Schönheide. (PM Wölfe) 1996 begann für das Schönheider Eishockey eine neue Ära.
Nach Jahrzehnten auf Natureis erhielt der Standort eine moderne Freiluft-Kunsteisanlage. Der Bau des Stadions im Ortsteil Neuheide war ein Meilenstein – sportlich, organisatorisch und emotional.
Nach dem Aufstieg 1996 spielte der EHV Schönheide die erste Saison 1996/1997 auf Kunsteis in der Sachsenliga. Das erste Heimspiel am 28. Dezember 1996 wurde zu einem symbolischen Auftakt. Vor 600 Zuschauern gewann Schönheide mit 11:2 gegen Grün-Weiß Weißwasser. Nach Jahren der Witterungsabhängigkeit konnten Training und Spielbetrieb nun deutlich verlässlicher geplant werden.

Der neue Wolfsbau gab dem Verein Rückenwind. Auch wenn sich der EHV nach der Saison 1999/2000 freiwillig für den Gang in die Landesliga Sachsen entschied, folgte sofort die sportliche Antwort. In der Saison 2000/2001 wurde Schönheide Landesmeister und stieg direkt wieder in die Sachsenliga auf.
Nur wenige Monate später veränderte sich die Spielstätte erneut. Im Oktober 2001 wurde die Überdachung des Eisstadions rechtzeitig zum Saisonbeginn fertiggestellt. Aus der Freiluftanlage entwickelte sich ein echtes Zuhause für Mannschaft, Nachwuchs und Fans. Die Atmosphäre im Wolfsbau wurde zu einem Markenzeichen des Vereins.
Auch sportlich sorgte der EHV für Schlagzeilen. In der Saison 2001/02 wurde die Mannschaft als Aufsteiger Vizemeister hinter den Saaleteufeln Halle. Noch größer war das Erreichen des Sachsenpokal-Finales gegen die Dresdner Eislöwen. Auf dem Weg dorthin gelangen deutliche Siege gegen Chemnitz, Klingenthal/Brunndöbra und Weißwasser sowie ein 3:2 im Amateurfinale gegen Halle.

Das Heimspiel gegen Dresden am 12. Februar 2002 wurde zu einem der legendären Abende im Schönheider Eishockey. Um mehr Zuschauer unterzubringen, halfen Fans und Vereinsmitglieder beim Ausbau der Stehplätze. 1.127 Zuschauer sahen das Spiel gegen die favorisierten Eislöwen – ein Beweis dafür, welche Strahlkraft der Standort inzwischen entwickelt hatte.
Ab der Saison 2002/03 etablierte sich der EHV Schönheide in der vierthöchsten Spielklasse. Der Verein war endgültig in einer neuen sportlichen Realität angekommen. Kunsteis, Dach, Zuschauerzuspruch und wachsende Strukturen machten aus der langen Tradition einen modernen Eishockeystandort.
Ausblick: Der achte Teil unserer Serie erzählt von der Regionalliga-Meisterschaft 2008, wirtschaftlichen Rückschlägen, der Neugründung 2009 und den Erfolgen des EHV Schönheide 09.

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