Hannover ScorpionsSelber Wölfe

1:5! Scorpions gleichen die Serie aus

Selber Wölfe vs. Hannover Scorpions 1:5 (0:1; 1:3; 0:1)

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© Mario Wiedel
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Selb. (PM Wölfe) Im zweiten Spiel der Viertelfinalserie können die Hannover Scorpions die Serie wieder ausgleichen.

Die Wölfe waren gerade im ersten Drittel gut in der Begegnung, verpassten es hier aber, ihren Aufwand in Tore umzumünzen. Im zweiten Abschnitt legten die Gäste dann eine Schippe drauf und waren gerade in der Chancenverwertung sehr effektiv. Besonders bitter waren die Probleme der Wölfe bei eigenem Powerplay. Aus sieben Überzahlsituationen gelang den Porzellanstädtern lediglich ein Treffer. Im letzten Abschnitt spielten die Gäste ihren Vorsprung souverän herunter. Zusätzliche Hiobsbotschaft auf Seiten der Wölfe ist das verletzungsbedingte Ausscheiden von Richard Gelke und Moritz Raab sowie die beiden Spieldauer-Disziplinarstrafen gegen Christopher Schutz und Patrick Klöpper.

Unverdiente Gästeführung

Die Wölfe erwischten einen guten Start und hatten nach dem ersten Abschluss von Nemec, wenig später durch Klöpper die große Chance auf die Führung. Gläßl überbrückte mit seinem Pass die neutrale Zone, Klöpper scheiterte mit seinem Abschluss am Schoner von Berger. Das Passspiel der Wölfe war sehr präzise und die Gäste liefen eigentlich nur hinterher. Nach einem übermotivierten Bandencheck vom ehemaligen Selber Miglio bekam dieser im Anschluss von Gelke erstmal ordentlich auf die Mütze. Die daraus resultierende Unterzahl verteidigten die Wölfe stark. Bei numerischer Gleichzahl ging es direkt weiter wie zu Beginn. Die Wölfe waren die klar tonangebende Mannschaft und hatten durch Schutz und Pauker die nächsten dicken Chancen. Die Scorpions konnten sich glücklich schätzen, dass die Wölfe hieraus noch kein Kapital schlagen konnten. Gegen Mitte des ersten Drittels setzten auch die Gäste erstmals offensiv Akzente, doch die Wölfe blieben bei ihren schnell vorgetragenen Gegenangriffen stets gefährlich. Erstmals im Powerplay an diesem Abend fanden auch die Wölfe schwer in die Formation. Die dickste Chance verpasste Pauker als Berger einen Schuss mit dem Schoner prallen ließ, den Nachschuss von Pauker dann aber stark entschärfte. Direkt danach war es auf Seiten der Wölfe Pauker, der eine Strafe erhielt, diese nutzten die Gäste dann eiskalt. Einen Schuss von der Blauen fälschte Aquin unhaltbar vor Weidekamp zur schmeichelhaften Führung für die Gäste entscheidend ab. Ein weiteres Mal hatten die Wölfe im Powerplay die Chance, konnten vor der Drittelpause aber nicht mehr ausgleichen.

Scorpions kaltschnäuzig

Denkbar schlechter Start für die Wölfe in den Mittelabschnitt. Nach wenigen Sekunden durften die Scorpions zum zweiten Mal jubeln. Aus dem Gewühl heraus vor Weidekamp stand Kruminsch am langen Pfosten frei und bugsierte den Puck zum 0:2 über die Linie. Der Treffer gab Hannover nun zunehmend Sicherheit in deren Spiel, während die Wölfe nach einer schnellen Antwort suchten. Und auch das nächste Powerplay für die Wölfe brachte nicht den gewünschten Erfolg. Bis auf einen Abschluss von Spitzner aus dem Slot über das Tor, verteidigte Hannover hier erneut stark und erstickte die Angriffsbemühungen der Selber hier meist bereits in der Entstehung. Wenig später das nächste Powerplay für Selb. Diesmal gab es deutlich mehr Offensivaktionen. Erst war es Lahtinen, der nach einem Alleingang knapp verzog, wenig später scheiterte Nemec. Gerade als die Gäste wieder vollzählig waren, der nächste Nackenschlag für die Wölfe. Knackstedt hatte zu viel Zeit und legte den Puck ins lange Eck. Nach diesem Treffer überschlugen sich die Ereignisse. Der immer wieder durch Provokationen auffallende Miglio ging zu Boden, danach hatten sich Schutz und Rinke in den Haaren, woraufhin Schutz wegen eines Crosschecks vorzeitig Feierabend hatte. Als Pavlu wegen Beinstellen die nächste Strafe auf Seiten der Scorpions erhielt, nutzten die Wölfe ihr Powerplay und brachten sich noch vor Drittelende auf die Anzeigetafel. Gauch behielt die Übersicht und bediente am langen Pfosten Pauker, der nur noch den Schläger reinhalten musste. 19 Sekunden vor der nächsten Pause dann jedoch die kalte Dusche für die Wölfe. Kabitzky überwand Weidekamp im kurzen Eck zum 1:4.

Gäste lassen nichts mehr anbrennen

Die Partie flachte im Vergleich zu den ersten beiden Dritteln nun deutlich ab. Die Scorpions beschränkten sich darauf, ihren Vorsprung zu verteidigen, während die Wölfe wenig Torgefahr ausstrahlen konnten. Ein Schuss von Pauker, den Berger entschärfen konnte. Das Spiel plätscherte nun zunehmend vor sich hin. Obwohl die Wölfe nochmals ein Powerplay zugesprochen bekamen, ging hier offensiv nahezu nichts und die Scorpions befreiten sich immer wieder mühelos. Fünf Minuten vor dem Ende nahmen die Gastgeber eine Auszeit und nahmen Weidekamp zu Gunsten des sechsten Feldspielers vom Eis. Hannover nutzte das leere Tor allerdings schon nach wenigen Sekunden und McPherson erzielte das fünfte Tor für die Gäste. In den Schlussminuten kochten die Emotionen auf beiden Seiten nochmals hoch, woraufhin Knaub und Klöpper mit einer Spieldauer belegt wurden.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Weidekamp (Wiens) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler, Ulrich – Klöpper, Nemec, Spitzner, Lahtinen, Rubin, Schutz, Pauker, Valasek, Gelke, Klughardt, Bauer, Tabert
Hannover Scorpions: Berger (Gensicke, Hufsky) – Reiß, Pavlu, Supis, McMillan, Heinrich, Plauschin – Miglio, Drews, Knackstedt, Aquin, McPherson, Kirsch, Rinke, Kruminsch, Kabitzky, Knaub, Schütt, Kopietz
Tore: 15. Min. 0:1 Aquin (Supis, McPherson; 5/4) 21. Min. 0:2 Kruminsch (Rinke, Heinrich) 31. Min. 0:3 Knackstedt (Rinke, Miglio) 38. Min. 1:3 Pauker (Gauch, Lahtinen; 5/4) 40. Min. 1:4 Kabitzky (Kruminsch, Heinrich) 56. Min. 1:5 McPherson (Kirsch, Aquin; empty net)
Strafzeiten: Selb 14 + 5 + Spieldauer gegen Schutz + 5 + Spieldauer gegen Klöpper + 5 gegen Nemec, Hannover 26 + 5 + Spieldauer gegen Knaub + 5 gegen Rinke
Schiedsrichter: Singer, Zettl (Bösl, Stehl)
Zuschauer: 2.819

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