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2026 IIHF WM: Deutschland kommt gegen die Schweiz böse unter die Räder – 1:6 Niederlage

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Vielfacher Schweizer Torjubel by Sportfoto Sale DR
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Zürich. (MR) Nach zwei Auftakt-Niederlagen war es für das Deutsche Team wahrlich schwer, nun gegen die Gastgeber des Turniers, die Schweiz anzutreten. Nach ausgeglichenem Start wurde es ganz bitter für die DEB-Auswahl.

Harry Kreis hatte die Reihen ein wenig umgestellt, doch Deutschland spielte ein frühes Powerplay, das den Namen erneut bei weitem nicht verdiente. Da war der Gegner fast öfter an der Scheibe, das sah nicht besser aus als gegen Lettland. Und auch sonst gab es wieder viele Pässe, die nicht dort ankamen, wo sie gedacht waren. Jonas Stettmer, der heute im Kasten stand, konnte, ja musste mehrfach sein Können beweisen. Auf der anderen Seite war aber auch Leonardo Genoni gefordert, doch auch heute kamen Deutsche Schüsse nicht unhaltbar gefährlich, aber auch nicht dreckig daher. Eine Verbesserung im Vergleich zum Spiel gegen Lettland zeigte aber das Penaltykilling im Startabschnitt. Und vor allem Mo Seider zeigte sich in der Verteidigung kompromisslos hart.

Ein Shorthander öffnet die „Ketchupflasche“

Nach diesem doch recht brauchbaren, torlosen ersten Drittel startete die DEB-Auswahl mit einem Powerplay in den Mittelabschnitt. Das erste Unit ließ die Scheibe laufen, und Mo Seider hatte zwei Schüsse. Wenig später bekam man gar das nächste Powerplay. Hier aber tat man sich schwer, überhaupt ins Angriffsdrittel zu kommen. Und kurz vor Ablauf der Strafe mit einem No-Look-Fehlpass in der Angriffszone gab Deutschland die Vorlage. Im 3 auf 2 Konter ließen sich die Schweizer diese Großchance nicht entgehen (26.). Die Schweiz mit dem Momentum ließ Deutschland nicht mehr ins Spiel kommen. Drei Minuten später nach erneutem Fehler – Wissmann bekam die Scheibe im eigenen Slot nicht weg – stand es 0:2 (29.). Doppelschlag ist noch besser, dachten sich die Schweizer, und legten nur 30 Sekunden später den dritten Treffer nach – es waren noch keine 10 Minuten in diesem Drittel gespielt. Wer jetzt auf die Auszeit gewartet hatte, wurde bitter enttäuscht, sie kam nicht. Völlig von der Rolle brachte Deutschland nicht mehr viel aufs Eis, es waren vielleicht noch Einzelaktionen. Als Krämmer auf der Strafbank saß, war eine weitere Strafe angezeigt, und erneut schepperte es hinter Stettmer (38.). Und auch die zweite Strafzeit veredelten die Eisgenossen (39.).

Im dritten Durchgang fielen zwar nicht mehr so viele Tore, doch zunächst musste Stettmer ein weiteres Mal hinter sich greifen, als wieder seine Vorderleute schlamperten. Der Rebound ging am langen Pfosten rein (46.). Vor ausverkaufter Halle jubelten und feierten nur die Schweizer Fans den mehr als wahrscheinlichen Derby-Sieg, auch wenn Stettmer noch einige Schüsse entschärfen musste – die Schweiz schoss noch 13 Male auf das Tor! Die ersten Zuschauer machten sich wohl schon bereit für den Heimweg, als es dann doch noch passierte und Deutschland tatsächlich ins Tor traf! Lukas Reichel und Frederik Tiffels liefen den 2 auf 1 Konter, den der frischgebackene erneute Deutsche Meister Tiffels zum Ehrentreffer abschloss. Mit dieser bitteren Niederlage ist für Deutschland der Zug ins Viertelfinale ja schon fast abgefahren, da man nach drei Spielen noch immer punktlos dasteht. Der nächste Gegner, USA, ist ja keinen Deut leichter.

Das sagt Marc Michaelis zum Spiel


Es spielten:
GER
– 1 Jonas Stettmer – 39 Fabio Wagner, 53 Moritz Seider – 65 Marc Michaelis, 71 Daniel Fischbuch, 75 Samuel Dove-McFalls; 6 Kai Wissmann, 12 Eric Mik – 44 Josh Samanski, 73 Lukas Reichel, 95 Frederik Tiffels; 9 Leon Gawanke, 25 Leon Hüttl – 15 Stefan Loibl, 40 Alexander Ehl, 71 Dominik Kahun; 48 Phillip Sinn – 21 Nico Krämmer, 43 Andreas Eder, 62 Parker Tuomie, 7 Maximilian Kastner
SUI – 63 Leonardo Genoni – 72 Dominik Egli, 90 Roman Josi – 13 Nico Hischier, 28 Timo Meier, 93 Theo Rochette; 14 Dean Kukan, 54 Christian Marti – 22 Nino Niederreiter, 79 Calvin Thürkauf, 88 Christoph Bertschy; 56 Tim Berni, 86 Janis Moser – 44 Pius Suter, 62 Denis Malgin, 85 Sven Andrighetto; 18 Sven Jung – 6 Simon Knak, 9 Damien Riat, 17 Ken Jäger, 94 Attilio Biasca

Die Tore erzielten:
0:1 (25:56) Malgin (Hischier, Josi) SH1
0:2 (28;54) Andrighetto (Malgin, Meier)
0:3 (29:29) Bertschy (Niederreiter, Jung)
0:4 (37:23) Hischier (Meier, Josi) PP1 EA
0:5 (38:19) Josi (Niederreiter, Jäger) PP1
0:6 (45:16) Andrighetto (Malgin, Suter)
1:6 (55:47) Tiffels (Reichel, Samanski)

Strafen: GER – 12 Min.; SUI – 10 Min.

Zuschauer: 10.000

Finnlands Goalie Justus Annunen – © Sportfoto-Sale (DR)

Am Nachmittag hatte Finnland die USA deutlich mit 6:2 geschlagen: sie zeigten sich äußerst effektiv und nutzten es eiskalt aus, dass der Amerikanische Goalie sicherlich nicht seinen besten Tag hatte. 3:1 nach den ersten 20 Minuten, zwei weitere Tore binnen 31 Sekunden zu Beginn des zweiten Durchgangs erlösten Keeper Joseph Woll schließlich, und in doppelter Überzahl früh im Schlussabschnitt kamen die USA zum zweiten Treffer. Vor 9206 Zuschauern aber hatten die Finnen das letzte Wort.

Eishockey-WM: Deutschland – Schweiz (18.05.2026)

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