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2026 IIHF WM: Deutschland mit Pflichtsieg – glanzloses 6:3 gegen Großbritannien

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Alexander Karachun kreuzt vor Ben Bowns © by Sportfoto Sale (DR)
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Zürich. (MR) Gegen den an diesem Turnier bisher sieg- und punktlosen Aufsteiger Großbritannien durfte sich Team Germany keine Blöße geben – sei es, um die Minimalchance auf das Viertelfinale zu wahren – wenn die Konkurrenz mitspielte und die Rechnungen günstig ausfielen -, sei es, um zumindest mit drei Siegen aus dem Turnier zu gehen.

Die Briten um den Berliner Eisbär Liam Kirk standen bereits als erneuter Absteiger in die Division 1A fest, zu groß war offenbar doch der Abstand zu den anderen Mannschaften einschließlich Ungarn. Erwartungsgemäß hatte Deutschland viel mehr vom Spiel, auch wenn man trotzdem nicht alle Pässe an den richtigen Mann brachte. So gab Tiffels mal die Scheibe an seinen Berliner Kollegen Kirk ab, andererseits revanchierte sich Kirk mit einer Vorlage für Tiffels in der Schlussphase des Startabschnitts. Doch zuvor hatte Deutschland bereits ein Powerplay nicht wirklich nutzen können. Wenig später jedoch hielt der nachnominierte Alexander Karachun in seinem ersten WM-Einsatz dieses Jahr seine Kelle in den Schuss von Mo Seider zum 1:0 (14.). In der 20. Spielminute kam dann die erwähnte Kirk-Vorlage zum 2:0, und auch Fabio Wagner legte noch in diesem Abschnitt einen Treffer nach.

Im zweiten Abschnitt waren die Spielanteile etwas ausgeglichener verteilt, also zumindest Deutschland nicht so extrem dominant. Früh gab es ein 2 auf 1 der Briten und im direkten Gegenzug traf Andreas Eder mit seinem ersten Treffer an einer WM (23.). Das erste Überzahlspiel konnten die Briten nutzen, als der Puck Grubauer durchrutschte (Robert Dowd, 25.). Anschließend ging es hin und her, auch die Briten konnten sich mal festsetzen. Kirk hatte eine gute Möglichkeit mit dem Bauerntrick, doch Grubauer machte sich auf der Linie lang. Gegenüber machte vor allen die Reihe um Tiffels viel Alarm, ein Treffer sollte in diesem Abschnitt aber nicht mehr fallen.

Deutschland teilweise zu „laissez-faire“

Die 5462 Zuschauer waren noch nicht alle wieder auf den Plätzen, da jubelte der Deutsche Anhang zum fünften Male: Josh Samanski hatte den erfolgreichen Frühstart hingelegt nach nur 17 Sekunden. Im weiteren Fortgang des Spiels agierte Deutschland immer wieder zu verspielt, hatte allein in der 46. Spielminute zwei Gelegenheiten, die hätten drin sein müssen. Karachun schaffte Raum vor dem Tor, und mit der Rückhand stellte Leon Gawanke auf 6:1 (49.). Doch nur wenig später jubelten die Briten über den zweiten Treffer (Ollie Betteridge, 51.). Ein Konter für GBR wurde ebenfalls gefährlich, der Rebound sollte per Bauerntrick um das Tor geführt werden, dabei verließ die Scheibe zu früh die Kelle: Grubauer wäre hier noch nicht wieder im bedrohten Eck gewesen, wie er auch sonst manches Mal nicht ganz glücklich ausgesehen hatte. Die Briten konnten das Spielgerät noch ein weiters Mal versenken (Robert Lachowicz, 55.), das blieb aber der Endstand. Damit hat Deutschland seine Pflichtaufgabe erfüllt; ob diese 10 Punkte am Ende für das Viertelfinale reichen, wird sich erst morgen, am letzten Spieltag herausstellen. Britanniens Keeper Ben Bowns wurde noch lange vom Anhang gefeiert, hatte er doch vor dem Spiel bekanntgegeben, dass es seine letzte WM-Teilnahme wäre.

Bundestrainer Harold Kreis und Kapitän Mo Seider mit einem ersten Fazit


Es spielten für GER:
30 Philipp Grubauer – 38 Fabio Wagner, 53 Moritz Seider – 73 Lukas Reichel, 44 Joshua Samanski, 95 Frederik Tiffels; 12 Eric Mik, 6 Kai Wissmann – 62 Parker Tuomie, 15 Stefan Loibl, 43 Andreas Eder; 9 Leon Gawanke, 25 Leon Hüttl – 75 Samuel Dove-McFalls, 65 Marc Michaelis, 40 Alexander Ehl; 64 Marcus Weber, 48 Phillip Sinn – 21 Nico Krämmer, 7 Maximilian Kastner, 47 Alexander Karachun

Die Tore erzielten:
1:0 (13:56) Karachun (Seider)
2:0 (19:25) Tiffels
3:0 (19:42) Wagner (Seider, Karachun)
4:0 (22:12) Eder (Loibl, Gawanke)
4:1 (24:04) Dowd (Neilson, Halbert) PP1
5:1 (40:17) Samanski (Reichel, Tiffels)
6:1 (49:00) Gawanke (Hüttl, Krämmer)
6:2 (50:51) Betteridge (Jenion)
6:3 (54:06) Lachowicz (Neilson, Curran)

Strafen: GER – 2 Min.; GBR – 2 Min.
Zuschauer: 5462

Auch die USA erfüllen ihre Pflichtaufgabe

Nachmittags hatten die USA mit Ungarn kurzen Prozess gemacht. Vor 5813 Zuschauern bekam vor allem der Goalie Ungarns, Adam Vay, sehr viel zu tun und 46 Schüsse auf seinen Kasten. Die USA lagen bis zur Spielmitte mit (nur) 4:0 vorn, ehe auch Ungarn auf den Würfel kam. Sie kamen dann stärker und konnten im Schlussabschnitt auf 5:3 verkürzen, sodass die Ungarn den Goalie zogen. Mit dem Treffer ins leere Tor trug sich Superstar Matt Tkachuk für das 6:3 ein. Den Schlusspunkt zum 7:3 setzt Max Plante 27 Sekunden vor der Schlusssirene. Beide Teams haben am Dienstag noch ein Spiel ausstehen, wobei die Partie USA gegen Österreich richtungsweisend für das Viertelfinale sein wird – für beide Mannschaften wie auch für Deutschland…

Eishockey WM: Deutschland – Großbritannien (25.05.2026)

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