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Duisburg. (MR) Zumindest lachte die Sonne am Freitag über Leipzig, als die IceFighters mit einem 6:4 über die Füchse... Über Leipzig lachte die Sonne, über Duisburg – nicht
Füchse straucheln gegen IceFighters - © by EH-Mag. (DR)

Füchse straucheln gegen IceFighters – © by EH-Mag. (DR)

Duisburg. (MR) Zumindest lachte die Sonne am Freitag über Leipzig, als die IceFighters mit einem 6:4 über die Füchse ihren Einzug in die Verzahnung mit dem Süden perfekt machten. Der Fuchs ist damit bereits in der ersten Runde gescheitert. Und während die IceFighters am morgigen Dienstag die Reise nach Regensburg antreten zum Playoff-Viertelfinale, können die Füchse die Reisebüros stürmen und den Urlaub buchen…

Das war es dann mit den Aufstiegsambitionen des Vorrunden-Meisters und selbsternannten Aufstiegsaspiranten in die DEL2! Nach zwei peinlichen 0:1 Niederlagen zum Auftakt der Playoffs gegen den Tabellenachten-Nord IceFighters Leipzig folgte nun im vierten Spiel eine weitere Niederlage, und der Fuchs ist raus, hat Sommerpause.

Ein Tor kassiert und doch das Spiel verloren? Das kann ja mal passieren. Wenn man aber in den Playoffs in zwei aufeinander folgenden Spielen das Kunststück fertigbringt, keinen eigenen Treffer zu erzielen, braucht man sich nicht zu wundern, dass man gleich mit dem Rücken zur Wand steht. Oder auch am Abgrund (und heute sind wir einen Schritt weiter…). Da ist wieder einmal die schlechte Chancenauswertung im Team der Füchse zu bemängeln, die bereits die gesamte Saison über – trotz der erzielten 267 Treffer – zu sehen war. So etwas darf man sich in den Playoffs einfach nicht leisten, vor allem wenn der Gegner den Topscorer der gesamten Liga in seinen Reihen hat. Hinzu kam, dass Sebastian Staudt in Reihen der Sachsen letztlich die bessere Fangquote aufweisen konnte als sein Namensvetter auf der Gehaltsliste der Ruhrstädter.

Was sind die Gründe für das frühe Aus? Nun – fünf (5!) Trainer innerhalb von zwei Spielzeiten, da hat man doch vielleicht etwas falsch gemacht? Rauswurf von zwei Spielern, die nicht die schlechtesten waren, nur weil sie nebenbei Skaterhockey spielten? Beides dient nicht wirklich der Ruhe im Team! Hatte man in den vorherigen drei Versuchen teils auch mit einer Portion Pech zu kämpfen (im „Endspiel“ gegen Kassel fehlten 2014 letztlich nur Sekunden zum noch notwendigen Punkt), nannte man in der vergangenen Saison die fehlende Erfahrung im jungen Team als Grund. In dieser Saison verzichtete man auf die bisher große Menge an Förderlizenzspielern aus dem Nachwuchs, der durchschlagende Erfolg blieb jedoch aus, auch weil man zu sehr von der Paradereihe Huebscher – Grözinger – Joly abhängig war.

Dass sich manch einer aus der KENSTON-Gruppe (Füchse-Eigner) vor allem im Revier unsterblich weil unbeliebt gemacht hat, hilft dem Verein für die kommende Saison auch im neuen Landesverband sicher nicht wirklich weiter, wie auch das nach außen recht arrogant scheinende Motto der bereits abgelaufenen Saison „Härter. Schneller. Duisburg. Mission Aufstieg“. Die Mission zumindest ist definitiv gescheitert – ziemlich früh!

Bis Ostersamstag bleibt Zeit, die Wunden zu lecken und Erklärungsversuche zu finden, denn auf der dann stattfindenden Saisonabschlussfeier wird sicher manche vielleicht auch unbequeme Frage gestellt.

Michaela-Ross

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