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1:6! Iserlohn Roosters dominieren im Kellerduell bei den Dresdner Eislöwen

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Christian Thomas von den Iserlohn Roosters erzielte den wichtigen Führungstreffer - © Moritz Eden / City-Press
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Dresden. (MK) Die Dresdner Eislöwen haben ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters mit 1:6 deutlich verloren.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Dresden als Tabellenletzter mit zwei Punkten Rückstand auf Iserlohn, bekam im direkten Duell die Chance die Rote Laterne den Roosters mit auf den Heimweg zu geben.

Eislöwen Headcoach Niklas Sundblad erklärte vor dem Spiel: „Unser Fokus lag unter anderem in den letzten Tagen in der Analyse und im Training im Powerplay. Da müssen wir uns enorm steigern.“
Iserlohns Sportchef Franz-David Fritzmeier hatte die Wichtigkeit des Spiels ebenfalls kurz und knapp erklärt: „Es geht um viel.“ Kapitän Fischbuch hoffte vor dem Spiel bei MagentaSport darauf, dass sein Team das System über sechzig Minuten durchziehen kann und natürlich auch, dass die Torflaute endlich beendet werden kann.

Iserlohns Headcoach Stefan Nyman hatte seine Formationen gegenüber dem Spiel am Sonntag gegen Mannheim unverändert gelassen. Lediglich im Tor rückte Andreas Jenike für Hendrik Hane zwischen die Pfosten.

Traumstart für die Roosters

Der Spielbeginn eröffnete beiden Teams in der dritten Minute direkt gute Torchancen. Parkes Break entschärfte Iserlohns Goalie Jenike und auf der Gegenseite scheiterte Thomas vor Olkinuora. Einen katastrophalen Wechsel der Eislöwen nutzten die Gäste in der 5. Minute zur Führung. Ugbekile legte für Thomas auf, der dann auch Olkinuora überwinden konnte. Suvanto (8.) verpasste aus der zentralen Position den Ausgleich der Eislöwen. Ärgerlich für die Roosters, dass Thomas einen Rebound (9.) nicht verwerten konnte. Besser machte es dann Kapitän Fischbuch, der ein Zuspiel von Jentzsch direkt zum 0:2 verwertete. Dresdens Fans skandierten noch „Wir wollen Ech kämpfen sehen“, als nur 37 Sekunden später die Iserlohner erneut jubelten. Napravniks Schuss fand an Freund und Feind vorbei und noch irgendwie von Salsten abgefälscht den Weg über die Dresdner Torlinie. Auch der Videobeweis ergab für die Referees keinen Anlass die Torentscheidung auf dem Eis zu revidieren. Während der ersten Strafe gegen Iserlohns Thomas (14.) verlief das Dresdner Powerplay ohne echte Torchance. In der Joynext-Arena herrschte stimmungsmäßig bei den meisten Zuschauern Schockstarre. Mit 0:3 und einer Torschuss-Statistik von 13:16 ging es in die Kabinen.

Gorciks Treffer bringt nur kurz Hoffnung für die Eislöwen

Nach der ersten Pause ergaben sich für McCrea (21.) und Ortega (23.) Dresdner Schusschancen, die aber letztendlich für Jenike keine unlösbaren Aufgaben darstellten. Keine Chance hatte Jenike in der 25. Minute, als Gorcik die Scheibe aus dem Lauf zum 1:3 ins Tor nagelte. Ein Hoffnungsschimmer für die Hausherren. Keine drei Minuten später erhöhten die Roosters aber auf 1:4. Johannsson bekam die Scheibe im Zweikampf mit Salsten vor Torwart Olkinuora nicht unter Kontrolle und der Norweger in Diensten der Iserlohner beförderte die kleine Hartgummischeibe aus der Drehung zum 1:4 ins Dresdner Tor. Bei den Eislöwen lief weiterhin nicht viel zusammen. Während schon eine Strafe gegen die Gastgeber angezeigt war, spielten die Roosters die Situation klug aus und hatten am langen Ende mit Woods Geschoss von der blauen Linie den Treffer zum 1:5 (32.) erzielt. Nichts Neues auch in Sachen Powerplay bei den Eislöwen während der Strafe gegen Elten. Ortega hatte eine der wenigen Torschüsse, ansonsten fehlte es schlicht und ergreifend an Spielideen im Powerplay. Napravnik hätte in der Schlussminute des Drittel frei vor Olkinuora sogar das 1:6 erzielen können, ja gar müssen, verzog aber. Somit ging es mit dem 1:5 Spielstand und unter Pfiffen der Eislöwen-Fans in die Kabinen.

Boland macht das halbe Dutzend voll

Tyler Boland von den Iserlohn Roosters – © Moritz Eden / City-Press

Im Schlussdrittel neutralisierten sich beide Teams weitestgehend. Parkes (45.) verpasste die Einschussmöglichkeit zum zweiten Dresdner Treffer. Während man in der Fankurve der Eislöwen noch einmal versuchte etwas Stimmung zu verbreiten, vertiefte sich das Spiel immer mehr in Zweikämpfe. Beide Mannschaften keineswegs im Verwaltungsmodus, aber das Fell des Eislöwen war halt irgendwie schon verteilt. Das war dann in der 50.Minute endgültig der Fall, als Boland mutterseelenallein vor Olkinuora Ugbekiles Pass in den Slot zum 1:6 verwertete. Schläger einfach mal reingehalten und wenn es dann einmal läuft, dann gelingt auch so ein Tor nach über einem Monat Torflaute bei Tyler Boland. Es war der erst dritte Saisontreffer des Kanadiers. Dresden erwehrte sich nicht mehr und die Gäste brachten den Vorsprung am Ende souverän ins Ziel.

Unter dem Strich zählen in der augenblicklichen Situation vor allem die Punkte und ein Sieg, der hoffentlich einige Blockaden in den Köpfen der Roosters lösen wird. Bei den Eislöwen darf sicherlich die Frage gestellt werden, ob der Coach die Mannschaft noch erreicht und warum die „Top-Guns“, wie beispielsweise Turnbull, Ortega und Fox an diesem Abend so abgetaucht sind.
Dresdens Geschäftsführer Matthias Roos erklärte nach dem Spiel gegenüber MagentaSport zur Trainerfrage: „Niklas trägt genau so viel Verantwortung, wie ich und die Mannschaft.“

Roosters bauen Vorsprung in der Tabelle aus, am Wochenende Heimspiel-Doppelpack

In der Tabelle ist das Verhältnis zwischen Eislöwen und Roosters erst einmal geklärt. Die Iserlohner stehen nun mit fünf Punkten Vorsprung vor den Eislöwen. Allerdings lohnt sich der Blick weiter nach oben kaum, denn selbst der 12. Löwen Frankfurt steht noch zehn Zähler vor den Sauerländern.

Ob der Auswärtssieg nun ein echter Gamechanger für die kommenden Wochen ist, können die Schützlinge von Headcoach Stefan Nyman am Wochenende zeigen. Am Freitag kommen die aktuell sehr stark spielenden Münchner an den Seilersee. Und auch am Sonntag haben die Iserlohner Heimrecht gegen Augsburg.

Für die Eislöwen geht es am Freitag in Ingolstadt und am Sonntag gegen München weiter.

Am 12. Dezember stehen sich Roosters und Eislöwen übrigens am Iserlohner Seilersee erneut gegenüber.

Alle Tore und Stimmen zum Spiel


Dresdner Eislöwen – Iserlohn Roosters 1:6 (0:3/1:2/0:1)

Tore: 0:1 (04:24) Thomas (Ugbekile), 0:2 (09:30) Fischbuch (Jentzsch/Cornel), 0:3 (10:07) Salsten (Napravnik/Huß), 1:3 (24:15) Gorcik (Yogan/Karlsson), 1:4 (27:06) Salsten, 1:5 (31:57) Wood (Fischbuch/Napravnik) 6-5PP, 1:6 (49:22) Boland (Ugbekile/Camara),
Strafen: 0 – 4
Schiedsrichter: Frano, MacFarlane (Englisch, Höfer)
Zuschauer: 3.800

Dresden: Olkinuora – Hammond, Braun; Johannsson, McCrea; Suvanto, Karlsson; Riedl – Bouma, Chartier, Ortega; Fox, Andres, Turnbull; Gorcik, Yogan, Parkes; Hendreschke, Korte, Sykora
Iserlohn: Jenike – Ugbekile, Wood; Huß, Erkamps; Niehus, Norell; Elten – Jentzsch, Cornel, Fischbuch; Napravnik, Salsten, Törnqvist; Camara, Boland, Thomas; Saffran, Neumann, Borzecki


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