)
Zuschauer: 4.412
Dresden: Olkinuora – Johansson, McCrea; Hammond, Braun; Suvanto, Karlsson; Riedl – Bouma, LeBlanc, Sykora; Ortega, Chartier, Parkes; Fox, Andres, Suess; Hendreschke, Korte, Gorcik
Iserlohn: Hane – Ugbekile, Norell; Niehus Wood; Lassen, Huß; Radionovs – Boland, Eisenmenger, Thomas; Camara, Cornel, Fischbuch; Napravnik, Salsten, Jentzsch; Geiger, Neumann, Törnqvist


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