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Rosenheim. (PM) Die Starbulls Rosenheim haben das erste Heimspiel im Playoff-Viertelfinale der DEL 2 gegen die Bietigheim Steelers mit 6:2 gewonnen. 3.223 Zuschauer im... Starbulls überrennen Bietigheim in Spiel zwei
Timo Herden - © by Eishockey-Magazin (SR)

Timo Herden – © by Eishockey-Magazin (SR)

Rosenheim. (PM) Die Starbulls Rosenheim haben das erste Heimspiel im Playoff-Viertelfinale der DEL 2 gegen die Bietigheim Steelers mit 6:2 gewonnen. 3.223 Zuschauer im emilo-Stadion waren begeistert, in welcher Art und Weise die Mannschaft von Franz Steer nach einem verschlafenen ersten Drittel das Spiel an sich riss und verdient den 1:1-Ausgleich in der „Best-of-Seven-Serie“ herstellte.

Die Gäste aus Bietigheim, bei denen diesmal an Stelle des verletzten David Wrigley der Ex-Rosenheimer Shwan Weller zum Zuge kam, begannen sehr fokussiert. Die Starbulls verschliefen dagegen die Anfangsphase total. Nach einer frühen Strafzeit gegen den ungeschickt agierenden Max Renner brauchten die Steelers keine halbe Minute, um in Überzahl den Führungstreffer zu erzielen. Es war der Deutsch-Kanadier Marcus Sommerfeld, der die Scheibe im linken Bullykreis direkt nahm und ins Tor hämmerte (2.). Keine 20 Sekunden zog Starbulls-Verteidiger Christoph Gottwald die unfaire Notbremse gegen Robin Just, doch den fälligen Strafschuss parierte Rosenheims Torwart Timo Herden ohne Probleme.Die Steelers blieben das dominierende Team, agierten auch körperlich mit vollem Einsatz, doch die Starbulls hielten von Minute zu Minute erfolgreicher dagegen. Ab der 15. Spielminute nahm die Partie endlich Playoff-Charakter an. Tyler McNeely verfehlte das Tor mit einem satten Schuss nur knapp, und als Fabian Zick Sekunden später abzog, hatte Gästekeeper Sinisa Martinovic Glück, dass die von ihm abgelenkte Scheibe knapp über die Querstange des Bietigheimer Tores trudelte. Im Gegenzug scheiterte Frederik Cabana ebenso an Timo Herden wie eine knappe Minute später Shawn Weller, der mutterseelenalleine auf den Rosenheimer Torwart zufuhr (16.). Auf der anderen Seite hatten Zick und MacLeod den Ausgleich auf dem Schläger, doch Martinovic zeigte ebenso wie zuvor Herden zwei herausragende Paraden, so dass es bei der knappen Gästeführung zur ersten Pause blieb.

Im zweiten Drittel brannten die Starbulls ein wahres Eishockeyfeuerwerk ab, mit dem man trotz der Ende des ersten Drittels zunehmenden Präsenz der Rosenheimer Akteure nicht unbedingt rechnen konnte. Doch die Kabinenpredigt von Franz Steer schien sich gewaschen zu haben. Zunächst vergab der von der Strafbank kommende C.J. Stretch völlig frei auf Torwart Martinovic zufahrend noch den Ausgleich (21.), doch in der 25. Spielminute zappelte die Scheibe erstmals im Netz des Gästetores. Die Starbulls fuhren einen ihrer jetzt zahlreichen zielstrebigen Angriffe, David Vallorani zog ab, Martinovic konnte die Scheibe nicht festhalten, Stefan Loibl setzte nach und Tyler McNeely staubte aus spitzem Winkel zum 1:1 ab (25.). Eine Minute später sah der Gästekeeper dann aber richtig schlecht aus, als er eine von C.J.Stretch vom linken Bullypunkt frech, aber eher aus der Verlegenheit auf das Tor gebrachte Scheibe passieren ließ (26.). Die Starbulls spielten nun fast wie im Rausch, selbst die vierte Reihe schnürte die Gäste in deren Zone ein. Martinovic konnte gegen Mondo Hilger noch retten, doch Leopold Tausch schnippelte die Scheibe am Pfosten lauernd raffiniert per Rückhand ins offene kurze Eck (27.). MacLoed, Loibl und Zick ließen weitere gute Chancen für die Grün-Weißen aus, Starbulls-Torwart Herden musste dagegen lediglich bei einem Schlagschuss von Schoofs einmal entscheidend eingreifen.

Als die Starbulls schließlich gegen sich zunehmend nur noch durch unfaire Aktionen zu helfen wissende Steelers mit zwei Feldspielern mehr agieren konnten, hämmerte Wade MacLeod die Scheibe aus der Halbdistanz zum 4:1 in die Maschen (36.). Bietigheim konnte in der 38. Minute noch einmal auf 4:2 verkürzen; Sommerfeld war in Überzahl analog zu seinem Führungstreffer mit einem satten Schuss aus dem linken Bullykreis erfolgreich. Doch die Starbulls nutzten ihrerseits eine Überzahlsituation mit Anbruch der 40. Spielminute erfolgreich aus und stellten auf 5:2. David Vallorani ließ hinter dem Tor für McNeely liegen, eilte in den Slot, erhielt die Scheibe zurück und hatte keine Mühe, sie ins Netz zu heben.

Im letzten Spielabschnitt hatten ebenfalls in unmittelbarer Folge wieder beide Teams die Möglichkeit eines Überzahlspiels. Allerdings kamen dabei nur die Starbulls zu einer nennenswerten Torchance, als Stretch die Scheibe in halblinker Position direkt nahm und Gästetorwart Andreas Mechel per Reflex mit dem Schoner rettete. Mechel löste mit Beginn des letzten Drittels Martinovic zwischen den Holmen des Bietigheimer Tores ab – und war verantwortlich für den letzten kuriosen Höhepunkt des Spiels. Rosenheims Verteidiger Beppo Frank beförderte die Scheibe aus dem eigenen Drittel, um den Starbulls Luft zu verschaffen, und das sich schon ziemlich verlangsamende Spielgerät sprang dem unbedrängten Gästetorwart über die Schlägerschaufel zum 6:2-Endstand ins Netz (48.). In der Schlussphase hatten beide Teams noch einige Möglichkeiten zu weiteren Treffern, doch im Abschluss fehlte oft die letzte Konsequenz. Bitter aus Sicht der Starbulls war, dass sich Tyler McNeely bei einem Zweikampf in der 51. Spielminute abseits des Spielgeschehens offensichtlich verletzte und in die Kabine musste.

Das dritte Spiel der Playoff-Viertelfinalserie zwischen den Bietigheim Steelers und den Starbulls Rosenheim findet bereits am Dienstag statt, dann wieder in Bietigheim. Spielbeginn in der EgeTransArena ist um 19:30 Uhr. Das Spiel wird live und kommentiert im Internet übertragen, die Buchung ist zum Preis von 5,50 Euro über das Portal sprade.tv möglich. Radio Charivari überträgt das Spiel ebenfalls live, der Ticker von rosenheim24.de informiert topaktuell über alle wichtigen Ereignisse vom Spiel.

Redaktion