Schönheide. (PM Wölfe) Nach den schweren Kriegsjahren stand auch der Sport in Schönheide vor einem Neuanfang. Viele Strukturen mussten neu aufgebaut werden, vieles war ungewiss.
Doch die Begeisterung für Eishockey war nicht verschwunden. Sie lebte weiter – auf Natureis, mit viel Eigenleistung und mit Menschen, die daran glaubten, dass dieser Sport in Schönheide eine Zukunft hat.
In den späten 1940er-Jahren begann der geregelte Spielbetrieb wieder Fahrt aufzunehmen. Kurz nach Weihnachten 1949 trat Schönheide wieder zu einem Heimspiel an. Im Winter 1949/50 nahm die Mannschaft erstmals an den sächsischen Meisterschaften teil. Damit wurde aus der lokalen Leidenschaft wieder ein sportlich organisierter Wettbewerb.
Schon ein Jahr später erreichten die Schönheider das Endspiel um die sächsische Meisterschaft. Dieser schnelle sportliche Anschluss war bemerkenswert. Er zeigte, dass die Mannschaft nicht nur aus Tradition weitermachte, sondern leistungsfähig war. In einer Zeit, in der Trainingsbedingungen, Material und Infrastruktur alles andere als komfortabel waren, bedeutete jeder Fortschritt harte Arbeit.

1951 wurde das Stadion ausgebaut. Tribünen und regelkonforme Banden machten einen regelmäßigeren Spielbetrieb möglich. Aus einer winterlichen Spielfläche entwickelte sich Schritt für Schritt ein echter Eishockeystandort. Unter dem Namen BSG Aufbau Schönheide wurde die Mannschaft zu einem festen Begriff im sächsischen Eishockey.
Der erste große Höhepunkt folgte in der Saison 1951/52: Die BSG Aufbau Schönheide wurde Landesmeister Sachsen. Dieser Titel gehört bis heute zu den besonderen Erfolgen der Vereinsgeschichte. Er steht für die Aufbauleistung der Nachkriegszeit, für den sportlichen Ehrgeiz einer kleinen Gemeinde und für die Kraft des Zusammenhalts.
Diese Jahre prägten Schönheide nachhaltig. Das Eishockey wurde nicht als kurzfristige Mode betrieben, sondern als Teil des Ortslebens. Spieler, Helfer und Zuschauer bildeten eine Gemeinschaft. Wer damals ins Stadion kam, sah nicht nur ein Spiel, sondern erlebte ein Stück Heimat.
Die 1950er-Jahre begannen für Schönheide mit einem beeindruckenden sportlichen Aufschwung. Aus den Anfängen der Vorkriegszeit war ein Vereinssport geworden, der Titel gewann, Zuschauer anzog und junge Menschen für das Eis begeisterte.

Ausblick: Im dritten Teil unserer Serie erzählen wir vom Aufstieg in die DDR-Oberliga, von schwierigen Jahren und davon, wie die Schönheider Eishockeytradition trotz Rückschlägen weiterlebte.
Erstes Logo auf den Trikots von 1950 (Bildquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)
1951-52 Punktspiel gegen Dresden im Neuheider Freibad (Bildquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit“)
Schönheide im Neuheider Freibad im Winter 1950 (Bildquelle: DVD „Schönheider Eishockey – Im Wandel der Zeit
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