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Tampere. (MR) Nach drei „Nullrunden“ hieß es für Team Germany siegen, siegen, siegen. Die erste von vier verbleibenden Möglichkeiten gab es heute Abend gegen... 2023 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft: Deutschland gelingt der erste Sieg – Philipp Grubauer wird nicht nach Tampere reisen
Moritz Müller jubelt – © Sportfoto-Sale (DR)

Moritz Müller jubelt – © Sportfoto-Sale (DR)

Tampere. (MR) Nach drei „Nullrunden“ hieß es für Team Germany siegen, siegen, siegen. Die erste von vier verbleibenden Möglichkeiten gab es heute Abend gegen das Team aus Dänemark.

Die Dänen hatten bisher einen leichteren Start und konnten ihre ersten Spiele gegen die Mannschaften aus Ungarn, Frankreich und Österreich siegreich gestalten. Mit entsprechend breiter Brust liefen sie heute im Nachbarschaftsduell auf. Nach der Absage von NHL-Star Leon Draisaitl hatte Deutschlands Headcoach Harold Kreis Münchens Stürmer Filip Varejcka als letzten Feldspieler lizenziert; er stand heute als 13. Stürmer auf dem Bogen, dazu waren 7 Verteidiger aufgestellt (Hüttl wurde heute nicht berücksichtigt). Nur knapp 4000 Zuschauer wollten an diesem Feiertag die Partie in der Halle verfolgen, und sie haben 10 Treffer gesehen. Früh im Startabschnitt gelang den Dänen ein etwas glücklicher Teffer, als im dichten Verkehr vor Niederberger der Schuss von Jensen durch Müller unhaltbar abgefälscht wurde (6.). Den Adlerträgern gelang das Herstellen solcher Situationen zu selten, und dann passierten solch „gute Dinge“ fürs Scoreboard auch nicht.

Mehr Zug zum Tor ab Minute 21 und eine turbulente Schlussphase

Deutschland kam besser aus der Pause und hatte jetzt mehr vom Spiel. Es wurde jeder Scheibe nachgejagt und diese bei Puckverlust sofort zurückerobert. Lohn der Mühen war der Ausgleich durch Peterka, der sich gegen vier Gegner durchsetzte (30.). Wenig später ein Distanzschuss von Mo Müller, und diesmal stand mit Ehl ein Knipser für den Rebound bereit (32.), Spiel gedreht. Deutschland blieb dran, brachte einige Scheiben aufs Tor, während Niederberger am anderen Ende wenig zu tun bekam. Man konnte sogar auf 3:1 erhöhen, als Noebels quer für Müller auflegte, und der Kapitän nach dem Assist nun auch den Treffer verbuchen konnte (38.). Doch das war noch nicht der Pausenstand, denn Dänemark meldete sich quasi aus dem Nichts in Person von Bau kurz vor der Sirene zurück. Durch diesen Treffer beflügelt erhöhten die Dänen im Schlussabschnitt den Druck und die Bemühungen, während das DEB-Team den minimalen Vorsprung verteigen wollte. Zwar hatten Stachowiak, Müller, Szuber und Kahun zur Drittelmitte Chancen, doch Goalie Dichow hiel alles fest. Es waren nur noch fünf Minuten zu spielen, als es dann passierte, Wejse traf zum 3:3 Ausgleich. Es dauerte ganze 20 Sekunden, dass Deutschland wieder jubeln konnte, nach Bullygewinn zog Jonas Müller von der blauen Linie ab – und war selbst etwas überrascht, dass der Schuss durch Freund und Feind hindurch den Weg in die Maschen gefunden hatte. Zwei Minuten vor der Sirene zog Dänemark den Goalie, Noebels schoss ins leere Tor ein zum beruhigenden 5:3. Deckel drauf? Mitnichten. Noch immer ohne Torhüter auf Seiten der Dänen fielen in der letzten Spielminute noch zwei weitere Tore zum schließlichen Endstand von 6:4 für Deutschland, das damit endlich einen zählbaren Erfolg für die Mühen einfahren und die ersten Punkte verbuchen konnte.

Stimmen zum Spiel





Bundestrainer Harold Kreis: „Wir haben nicht so gut in die Partie gefunden, erst im zweiten Drittel haben wir wirklich begonnen die Scheibe schnell zu bewegen. Wir haben sehr viel Zeit in der Offensivzone verbracht, da sind dann auch die Tore gefallen. Das hat uns Aufwind gegeben und hat uns dann über die restliche Spielzeit getragen. Dieses Spiel tut der Mannschaft mental sehr gut und die drei Punkte natürlich auch.“

Kapitän Moritz Müller: „Natürlich war der Druck vor dem Spiel schon da, den haben wir auch gespürt. Umso stolzer bin ich auf die Mannschaft, dass wir damit heute so gut umgegangen sind während des Spiels. Wir hatten uns darauf eingestellt, auch mal hinten zu liegen und Rückschläge zu bewältigen. Wir sind heute mental stark geblieben, um mit einem Sieg aus der Partie zu gehen.“

Statement zu Philipp Grubauer

Philipp Grubauer – © Sportfoto-Sale (DR)


DEB-Sportdirektor Christian Künast: „Auch mit Philipp haben wir nun ein längeres Gespräch geführt und ihm erstmal zur starken zweiten Saison mit den Seattle Kraken gratuliert. Letztlich spielt auch hier für uns der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Aufgrund verschiedener Meetings, die vor Ort noch anstehen, kommt er vor dem kommenden Wochenende nicht los aus Seattle. Daher haben wir uns darauf verständigt, dass er dieses Mal die Nachreise nicht antreten wird. Dafür ist es dann einfach zu spät. Die kurze Zeit nach einer möglichen Ankunft in Tampere reicht nach unserer gemeinsamen Ansicht einfach nicht aus, um nach einer Woche ohne Training und Spiel in einen WM-Modus zu switchen und direkt die Position im Tor zu übernehmen für die finale WM-Woche. Wir haben auch heute wiedergesehen, dass auf unsere Torhüter Verlass ist und wir großes Vertrauen in unser Team in Tampere haben.“

Fotostrecke zum Spiel

DEN - GER
© by Eishockey-Magazin / Sportfoto-Sale / D. Ross 2023
« von 18 »

Der Spielplan der deutschen Herren-Nationalmannschaft:

12.05.2023 | 20:20 (dt. Zeit 19:20) | Schweden – Deutschland 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

13.05.2023 | 20:20 (dt. Zeit 19:20) | Deutschland – Finnland 3:4 (1:1, 2:2, 0:1)

15.05.2023 | 16:20 (dt. Zeit 15:20) | Deutschland – USA 2:3 (0:0, 2:1, 0:2)

18.05.2023 | 20:20 (dt. Zeit 19:20) | Dänemark – Deutschland 4:6 (1:0, 1:3, 2:3)

19.05.2023 | 20:20 (dt. Zeit 19:20) | Österreich – Deutschland

21.05.2023 | 16:20 (dt. Zeit 15:20) | Deutschland – Ungarn

23.05.2023 | 12:20 (dt. Zeit 11:20) | Deutschland – Frankreich

Michaela-Ross

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