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Thomas Schmitz nicht mehr Trainer der Dortmunder Eisadler
Eisadler

Die Eisadler in Dinslaken – ↕4 by Sport-meets-Photographie.de

Dortmund. Es war ein echter Paukenschlag für die Fans. Thomas Schmitz ist nicht weiter der Trainer der Eisadler aus Dortmund in der kommenden Landesliga Saison.

 

Es bleiben nun in der Sommerpause einige Wochen Zeit, dann wird ein neuer Coach präsentiert werden müssen. In Dortmund soll anspruchsvolles Eishockey gespielt werden und zu einer entsprechenden Mannschaft gehört dann auch ein erfahrener Mann hinter der Bande. Fans und Spieler reagierten mit Überraschung auf die plötzliche Trennung, die von Vereinsseite damit begründet wurde, dass keine Einigung auf einen neuen Vertrag erreicht werden konnte. Schmitz selbst äußerte sich aber bereits anderslautend. Er sprach von einer einseitigen Vereinsentscheidung, die er „aus der Zeitung“ erfahren hätte.

Ohne Trainer, aber mit großer Erwartungshaltung – Die Eisadler 2017/18

In Dortmund denkt der Eishockeyfan mittelfristig an ein Spielen in der Oberliga, was für die Dortmunder Eishockeyszene Wunschdenken und Abenteuer zugleich wäre. Aktuell scheine aber die Probleme eher in die andere Richtung zu weisen. Die Trennung von Thomas Schmitz wirft den Klub in seiner Kontinuität zunächst einmal zurück. Die Trainersuche soll nun auf vollen Touren laufen, nachdem sie in den letzten Wochen und Monaten eher verschleppt wurde. Ist der neue Mann für die Bande gefunden, sollen die Spieler informiert werden und dann ausgelotet werden, mit welchem Kader der Verein in die Landesliga Saison gehen kann. Nach dem Abstieg will die Mannschaft dort eigentlich nicht lange versauern, sondern ein erneuter Aufstieg ist in der Westfalen-Metropole angestrebt. Dazu muss der Verein sich aber neu finden. Es ist also längst nicht alles spitze an der Strobelallee.

Schmitz will weiter Eishockey trainieren

Thomas Schmitz selbst hat sich über den Verein offenbar geärgert. Dies hat in letzter Konsequenz nun zu diesem Schritt geführt. Der Eishockeylehrer wird nun seine neuen Möglichkeiten sondieren und sicherlich wieder bei einem Verein anheuern. Da aber auch im privaten Umfeld berufliche Veränderungen für ihn ins Haus stehen, kann es durchaus einen Moment dauern, ehe Schmitz wieder aktiv und lautstark an der Bande zu sehen sein wird. Spannend wird die Frage diskutiert werden, ob er im Nahbereich NRW weiter wirken möchte, oder vielleicht sein Weg in eine völlig andere Region gehen wird.

Als Traditionsklub in den Tiefen des deutschen Eishockeys angekommen

Das Dortmunder Selbstverständnis hat Schmitz im Endeffekt den Abstieg vielleicht nicht verzeihen können. Der Verein, der sich in seiner Geschichte mehrfach neu erfinden musste und schon namhafte Akteure aufs Eis laufen ließ, fühlt sich in einer Landesliga unwohl. Mit Herberts Vasiljevs lief für Dortmund schon ein Spieler auf, der Scorerkönig in der DEL werden konnte und 51 Spiele für die Atlanta Thrashers in der NHL absolvierte. Auch die beiden Kanadier Al Conroy und Dan Bourbonnais spielten in Dortmund und der NHL. Über 400 Spiele in der DEL konnte Martin Franz absolvieren, ehe der deutsche Nationalspieler auch noch in seine Heimat nach Dortmund kam um als Assistenz-Kapitän der Mannschaft Impulse geben zu können. Es wird nun einen Kraftakt geben müssen, damit die Dortmunder aus der Grube wieder herauskommen. Selbst hineinmanövriert hat sich der Verein und Thomas Schmitz war sicherlich auch ein Teil davon.

Redaktion

  • Mattes Eiger Pfa

    21. Juni 2017 #1 Author

    In Dortmund kennen wir Christian Franz.
    Martin Franz ist uns unbekannt!

    Was die sportlichen Ambitionen angeht, fehlt es am nötigen Kleingeld. In dieser Stadt bekommt man eher Sponsoren für einen Kreisliga C Verein im Fußball als für Eishockey oder eine andere Sportart!

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  • Herr Kunft

    6. Juli 2017 #2 Author

    Na ja, bei anderen Vereinen fehlt es auch am nötigen Kleingeld und Vereine wie Soest und Neuss haben in meinen Augen keine besseren Voraussetzungen gehabt und trotzdem eine bessere Platzierung erzielt. Unrealistische Erwartungen schüren und der falsche Umgang mit Problemfans waren Fehler, die sich der Vorstand ankreiden lassen muss (bei dem ich mich aber ausdrücklich für das Engagement der letzten Jahre bedanke, sonst wäre Eishockey in Dortmund schon längst tot!!). Mir fehlt zur Zeit der Glaube, dass es die nächsten Jahre besser wird. Aber aufgeben ist keine Alternative. Vamos!!

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