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Halle. (MB) Auch der Tabellenfünfte der Oberliga Ost, die Jonsdorfer Falken, konnten nichts gegen die dominierende Mannschaft der Liga ausrichten. Trotz einer streckenweise schwachen...

Logo des MEC Saale Bulls HalleHalle. (MB) Auch der Tabellenfünfte der Oberliga Ost, die Jonsdorfer Falken, konnten nichts gegen die dominierende Mannschaft der Liga ausrichten. Trotz einer streckenweise schwachen Vorstellung der Gastgeber, setzte sich am Ende klar die spielerische Klasse vor knapp 1.000 Zuschauern durch. Die Gäste verpassten insbesonders in den ersten 30 Minuten aus ihrem chancentechnischen Übergewicht etwas Zählbares zu holen. Dabei musste der Spitzenreiter mit Dustin Haloschan (Gürtelrose), Benjamin Thiede (Bauchmuskelzerrung) und Daniel Sevo (grippaler Infekt) auch auf 3 Stammkräfte verzichten!

Zu Beginn des Spiels nahm der Tabellenführer, wie es sich gehört, das Heft in die Hand. Jonsdorf reagierte nur. Schon nach rund 30 Sekunden musste Robert Wolfermann seine Klasse darbieten, um gegen den Schuss von Slanina im Hechten zu halten. Die Bulls drängten weiterhin auf die Führung und bekamen diese auch. Eric Wunderlich erzielte das erste Tor im Jahr 2013 für den MEC. Zwar netzte er auch toll herausgespielt aus spitzem Winkel ein, aber das haarsträubende zuschauen der Verteidiger aus dem Zittauer Gebirge half da kräftig mit. Dieses frühe Tor nahm aber unerklärlicherweise den Bulls den Wind aus den Segeln. Die Gäste spielten nun auf Augenhöhe mit und hatten sogar lange Zeit die besseren Möglichkeiten. Lediglich das Unvermögen von manch Falken bzw. der stark parierende Johnson bewahrten Halle vor dem Ausgleich. Dazu zogen die Bulls leichtsinnig manch Strafe und gaben Jonsdorf somit die Chance im Powerplay vielleicht etwas zu holen. Aber auch das war nicht vom Erfolg gekrönt. Mit fortgeschrittener Zeit durfte der EHC mehrmals in die Kühlbox. Aber anstatt die Gastgeber erhöhten, bekamen sie für diese bis dahin unmotivierte Darbietung die Quittung. Matthias Kohl passte Dominik Patocka perfekt in den Lauf und dieser traf zum völlig verdienten Ausgleich in Unterzahl. Mit diesem mehr als gerechten Ergebnis ging es in die erste Pause.

Auch im zweiten Drittel war lange keine Besserung in Sicht auf Seiten der Gastgeber. Nur Alexander Zille machte mit zwei Strafzeiten auf sich aufmerksam, ansonsten kann man nicht viel erwähnenswertes zum halleschen Spiel sagen. Die Gäste dagegen vermochten immer noch keinen Nutzen daraus zu ziehen und vergaben gute Chancen. Die Beste vergab Tomas Hruby, der in Überzahl nicht angegriffen wurde, und in aller Ruhe den Puck an die Querlatte setzte. Nach 30 Minuten stand es immer noch vollkommen zu Recht 1:1 und dabei war der Gast von der tschechischen Grenze kein Deut schlechter. Doch dann zog der Gastgeber und Favorit das Tempo endlich an, setzte die Gäste unter Druck und machte die Tore. Entscheidend war die Situation vor dem 2:1. Statt sich zu befreien versuchten es die Falken spielerisch, der Puck kam zu Martin Miklik und dieser konnte nur noch mit einem unerlaubten Einsatz gestoppt werden. Den fälligen Penalty verwandelte er eiskalt durch die Mitte. Nun war Jonsdorf völlig von der Rolle. Robert Wolfermann, der trotz der am Ende 7 Gegentore in seiner alten Heimat einen guten Eindruck hinterließ, wurde teilweise sträflich allein gelassen. Gegen die Tore von Bigam (Überzahl), Sochan und Kolozvary (Überzahl) war er machtlos. Die Saale Bulls konnten damit in handgestoppten 5 starken Minuten aus einem 1:1 ein 5:1 machen. Zum Glück hieß es dann erst einmal Pause für die Jungs aus dem Zittauer Gebirge.

Troy Bigam war der Mann des Abends - (C) by Ralf John

Troy Bigam war der Mann des Abends – (C) by Ralf John

Die Messe schien gelesen, die Bulls waren uneinholbar vorn, doch der Schlendrian kam zurück. Christian Rösler konnte endlich aus der Sicht der Gäste, eine Überzahl-Situation verwerten, als er einen Nachschuss versenkte. Soweit so gut, doch noch nicht mal 2 Minuten danach witterte der Gast Morgenluft. Benjamin Reichardt konnte auf 5:3 verkürzen, da die Bulls zu sorglos in der Defensive agierten. Das Duell war nun wieder ausgeglichen. Die Saale Bulls wurden wieder konzentrierter und ließen wenige weitere Chancen zu und brachten Gäste-Goalie Wolfermann ins Schwitzen. Ein Spiel 4 gegen 4, welches bekanntlich dem technisch versierterem Team zu Gute kommt, wurde den Falken endgültig zum Verhängnis. Troy Bigam hielt lange die Scheibe hinter dem Tor bei sich und wartete geduldig auf den richtigen Moment. Dieser kam auch, Wolfermann war kurz irritiert als Sochan schon gekonnt verwandelte. Ein Tor zum Zunge schnalzen. Die Gegenwehr war nun gebrochen. Kurz darauf schraubte Ervin Masek das Ergebnis auf 7:3 hoch. Weitere Treffer waren im Bereich des Möglichen, doch Halle ließ es wieder ruhiger angehen. Am Ende stand ein ungefährdetes 7:3 für Halle an der Anzeigetafel, welches man nach rund 30 Minuten nicht erwartet konnte.

Die Saale Bulls holten damit den 13. Liga-Sieg in Folge. 9 Spiele vor Schluss braucht der unangefochtene Spitzenreiter nur noch 3 Siege nach 60 Minuten, um das Ziel Meisterschaft eindrucksvoll zu erreichen. Bereits am kommenden Wochenende kann man das erste Saisonziel „Nord-Ost-Pokalsieg“ erringen. Dabei müssen sich die Bulls in zwei Duellen gegen Erfurt oder Leipzig, was sich am kommenden Mittwoch im Fernduell entscheidet, am 11.01. und 13.01. beweisen. Wahrscheinlich wird am 13.01. schon der erste zu erwartende Erfolg in der Volksbank Arena gefeiert. Am Sonntag haben die Bulls spielfrei, während Jonsdorf im Verfolger-Duell gegen Erfurt um die letzte Chance in Richtung zweiten Platz kämpft. Diesen haben seit heute Abend, für zumindest 24 Stunden, die Akademiker von F.A.S.S. Berlin den IceFighters aus Leipzig entrissen!

Saale Bulls Halle – EHC Jonsdorfer Falken 7:3 (1:1 / 4:0 / 2:2)

Tore: 1:0 (01:29) Wunderlich (Lupzig, Masek), 1:1 (18:12) Patocka (Kohl, Wong, UZ1), 2:1 (34:03) Miklik (PS), 3:1 (34:44) Bigam (Slanina, Kolozvary, PP1), 4:1 (36:45) Sochan (Kolozvary, Slanina), 5:1 (39:01) Kolozvary (Slanina, Schmitz, PP1), 5:2 (42:19) Rösler (Wong, Schümann, PP1), 5:3 (44:31) Reichardt (Rösler, Schümann), 6:3 (52:49) Sochan (Bigam, Schmitz), 7:3 (53:23) Masek (Bigam, Katzer)

Strafen: Saale Bulls Halle: 16 Minuten, EHC Jonsdorfer Falken: 18 Minuten

Schiedsrichter:Torsten Schulz (HS), Martin Böhm, Alexander Mänicke

Zuschauer: 971

Aufstellungen:

Saale Bulls Halle: Sochan Robin, Wunderlich Eric, Masek Ervin, Johnson James, Miklik Martin, Katzer Tim, Lupzig Daniel, Lemmer Arthur, Kolozvary Ivan, Pschibert Enrico, Zille Alexander, Bigam Troy, Köllner Christian, Slanina Robin, Veltwisch Max, Schön Michal, Schmitz Kai, Ehrhardt Enrico

EHC Jonsdorfer Falken: Wong Nicolas, Kohl Matthias, Förster Paul, Hähnel Mario, Tiihonen Heikki, Brezina Tom, Kröber Pascal, Weise Fabian, Wolfermann Robert, Rösler Christian, Schümann Felix, Kohls Pieter, Patocka Dominik, Sekera Martin, Reichardt Benjamin, Hruby Tomas, Arkuszewski Kai Alexander, Handrick Robert

 

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