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Iserlohn. (MK) Mit den bislang drei gewonnenen Punkten stehen die Iserlohn Roosters nach vier Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz in der Deutschen Eishockey Liga.... Iserlohn Roosters: „Junge Wilde“ bereiten Freude, aber die Special-Teams und der Torabschluss bleiben die Großbaustellen

Iserlohn Roosters Team – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Mit den bislang drei gewonnenen Punkten stehen die Iserlohn Roosters nach vier Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz in der Deutschen Eishockey Liga.

So richtig überraschend ist diese Ausbeute nicht. Mit 17 Neuzugängen und vielen „Rookies“ im Team war fast zu erwarten, dass der Saisonstart holprig verlaufen kann.

Dem eher schwachen Auftritt am Freitag gegen Schwenningen (1:4) folgte am Sonntag eine 3:1 Niederlage in Krefeld. Ohne den Langzeitverletzten Todd und die erkrankten O´Connor, Buschmann und Weiß war der ohnehin nicht besonders tief besetzte Kader der Sauerländer im Vergleich zum Freitag kurzfristig noch einmal um drei weitere etatmäßige Spieler geschrumpft. Es wäre zu einfach diese Tatsache allein als Grund für die Niederlage heranzuziehen. Zwei Drittel lang hatten die Krefeld Pinguine ihren Gegner weitestgehend im Griff. Vor allem einem weiteren guten Auftritt von Torwart Anthony Peters war es zu verdanken, dass es nach zwei Dritteln „nur“ 2:0 für Krefeld stand. Dabei hatten die insgesamt harmlos in der Offensive agierenden Iserlohner auch ihre Chancen, die sie aber entweder kläglich vergaben oder am neuen Goalie der Seidenstädter, Jussi Rynnäs, scheiterten.

Neal Samanskis DEL-Premierentreffer in der 54. Minute sorgte noch einmal für Spannung im Spiel. Letztendlich sorgte aber KEV-Neuzugang Besse mit dem „Empty-Net-Goal“ 30 Sekunden vor dem Ende für den unter dem Strich verdienten Krefelder Sieg.

Torabschluss bleibt ein großes Problem

„Ich glaube das größte Problem ist einfach, dass wir keine Tore schießen“, brachte es Torschütze Neal Samanski nach dem Spiel auf den Punkt. In nun vier Ligaspielen haben die Roosters bislang sieben Tore geschossen, was zugleich die geringste Trefferquote in der Liga ist. Mit jeweils nur einem Tor in den Spielen gegen Schwenningen und Krefeld wurde der Wert am Wochenende so richtig in den Keller gedrückt.

Natürlich ist das alles nach nur vier Spieltagen noch ohne besondere Aussagekraft, aber ein gewisser Trend ist durchaus erkennbar. Tore erzielen, Powerplay und Penaltykilling bleiben aktuell die „Großbaustellen“ für das ehrgeizige Trainerteam Jason O´Leary, Jim Midgley und Anders Palm.

Das spiegelt sich auch in der Statistik wieder: Mit nur 6,25 % Powerplay-Quote hinken die Roosters der Konkurrenz momentan deutlich hinterher. In Unterzahl (46,15%) sieht es ähnlich mies aus.
„Wir haben unsere Chancen gehabt und sie trotzdem nicht genutzt. Das ist ein Problem im Moment für uns“, so Jason O´Leary nach dem Spiel in Krefeld. Verteidiger Dieter Orendorz erklärte bei Magenta: „Ich denke wir haben das Spiel in Unterzahl verloren. Wir waren nur fünf Verteidiger, aber das darf keine Ausrede sein.“

„Junge Wilde“ bereiten Freude

Schwarzmalerei ist deshalb am Seilersee aber trotzdem nicht angesagt. Es gibt auch viel Positives. Im Spiel 5 gegen5 sind die Roosters konkurrenzfähig. Neal Samanskis erster DEL Treffer steht ein kleines Stück bezeichnend für die Auftritte der „jungen Wilden“, wie eben Samanski, Fleischer, Buschmann, Lautenschlager und Schmitz. Sie erhalten vom Trainerteam viel Vertrauen und Eiszeit, zum Teil auch in den Special-Teams. Tobias Schmitz (22) feierte in Krefeld seine DEL-Feuertaufe mit Bravour. Nach den ersten noch etwas unsicheren Wechseln wurde er immer stabiler und legte ein insgesamt sehr ordentliches Debüt hin.

In den sozialen Medien kann man aktuell sehr gut nachverfolgen, dass viele Fans den „neuen Weg“ mit vielen jungen, entwicklungsfähigen Spielern mitgehen wollen, aber auch durchaus Zweifel an der Qualität des Kaders haben.

Geduld und nochmals Geduld ist also an allen „Fronten“ erforderlich. Jeder, vor allem in der Anfangsphase gewonnene Punkt, bringt dem Team weiteres Selbstvertrauen und mindert die Zweifel in der Anhängerschaft. „Wir bleiben bescheiden“, hatte Manager Christian Hommel schon nach dem Spiel in Köln gesagt. Wohl wissend, dass der Entwicklungsprozess des neuen jungen Teams kein Sprint, sondern ein Marathon ist.

Nach einem freien Tag Tag am Montag nimmt die Mannschaft am heutigen Dienstag die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben am Freitag in Bremerhaven und nächsten Sonntag auf eigenem Eis gegen Düsseldorf wieder auf.

„Wir schauen von Tag zu Tag“, hofft Jason O´Leary auf die Rückkehr des einen oder anderen angeschlagenen Spielers. Das wäre auch wichtig, um in der Trainingsarbeit mit dem möglichst nahezu kompletten Kader an den Defiziten zu arbeiten.

Stimmen zum Spiel in Krefeld

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