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Rosenheim. (PM) Zum vorletzten Heimspiel der DEL2-Hauptrunde empfangen die Starbulls Rosenheim am Freitag um 19:30 Uhr die Löwen Frankfurt zum Heimspiel. Dabei trifft das Team... Starbulls: Ohne Fischhaber, aber mit vier Reihen
Simon Fischhaber - © by A. Chuc

Simon Fischhaber – © by A. Chuc

Rosenheim. (PM) Zum vorletzten Heimspiel der DEL2-Hauptrunde empfangen die Starbulls Rosenheim am Freitag um 19:30 Uhr die Löwen Frankfurt zum Heimspiel. Dabei trifft das Team mit den meisten in Überzahl erzielten Toren auf die Mannschaft mit der besten Überzahl-Erfolgsquote. Am Sonntag treten die Rosenheimer Eishockeyspieler dann um 18:30 Uhr bei den Wölfen im Freiburg an. Alle drei bisherigen Saisonvergleiche gegen den Aufsteiger aus dem Breisgau gewannen die Grün-Weißen glatt. Nachdem mit Mittelstürmer Simon Fischhaber ein wichtiger Spieler nicht mehr zur Verfügung steht, könnte es in der Reihenzusammenstellung der Starbulls eine Überraschung geben.

Die Diagnose war ein Schock: Simon Fischhaber hat sich im Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Bietigheim die Kniescheibe gebrochen, als er von einem Schlagschuss getroffen wurde. Der Starbulls-Stürmer wurde bereits operiert und fällt mindestens sechs Wochen aus. Damit fehlt nun neben Christian Neuert nicht nur ein weiterer wichtiger deutscher Stürmer, sondern auch ein Center. „Trotz des bitteren Ausfalls von Simon Fischhaber wollen wir gegen Frankfurt und in Freiburg mit vier Sturmreihen agieren“, sagt Starbulls-Trainer Franz Steer, der an der Reihenzusammenstellung aber noch tüftelt – und dabei eine Überraschung nicht ausschließt. Denn daraus, dass die vierte Offensivreihe zuletzt nicht so funktionierte, wie er sich das vorstellt, macht der Rosenheimer Coach keinen Hehl. Im Training unter der Woche wurde jedenfalls schon fleißig probiert.

Neben Neuert und Fischhaber wird auch Gustav Veisert am Wochenende fehlen. Der Verteidiger leidet noch immer an den Folgen seiner Gehirnerschütterung aus dem Heimspiel gegen Freiburg am 17. Januar und verpasst deshalb nun bereits das zehnte und elfte Ligaspiel. Förderlizenzspieler Stefan Loibl kann dagegen aller Voraussicht nach auch an diesem Wochenende für die Starbulls auflaufen. Wer das Rosenheimer Tor am anstehenden 48. und 49. Spieltag hüten wird, entscheidet Trainer Franz Steer wie gewohnt erst kurzfristig.

Bei Freitagsgegner Frankfurt wird wohl Tyler Plante seine Premiere zwischen den Holmen in einem Spiel gegen Rosenheim geben. Der Kanadier, der auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde kurz vor Weihnachten für den verletzten Antti Ore nachverpflichtet. Für den finnischen Ausnahmekeeper, der bei den Rosenheimer Gastspielen Anfang Oktober (2:5) und Ende November (6:5 n.P.) in der Bankenmetropole das Tor hütete, ist die Saison wegen eines Kreuzbandschadens beendet. Beim Heimspiel der Starbulls gegen Frankfurt vor genau vier Wochen (3:4) stand Henning Schroth im Gästetor. Damals hatten die Löwen mit Verteidiger Matt Tomassoni und den Stürmern David Brine, Nick Mazzolini und Stephan Chaput das Ausländerkontingent mit vier Feldspielern ausgeschöpft. Der kanadische Stürmer Chaput, im November nachverpflichtet, wird diesmal aber das Rosenheimer Eis definitiv nicht betreten; er zog sich im letzten Spiel am Sonntag eine Knieverletzung zu.

Ansonsten können die Gäste aus Hessen aber mit „voller Kapelle“ antreten. Und die ist wesentlich hochkarätiger besetzt, als es der aktuell fünfte Tabellenplatz aussagt. Für viele Experten waren die Löwen vor Saisonbeginn der Topfavorit auf den Meistertitel. Und dass Tim Kehler kurz vor Weihnachten von seinen Aufgaben entbunden und durch Sportdirektor Rich Chernomaz als Dompteur an der Bande ersetzt wurde belegte, dass man in Frankfurt auch selbst höhere Ansprüche als den seinerzeit belegten Tabellenplatz vier hat. An dem sind die Löwen, nachdem sie im Januar schon aus den „Top Six“ herauszufallen drohten, nun wieder dran. Nur noch ein Punkt trennt die Frankfurter von dem Platz, der das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale gewährt und den derzeit die Ravensburg Towerstars belegen. Und dass das Chernomaz-Team gut drauf ist, bewies es am vergangenen Wochenende mit einem souveränen Auswärtssieg in Kaufbeuren (3:1) und einem deutlichen Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten aus Bremerhaven (4:1).

Eine besonderer Pikanterie erhält das Duell zwischen Rosenheim und Frankfurt am 48. Spieltag dadurch, dass mit den Starbulls die Mannschaft mit den ligaweit meisten bisher erzielten Toren in Überzahl (53) auf das mit einer Erfolgsquote von 23,7 Prozent relativ beste Überzahlteam der Liga trifft.

Am Sonntagabend sind die Starbulls im Rahmen des 49. Spieltags der DEL 2 in der altehrwürdigen Freiburger Franz-Siegel-Halle zu Gast. Beim ersten Auswärtsvergleich mit dem Aufsteiger aus dem Breisgau am 20. November feierten die Grün-Weißen beim 4:2-Sieg ihren ersten Saison-Dreier auf fremdem Eis. Auch in den beiden Heimspielen gegen den derzeitigen Tabellenvorletzten gab es glatte Rosenheimer Siege (4:0, 4:1). Dennoch erwartet die Starbulls in Freiburg eine schwere Aufgabe. Die Wölfe können wohl nahezu in Bestbesetzung auftreten und haben sich im Laufe der Saison stetig verbessert. Im letzten Heimspiel besiegten sie den Tabellendritten aus Kassel, dem sie im ersten Heimspiel noch mit 0:9 unterlagen, verdient mit 3:2. Nur drei Punkte trennt das Team von Trainer-Fuchs Leos Sulak von Platz 12, der das Heimrecht in der ersten Play-Down-Runde bedeuten würde. Lediglich ein weiterer Punkt fehlt auf Platz 11. Und dort wollen die Breisgauer unbedingt hin.

Wohin die tabellarische Reise der Starbulls Rosenheim dagegen noch führen kann ist fünf Spieltage vor Hauptrunden-Ultimo bei sieben Punkten (und vielen Toren) Rückstand auf Platz sechs sowie neun Punkten Vorsprung auf Platz neun schwer zu prognostizieren. Trainer Franz Steer sagt dazu: „Wir wollen beide Spiele am Wochenende gewinnen, zumal wir gegen Frankfurt nicht noch einmal so knapp, unnötig und unglücklich den Kürzeren ziehen wollen, wie vor vier Wochen. Und wenn wir das schaffen, dann haben wir definitiv auch vor den drei letzten Spieltagen noch eine Chance auf die direkte Playoff-Viertelfinal-Qualifikation.“

Vom Heimspiel der Starbulls Rosenheim gegen Frankfurt am Freitagabend um 19:30 Uhr wird wie gewohnt eine Livestream angeboten, der zum Preis von 5,50 Euro über das Portal sprade.tv gebucht werden kann. Vom Auswärtsspiel in Freiburg am Sonntag um 18:30 Uhr werden keine Livebilder angeboten. Topaktuelle Informationen gibt es im Liveticker von rosenheim24.de, Radio Charivari berichtet live in Ausschnitten.

Redaktion