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2026 IIHF WM: Der Traum vom Viertelfinale lebt weiter – DEB siegt 6:2 über Österreich – Lukas Reichel mit Hattrick

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Philipp Grubauer pariert gegen Peter Schneider by Sportfoto Sale DR
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Zürich. (MR) Während alle auf- und niederrechnen, ob und wie Deutschland noch das Viertelfinale erreichen könnte, müssen heute als nächstes vor Ort auf dem Eis die Nachbarn aus Österreich besiegt werden.

Bundestrainer Harold Kreis ließ in der gleichen Aufstellung spielen wie am Vortag beim „Frust-von-der-Seele-schießen-Sieg“ über Ungarn; auch heute war der für den verletzten Daniel Fischbuch nachnominierte Alexander Karachun nicht mit aufgestellt. Zwischen den Pfosten setzte er einmal mehr auf den erfahrenen Philipp Grubauer. Der Startabschnitt zeigte ein teils wildes Hin und Her, das alles in allem sehr ausgeglichen war. Schüsse kamen meist von außen, Großchancen gab es keine. Beide Mannschaften checkten früh vor und störten das Aufbauspiel. Folgerichtig ging es torlos in die erste Pause.

Im Mitteldrittel nimmt das Spiel mehr Fahrt auf

Im zweiten Durchgang fielen dann auch Tore. Früh startete Österreich, die Hereingabe von Tim Harnisch fälschte Leon Wallner im Slot unhaltbar ab (23.). Wenig später aber war das Spiel egalisiert, Lukas Reichel versenkte die Hereingabe von der Grundlinie (24.). Deutschland kreierte sich jetzt mehr Zeit im Angriffsdrittel und auch mehr Möglichkeiten. Eine schöne und schnelle Stafette der nominell ersten Reihe um Freddy Tiffels um das Tor herum fand durch Joshua Samanski in der 34. Minute einen positiven Abschluss.

Aus der zweiten Pause kam Österreich zunächst druckvoller, bis sie ihre erste Strafe in diesem Abschnitt kassierten. Es dauerte allerdings, bis diese Strafzeit fast abgelaufen war, dass das DEB-Team fast im Standhockey geduldig die Scheibe laufen lies und erneut Reichel in die Maschen traf (46.). Nachdem Manuel Wiederer die Scheibe zum 1:4 ins Tor gemurmelt hatte – er nutzte Verteidiger David Maier als Bande (49.), hatte Vinzenz Rohrer die postwendende Antwort, nur 30 Sekunden später. Ein hoher Stock traf Eric Mik im Gesicht und zog eine doppelte kleine Strafe nach sich. Dass Österreichs Thimo Nickl während dieser Zeit die Scheibe bis weit oben über das Fangnetz befreite, bescherte auch ihm einen Platz in der Kühlbox. Es war schließlich der Mann des heutigen Spiels, Lukas Reichel, der hier in doppelter Überzahl ein weiteres Mal erfolgreich war (52.). ÖEHV-Trainer Roger Bader setzte alles auf eine Karte und zog bereits 5 ½ Minuten vor der Schlusssirene den Goalie, aber Atte Tolvanen konnte nicht lange auf der Bank ausruhen, denn Alex Ehl wurde auf die Reise geschickt und hatte keine Mühe, vor dem Verteidiger davonzulaufen und die Scheibe im leeren Tor unterzubringen (55.). Am Ende sollte nichts mehr anbrennen, und Deutschland konnte den 6:2 Sieg nach Hause bringen. Das kleine Flämmchen Hoffnung auf das Viertelfinale brennt noch vor sich hin.

Stimmen – Das sagt Frederik Tiffels zum Spiel


Österreichs Head Coach Roger Bader: „In den ersten 30 Minuten waren wir absolut auf Kurs, da ist alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Auch vom taktischen her, von der Struktur, dem kämpferischen und spielerischen war das in Ordnung. Gegen Finnland müssen wir nun realistisch sein. Sie sind noch ungeschlagen, haben 15 NHL-Spieler im Kader. Da einen Sieg zu erwarten, wäre vermessen. Aber wir werden unser Bestes geben, keine Frage.“

Österreichs Simeon Schwinger: „Wir sind alle enttäuscht, hatten uns viel vorgenommen, wollten unbedingt gewinnen oder Punkte holen. Wird dürfen den Kopf nicht hängen lassen, haben noch zwei wichtige Spiele vor uns. Es ist noch alles möglich. Jetzt heißt es gut regenerieren, schauen dass man schlafen kann und auf Finnland konzentrieren. Finnland ist in dieser Gruppe mit der Schweiz Favorit, da müssen wir schlau spielen, unser System spielen und kompakt spielen.“

Bundestrainer Harold Kreis: „Unsere Mannschaft hat heute ein sehr engagiertes Spiel mit einer großen physischen und läuferischen Intensität gezeigt. Das war unser Plan und der ist über die 60 Minuten aufgegangen. Die Mannschaft hat sich den Sieg spielerisch, aber vor allem auch kämpferisch verdient. Für unsere Moral ist das ein sehr gutes Ergebnis. Wir können die anderen Gruppenspiele jetzt nicht mehr beeinflussen, sondern nur noch unsere Partie gegen Großbritannien am Montag. Da werden wir mit Vollgas reingehen.“

DEB Verteidiger Leon Hüttl: „Heute sind wir wieder gut in das Spiel gestartet. Wir wussten, dass es intensiv wird. Auch weil es für uns ein wichtiges Spiel war, das wir unbedingt gewinnen mussten. Daher sind das wichtige drei Punkte. Wir haben wieder zur richtigen Zeit die Tore gemacht und endlich auch im Powerplay. Am Montag geht es wieder bei null los, dann müssen wir unser bestes Eishockey zeigen und werden alles geben für einen weiteren Sieg.“

DEB Stürmer Joshua Samanski: „Es war klar, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen. Wir waren über 60 Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Nach dem Rückstand sind wir sofort zurückgekommen, das ist uns gut gelungen. Unsere Powerplay-Tore waren außerdem wichtig für unser Selbstbewusstsein. Es hat heute viel Spaß gemacht, auf dem Eis mit der Mannschaft und in unserer Formation. Wir drei haben uns in jedem Spiel Chancen erarbeitet und heute sind die Scheiben auch reingegangen.“

Es spielten:
AUT
– 35 Atte Tolvanen – 32 Bernd Wolf, 92 Clemens Unterweger – 3 Peter Schneider, 16 Dominic Zwerger, 70 Benjamin Nissner; 45 Gregor Biber, 78 Thimo Nickl – 19 Vinzenz Rohrer, 48 Lucas Thaler, 52 Paul Huber; 5 Dominic Hackl, 12 David Maier – 8 Maximilian Rebernig, 61 Simeon Schwinger, 96 Mario Huber; 4 Ramon Schnetzer, 18 Paul Stapelfeldt – 9 Leon Wallner, 40 Tim Harnisch, 81 Leon Kolarik
GER – 30 Philipp Grubauer – 38 Fabio Wagner, 53 Moritz Seider – 44 Joshua Samanski, 73 Lukas Reichel, 95 Frederik Tiffels; 6 Kai Wissmann, 12 Eric Mik – 15 Stefan Loibl, 62 Parker Tuomie, 72 Dominik Kahun; 9 Leon Gawanke, 25 Leon Hüttl – 40 Alexander Ehl, 65 Marc Michaelis, 75 Samuel Dove-McFalls; 48 Phillip Sinn – 7 Maximilian Kastner, 21 Nico Krämmer, 56 Manuel Wiederer, 43 Andreas Eder

Die Tore erzielten:
1:0 (22:22) Wallner (Harnisch, Stapelfeldt)
1:1 (23:28) Reichel (Samanski, Tiffels)
1:2 (33:07) Samanski (Tiffels, Reichel)
1:3 (45:47) Reichel (Seider, Samanski) PP1
1:4 (48:25) Wiederer (Seider, Krämmer)
2:4 (49:59) Rohrer (Schwinger, Nickl)
2:5 (51:45) Reichel (Tiffels, Michaelis) PP2
2:6 (54:44) Ehl (Michaelis, Dove-McFalls) EN

Strafen: AUT – 10 Min.; GER – 2 Min.
Zuschauer: 9685

Eishockey WM: Deutschland Österreich (23.05.2026)

Standing Ovations für Kristers Gudlevskis – Roman Josi mit Hattrick

Lettlands Goalie Kristers Gudlevskis – © Sportfoto-Sale (DR)

Was passiert, wenn der DEL-Torhüter der Saison 2024/25, Kristers Gudlevskis, seine Farben bei der WM vertritt? Er treibt den amtierenden Weltmeister USA schier zur Verzweiflung! 45 von 47 Schüssen konnte er parieren und Lettland nach einer turbulenten Schlussphase und trotz eines Gegentores von Superstar Matthew Tkachuk den zweiten Sieg bescheren (4:2). Im Nachmittagsspiel ließ Gastgeber Schweiz dem Underdog Ungarn nicht den Hauch einer Chance. Im Startabschnitt ließ man es zwar langsam angehen, doch nach dem Hattrick von Roman Josi gab es quasi kein Halten mehr und einen glatten 9:0 Sieg.

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