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Viertelfinale: Die Überraschung für den DEB bleibt aus – Kanada, Russland, Schweden und Finnland eine Runde weiter
Viel Arbeit für das DEB-Team gegen Kanada - © by EH-Mag. (DR)

Viel Arbeit für das DEB-Team gegen Kanada – © by EH-Mag. (DR)

Köln. (MR) In der Runde der besten acht bekam Deutschland es mit Titelverteidiger Kanada zu tun – man konnte gute 20 Minuten mithalten, musste sich aber am Ende dem Weltmeister der vergangenen beiden Jahre 1:2 geschlagen geben.

Im Startabschnitt bot das Team von Marco Sturm den Kanadiern über weite Strecken gut Paroli, bis Patrick Reimer auf die Strafbank musste. Das wussten die Nordamerikaner gut auszunutzen, und anschließend ging kurzfristig nichts mehr für die Gastgeber der WM – zum Glück war dann bald Pause. Im zweiten Durchgang spielte der Serienweltmeister seine ganze Klasse aus und das DEB-Team schier an die Wand – 20:1 Schüsse allein im Mittelabschnitt sprachen hier eine deutliche Sprache, selbst in eigener Überzahl hatte Deutschlands Schlussmann Philipp Grubauer keine Sekunde zum Verschnaufen. Mit seinen Paraden aber hielt er sein Team weiter im Spiel, sodass man nur mit 2 Toren hinten lag, als nochmals die Seiten gewechselt wurden. Und auf einmal spielte Deutschland wieder mit und kam auch vor das gegnerische Tor. In eigener Unterzahl – man hatte es kurzzeitig mit 6 Spielern versucht – schickte Ehrhoff eine weite Befreiung auf Yannic Seidenberg, der vor seinem Verteidiger im Angriffsdrittel war und mit schönem Move Kanadas Goalie Calvin Pickard verlud. Anschluss Deutschland und noch gute 6 Minuten auf der Uhr. Die Halle stand Kopf, doch es sollte nicht mehr reichen, auch wenn Grubauer weitere Glanzparaden ablieferte, am Ende auf 48 von 50 gehaltene Torschüsse kam und damit bester Mann des Spiels war. Zwar wurde das Team mit viel Applaus verabschiedet, die meisten Spieler aber gingen mit hängenden Köpfen in die Kabine, obwohl man sich für ein 1:2 gegen Kanada wirklich nicht schämen muss!

So zeigte sich Bundestrainer Marco Sturm auch durchaus nicht unzufrieden; er sei stolz auf seine Jungs, die sich von Spiel zu Spiel gesteigert haben und in den letzten beiden Matches die beste Leistung gezeigt haben. Kanada war halt der erwartet schwere Gegner und einfach besser. Sein Kollege Jon Cooper vom Team Kanada lobte vor allem die Stimmung in der Halle und die fairen Fans, die sich respektvoll zu allen Spielern verhalten haben.

Im ersten Viertelfinale hatte nachmittags bereits Finnland die USA mit 2:0 besiegt. Es war das erwartet tonarme Spiel, und über weite Strecken neutralisierten sich beide Teams. Der Führungstreffer für die Finnen fiel zu Beginn des Mitteldrittels in Überzahl, als Mikko Rantanen eng am Torkreis einen Rebound im zweiten Versuch am US-Goalie vorbei brachte. Mitten in die Druckphase der Amerikaner im Schlussabschnitt befreiten die Finnen, konnten durch einen Hinfaller des US Verteidigers ein schönes 2 auf 1 aufziehen und in Gemütsruhe vor dem Tor vollstrecken. Es spielten zwar weiterhin fast nur die Nordamerikaner, doch die Uhr lief gegen sie. Es blieb trotz Überzahl und leerem Tor bei der 0:2 Niederlage, und Team USA fährt wie im Vorjahr erneut ohne Medaille nach Hause.

Die Ergebnisse aus Paris: Russland schlägt Tschechien 3:0 und die Schweiz unterliegt Schweden 1:3. Damit lauten die Halbfinalpaarungen für Samstag: Finnland – Schweden und Kanada – Russland.

Stimmen und Fotostrecke zum Spiel


Michaela-Ross

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