Zürich. (PM ÖEHV) Die Hürde war groß, doch die Motivation und der Kampfgeist waren es ebenso.
Beherzt kämpfte die ÖEHV-Auswahl um das Viertelfinale. Nach einem Doppelschlag der Amerikaner im ersten Drittel lag man jedoch rasch 0:2 zurück, kassierte direkt zu Beginn des zweiten Drittels das 0:3 und in der 32. Minute das 0:4. Simeon Schwinger ließ mit seinem Tor in der 37. Minute nochmals Hoffnung aufkeimen, doch der Titelverteidiger ließ nicht mehr zu. Mit dem 1:4 beendet Österreich die WM in Gruppe A auf Rang 6 und insgesamt auf Platz 11.
„Die Enttäuschung ist jetzt natürlich groß, aber ich bin trotzdem unendlich stolz auf die Jungs, wie sie bis zum Ende, bis zum letzten Shift gekämpft haben“, brachte Kapitän Peter Schneider die Gefühlsachterbahn auf den Punkt.
Mit viel Elan ging Österreich in das letzte Gruppenspiel bei dieser WM, fand nach wenigen Sekunden durch Tim Harnisch gleich die erste Chance vor, der wenig später, in der 4. Minute, lediglich an Metall scheiterte. Beinahe aus dem Nichts schlugen dann die Amerikaner zu. Und das gleich doppelt. Connor Clifton knallte die Scheibe zunächst in der 6. Minute ins Kreuzeck, 45 Sekunden später erhöhte Ryan Ufko auf 2:0.
Eine kalte Dusche für Österreich, von der man sich aber rasch erholte. Vinzenz Rohrer tauchte in der 9. Minute allein vor dem US-Schlussmann auf, brachte die Scheibe jedoch nicht unter.
Bitter verlief der Start ins zweite Drittel. Paul Cotter erhöhte in der 22. Minute auf 3:0. Kein Grund bei Rotweißrot den Kopf hängen zu lassen. Man rackerte weiter, verteidigte hinten hart, lediglich die Scheibe wollte nicht recht für Österreich springen. In Unterzahl fiel dann auch noch das 4:0 durch Matthew Tkachuk für die USA.
In der 37. Minute heulte die Sirene schließlich längst überfällig auf der Gegenseite auf, fälschte Simeon Schwinger einen Schuss von David Maier zum 1:4 ab. Noch einmal schwor man sich in der Kabine ein, erinnerte man an die Aufholjagd gegen Kanada vor zwei Jahren.
Und prompt fand Lucas Thaler eine Riesenchance vor, brachte die Scheibe jedoch nicht richtig auf die Schaufel. Minuten später hatte der künftige Deutschland-Legionär abermals Pech. Es sollte an diesem sommerlichen Spätnachmittag in Zürich (SUI) einfach nicht sein.
Österreich unterlag am Ende 1:4, darf aber stolz auf eine großartige WM zurückblicken.
Head Coach Roger Bader: „Natürlich haben wir uns erhofft, dass uns heute eine Überraschung gelingt. Es war natürlich klar, dass dafür alles zusammenkommen und passen muss. Die USA hat eine hohe Qualität mit vielen NHL-Spielern. Da sind solche Chance leider auch mal drinnen. Das 1:4 ist ein Resultat, das dem Verhältnis zwischen den beiden Teams entspricht. Schlussendlich haben wir uns gut verkauft.“
Peter Schneider: „Gegen solche Teams ist es unglaublich schwer. Es ist immer ein Schläger dazwischen, man hat ganz wenig Zeit. Es ist ein ganz anderes verteidigen. Es ist super, dass wir uns einige Chancen erarbeitet haben. Ich hoffe, dass wir diese Erfahrung und diesen Schwung mitnehmen.“
Vinzenz Rohrer: „Es war etwas Besonderes in meinem Wohnzimmer diese WM mit Österreich zu spielen. War cool. Wir hatten unsere Chancen heute. Gegen so eine Mannschaft braucht man ein bisschen Glück und ein unglaublich gutes Spiel. Ich bin stolz auf unsere Leistung.“
2026 IIHF Ice Hockey World Championship
15. Mai 2026 – 31. Mai 2026, Zürich und Fribourg (SUI)
Titelverteidiger: USA
Gruppe A, Zürich: USA, Schweiz, Finnland, Deutschland, Lettland, Österreich, Ungarn, Großbritannien
Gruppe B, Fribourg: Kanada, Schweden, Tschechien, Dänemark, Slowakei, Norwegen, Slowenien, Italien
Spielplan
USA vs. Österreich 4:1 (2:0, 2:1, 0:0)
Di., 26. Mai 2026, 16:20 Uhr, Swiss Life Arena
Torschützen USA: Connor Clifton (6.), Ryan Ufko (7.), Paul Cotter (22.), Matthew Tkachuk (32./PP)
Torschütze Österreich: Simeon Schwinger (37.)
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