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Rosenheim. (PM) Zwei klare Auswärtsniederlagen und ein phänomenaler Heimerfolg – das ist die Bilanz aus Sicht der Starbulls nach... Starbulls hoffen auf Tyler McNeely
Tyler McNeekly - © by EH-Mag. (RK)

Tyler McNeekly – © by EH-Mag. (RK)

Rosenheim. (PM) Zwei klare Auswärtsniederlagen und ein phänomenaler Heimerfolg – das ist die Bilanz aus Sicht der Starbulls nach drei absolvierten Partien der Playoff-Viertelfinalserie gegen Vorjahresmeister und Hauptrundenprimus Bietigheim in der DEL 2. Spiel vier geht nun am Freitag um 19:30 Uhr wieder im Rosenheimer emilo-Stadion über die Bühne. Es soll den Starbulls den erneuten Serien-Ausgleich und ein weiteres Heimspiel am kommenden Dienstag bescheren. Starbulls-Coach Franz Steer hofft, dass er dabei wieder auf Tyler McNeely zurückgreifen kann. Am Sonntag um 17 Uhr treten die Grün-Weißen zum fünften Spiel im Rahmen der „Best-of-Seven“-Serie erneut in der Bietigheimer EgeTransArena an.

Mit 1:5 verloren die Starbulls Rosenheim am vergangenen Dienstag auch das zweite Auswärtsspiel in Bietigheim deutlich. Und beinahe wären die Grün-Weißen nach dem 0:4 zum Viertelfinal-Auftakt zum zweiten Mal auswärts ohne Torerfolg geblieben. 105 Sekunden vor der Schlusssirene brach David Vallorani aber schließlich doch noch den Bann. Zuvor hatten die Starbulls in Bietigheim zahlreiche hochkarätige Torchancen liegen gelassen – die Mehrzahl davon allerdings erst, als die Partie beim Stand von 5:0 bereits entschieden war.

„Wir haben zu viele einfache Gegentore bekommen. Der zweite Bietigheimer Treffer war ein Eigentor, da sprang die Scheibe von Peter Lindlbauers Schlittschuh rein. Das Momentum war dann auf der Seite der Bietigheimer und dann gehen halt auch solche Scheiben irgendwie rein, die Timo Herden normaler Weise hält“, sagte Starbulls-Coach Franz Steer, der vor allem Chancen von Vallorani und Wade MacLeod nachtrauerte, die zu Beginn des zweiten Spielabschnitts den Anschlusstreffer auf dem Schläger hatten. Weil der aber nicht fiel, konnten die Steelers ähnlich wie die Starbulls im letzten Heimspiel mit drei Toren binnen kurzer Zeit Mitte des zweiten Spielabschnitts die Partie zu ihren Gunsten vorentscheiden – und sich im weiteren Spielverlauf durchaus Aufwand und damit Kräfte sparen. „Das ist einfach eine erfahrene und spielerisch starke Truppe, die clever und simpel agiert und sich damit viel Laufarbeit erspart“, so der Starbulls-Coach, der auf die Rückkehr von Tyler McNeely hofft. Der bisherige Topscorer der Starbulls in der Playoff-Phase musste wegen den Folgen des ungeahndeten Checks von Max Prommersberger im letzten Drittel des vergangenen Heimspiels beim dritten Spiel passen. „Tyler ist ein Spieler, den wir einfach nicht ersetzen können“ weiß Steer, der erst am Spieltag, möglicherweise erst wenige Stunden vor dem Spiel mit einer Entscheidung rechnet, ob McNeely spielen kann.

Ähnlich kurzfristig wird wohl auch die Entscheidung fallen, wer das Rosenheimer Tor im zweiten Heimspiel hütet. Timo Herden, der beim 6:2-Heimsieg am Sonntag noch brillierte, agierte in Bietigheim unglücklich. Lukas Steinhauer, der ihn ab Mitte des zweiten Spielabschnitts ablöste, blieb ohne Gegentor. Auch Gästecoach Kevin Gaudet wird sich seine Gedanken über die Torhüter-Position machen. Sinisa Martinovic war in den beiden Heimspielen der Steelers eine Bank. Aber Backup Andreas Mechel, der ihn am Sonntag nach fünf Gegentreffern auf Rosenheimer Eis ersetzte, hat die Starbulls gerade im emilo-Stadion schon mehrfach zur Verzweiflung gebracht. So auch beim Bietigheimer 6:3-Weihnachtssieg Ende Dezember, als die Steelers nur noch 13 Feldspieler zur Verfügung hatten.

Auch an diesem Freitag dürfte es die ein oder andere Lücke im Kader des Favoriten geben. Zwar ist Shawn Weller nach abgelaufener Sperre wieder dabei, doch neben David Wrigley wird wohl auch Stürmer Frederik Cabana fehlen. Er fiel am Dienstag ab Ende des ersten Drittels aus und ist offenbar sowohl am Kiefer, als auch am Knie lädiert. Die Qualität der Mannschaft von Kevin Gaudet ist freilich so hoch, dass sie auch solche Handicaps locker kompensieren kann. So waren es am Dienstag P.J. Fenton (zwei Tore, eine Vorlage), Matt McKnight (ein Tor, zwei Vorlagen) und Doppeltorschütze Adam Borzecki, die in die Bresche für die abgemeldeten „Torschützen vom Dienst“ wie Marcus Sommerfeld, Justin Kelly oder auch Verteidiger Dominic Auger sprangen. Justin Kelly wurde übrigens vergangene Woche von der DEL 2 zum besten Spieler der abgeschlossenen Hauptrunde gekürt.

Starbulls-Coach Franz Steer kann, abgesehen vom großen Fragezeichen hinter Tyler McNeely und außer den Langzeitverletzten Christian Neuert, Simon Fischhaber und Gustav Veisert, wohl auf seinen kompletten Playoff-Kader zurückgreifen. Je nach Spielverlauf will Steer wieder mit vier Sturmreihen agieren. Der Rosenheimer Trainer, der erneut ein sehr intensives Spiel erwartet, fordert von seiner Mannschaft einen ähnlich starken Auftritt wie beim letzten Heimspiel am Sonntag, diesmal aber schon von Beginn an: „Vor allem müssen wir die Torchancen nutzen, die wir bekommen, um so wie Bietigheim am Dienstag das Momentum auf unsere Seite zu holen. Und wir müssen Positionsfehler im eigenen Drittel vermeiden, vor allem auch in Unterzahl. Das war am Dienstag nicht gut.“ Am Mittwoch stand deshalb eine intensive Videoanalyse mit der Mannschaft auf dem Programm. Auch das auswärts im Gegensatz zum letzten Heimspiel so gar nicht funktionierende Überzahlspiel war dabei ein Thema. Und in diesem Bereich sieht Franz Steer durch das Drehen an einigen taktischen Stellschrauben durchaus einen Schlüssel – nicht nur für den zweiten Heimsieg zum erneuten Ausgleich der Serie am Freitag, sondern durchaus auch darüber hinaus.

Das Heimspiel der Starbulls am Freitag um 19:30 Uhr und das Auswärtsspiel am Sonntag um 17 Uhr in Bietigheim werden per Livestream via Internet übertragen. Die kommentierten Liveübertragungen sind zum Preis von je 5,50 Euro über das Portal sprade.tv buchbar.

Redaktion

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