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3:0 in der Halbfinal-Serie, aber Super-Adler Schütz fürchtet immer noch „eine lange Serie“ – Berlin hofft auf den „Ketchup-Effekt“ bei Pföderl

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Justin Schütz von den Adler Mannheim feiert das Tor zum 2:1 - © Moritz Eden / City-Press
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Bonn. (PM MagentaSport) Mannheim ist noch einen Sieg vom Finale um die Deutsche Eishockey Meisterschaft entfernt: nach dem 4:1 stellen die Adler in der Halbfinal-Serie gegen München auf 3:0.

Am Dienstag kann beim EHC Red Bull die Entscheidung fallen (live ab 19.15 Uhr bei MagentaSport). Nur einer ist noch skeptisch – Justin Schütz, er traf per Doppelpack: „München weiß, dass sie die ersten beiden Spiele vielleicht sogar hätten gewinnen müssen. So werden sie auch in Spiel 4 wieder rauskommen, mit dem Selbstvertrauen. Ich sage immer noch: Das wird eine lange Serie!“ Auf die Frage, wer oder was genau den Unterschied bisher gemacht hat, antwortete Schütz klar: „Maxi Franzreb.“

Münchens Markus Eisenschmid wirkte angefasst: „Das ist sehr bitter. Wir haben drei gute Spiele gespielt. Hinten raus müssen wir einfach versuchen, einen Weg zu finden, zu gewinnen. Es bringt uns nichts, wenn wir gut spielen und keinen Weg finden zu gewinnen.“

„Der König verlangt Wiederholung“ fordern die Berliner den Meistertitel recht forsch. Die Eisbären siegen prompt gegen den letztjährigen Final-Gegner Köln mit 4:2, führen jetzt 2:1 in der Serie. Berlins Goalie Jake Hildebrand, erstmals seit 2 Monaten wieder im Tor, schwärmt im Superlativ: „Wir waren heute unglaublich. Ich kann gar nicht genug sagen, wie gut die Jungs vor mir gespielt haben.“ Gut für die Berliner: Leo Pföderl trifft zweimal. Kapitän Kai Wissmann glaubt: „Wir wissen beim Leo: Wenn erstmal die Ketchupflasche aufgeht, kommen noch mehr Tore.“

Haie-Kapitän Moritz Müller resümiert: „Wir hatten nicht den Start, den wir haben wollten und hatten nicht die Frische, das Spiel früh genug zu drehen. Am Ende sind wir nochmal rangekommen. Das war zu spät. Aber jetzt müssen wir einfach ein ganz kurzes Gedächtnis haben.“ Einen schwachen Start hätten die Kölner hingelegt – und: „Wir haben nicht genug Zweikämpfe gewonnen, über das ganze Spiel, auf der ganzen Eisfläche.“

Nachfolgend die wichtigsten Stimmen von der Halbfinal-Serie Runde 3 präsentiert von MagentaSport.

Am Dienstag startet München gegen Mannheim ab 19.15 Uhr in die Runde 4. Köln gegen Berlin spielen am Mittwoch – ebenfalls live bei MagentaSport. Am Donnerstag startet die deutsche Auswahl in Tschechien mit dem WM-Countdown – ab 17.15 Uhr live und kostenlos bei MagentaSport.

Adler Mannheim – EHC Red Bull München 4:1 (Halbfinal-Serie: 3:0)

München steht mit dem Rücken zur Wand! Bis 9 Minuten vor Schluss war die Partie komplett offen, als Justin Schütz zum 2:1 traf. In der Folge fiel der EHC komplett auseinander. Anthony Greco und Tom Kühnhackl gestalteten das Spiel am Ende überdeutlich für Mannheim. Am Dienstag, ab 19.15 Uhr, live bei MagentaSport, können die Adler mit einem weiteren Erfolg bereits in ihr erstes Finale seit dem Meisterjahr 2019 einziehen.

Alle Tore des Spiels


Leon Gawanke, Spieler Mannheim, wie groß der Schritt Richtung Finale war: „So weit würde ich noch nicht gehen. Natürlich ist das ein wichtiger Sieg. Aber das waren jetzt drei enge Spiele. In der Overtime der ersten zwei Spiele hätte es auch in die andere Richtung gehen können. Wir wissen, dass es noch nicht vorbei ist. Wir müssen noch einen Sieg holen. Und das ist, wie man immer sagt, der schwerste.“
…was Mannheim besser als in den ersten beiden Spielen lief: „Wir standen hinten deutlich besser. Natürlich musste Maxi Franzreb wieder ein paar wichtige Saves machen. Aber nicht so krass wie in den ersten beiden Spielen. Am Ende waren wir auch brutal kaltschnäuzig und haben unsere Chancen genutzt.“
…über Justin Schütz: „Er spielt brutal starke Playoffs. Wir wissen alle, was er kann. Vor allem, wenn man in wichtigen Spielen so performt, das ist extrem gut für die Mannschaft.“

Justin Schütz, Mannheimer Doppelpacker: „Ich glaube, Leon hat Recht. Wir haben jedes Spiel gesehen. Das sind unheimlich enge Spiele. München weiß, dass sie die ersten beiden Spiele vielleicht sogar hätten gewinnen müssen. So werden sie auch in Spiel 4 wieder rauskommen, mit dem Selbstvertrauen. Ich sage immer noch: Das wird eine lange Serie!“
…warum Mannheim die ersten drei engen Spiele gewonnen hat: „Maxi Franzreb.“
…warum er sich bei seinem Tor für die Stockhandseite entschieden hat: „Gute Frage. Ich hab’s beim ersten Mal schon versucht. Aber da hatte ich einen schlechten Winkel. Wenn man schnell schießt, ich habe gegen Bremerhaven, gegen Kristers (Gudlevskis) schon so getroffen. Er hat gesagt, wenn ich den so platziert schieße, ist der wahrscheinlich bei jedem Torwart drin. Das war eine ähnliche Position, ähnliche Geschwindigkeit. Ich habe mir gedacht, ich versuche es einfach nochmal. Es hat genauso wieder geklappt. Nächstes Mal schieße ich auf jeden Fall woanders hin.“
…dazu, dass der Treffer zum 1:0 an ihn und nicht Leon Gawanke geht: „Ich wusste es wirklich nicht. Blöd für Leon, ich nehm’s mit.“
…dazu, dass bisher in der DEL-Geschichte noch nie ein 0:3-Rückstand gedreht wurde: „Das macht man nicht! In meiner Sprache sagt man dazu, das wurde gerade gejinxt.“
…was Mannheim machen muss, um die Serie zuzumachen: „Am besten am Dienstag wieder gewinnen. Aber wie gesagt, ich glaube, das wird ganz schwer. Das wird wieder ein enges Spiel. Wir müssen defensiv noch besser spielen. Wir haben heute wieder viel zu viele Chancen aufs Tor zugelassen. Darauf müssen wir aufpassen und hoffen, dass Maxi weiter so hält.“

Markus Eisenschmid, Spieler München: „Das ist sehr bitter. Wir haben drei gute Spiele gespielt. Hinten raus müssen wir einfach versuchen, einen Weg zu finden, zu gewinnen. Es bringt uns nichts, wenn wir gut spielen und keinen Weg finden zu gewinnen. Dann wird’s schwierig.“
…was genau zum Sieg fehlt: „Wir müssen die Überzahl speziell umsetzen. Wir haben so viele Überzahlmöglichkeiten, speziell am Ende, dass wir in Führung gehen, dass wir die Tore machen, dass wir auch mal mit der Führung spielen. Wenn das fehlt und wenn wir die Chancen nicht reinkriegen, dann finden wir auch keinen Weg zu gewinnen.“

Eisbären Berlin – Kölner Haie 4:2 (Serie: 2:1)

Die Eisbären holen sich die Führung in der Serie wieder zurück! Als Lester Lancaster im 3. Drittel auf 3:0 stellte, schien die Partie entschieden. Durch einen Doppelschlag von Dominik Bokk und Oliwer Kaski kamen die Kölner aber nochmal zurück ins Spiel. Leo Pföderl machte mit einem Empty-Netter zum Doppelpack alles klar. Das nächste Kapitel der Serie wird am Mittwoch in Köln geschrieben – live ab 19.15 Uhr bei MagentaSport.

Alle Tore des Spiels


Kai Wissmann, Spieler Berlin: „Ich denke, das war durch die Bank weg von uns ein starkes Spiel. Jeder Spieler hat geackert, ist gelaufen. Wir haben die Zweikämpfe gewonnen und haben so viel Zeit in der offensiven Zone verbringen können.“
…über die Serie: „Unterm Strich hat Köln immer noch 4 Heimspiele, wir 3. Wir müssen auswärts eins gewinnen. Ich bin ganz ehrlich. Das ist bei uns kein großes Thema, ob wir auswärts oder zuhause spielen. Ein Spiel ist ein Spiel und wir haben genauso bewiesen, dass wir auch auswärts gewinnen können.“
…über den Doppelpack von Leo Pföderl: „Wir wissen beim Leo: Wenn erstmal die Ketchupflasche aufgeht, kommen noch mehr Tore. Da freuen wir uns jetzt drauf.“

Jake Hildebrand, Berliner Goalie, kehrte gegen Köln ins Tor zurück: „Wir waren heute unglaublich. Ich kann gar nicht genug sagen, wie gut die Jungs vor mir gespielt haben. Ich habe im letzten Spiel nicht gespielt und jetzt meine ersten Minuten nach einer ziemlich langen Zeit, fast 2 Monaten, gespielt. Dass die Jungs so rauskommen und mir helfen. Wir waren heute unglaublich!“
…worauf man in der Kölner Arena achten muss: „Ich glaube, dass wir da zuletzt einen guten Start hatten. Aber dann haben sie ein paar Tore gemacht und hatten danach keine Probleme mehr. Wenn man sich unsere Starts anschaut, die waren richtig gut. Wir müssen so weitermachen. Wir waren heute so nah dran, wie es nur geht. Wir müssen einfach auf dem aufbauen, was wir gerade machen.“

Moritz Müller, Kölner Kapitän: „Ich denke, das geht in Ordnung, dass Berlin das Spiel gewinnt. Wir wussten, dass Berlin mit einer starken Reaktion kommen wird, nach dem Spiel in Köln. Ich glaube, dass wir das wussten, aber trotzdem nicht gut umsetzen konnten, die Intensität. Wir haben nicht genug Zweikämpfe gewonnen, über das ganze Spiel, auf der ganzen Eisfläche. Aber das sind die Playoffs. Wir haben zweimal auswärts verloren, jetzt müssen wir wieder zuhause gewinnen.“
…über die Gründe für die Niederlage: „Wir sind im Halbfinale. Da treffen vier sehr gute Mannschaften aufeinander. Da ist das selten so, dass man über den anderen drüber marschiert. Es ist immer das vielbesprochene Wort Momentum. So ist das manchmal. Wir haben nicht den Start, den wir haben wollen und hatten heute nicht die Frische, das Spiel früh genug zu drehen. Am Ende sind wir nochmal rangekommen. Das war zu spät. Aber jetzt müssen wir einfach ein ganz kurzes Gedächtnis haben. Es gilt, das Spiel abzuhaken. Wir haben den Heimvorteil in der Serie. Deswegen müssen wir das Heimspiel gewinnen.“

Eishockey live bei MagentaSport

DEL | Playoff-Halbfinals

Dienstag, 14.04.2026 (Spiel 4)
ab 19.15 Uhr: EHC Red Bull München – Adler Mannheim

Mittwoch, 15.04.2026 (Spiel 4)
ab 19.15 Uhr: Kölner Haie – Eisbären Berlin

Freitag, 17.04.2026 (Spiel 5)
ab 18.45 Uhr optional: Adler Mannheim – EHC RB München
ab 19.15 Uhr: Eisbären Berlin – Kölner Haie

Länderspiele | WM-Vorbereitung

Donnerstag, 16.04.2026
ab 17.15 Uhr: Tschechien – Deutschland
Freitag, 17.04.2026
ab 16.45 Uhr: Tschechien – Deutschland

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