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Zagreb. (VC) Wir hatten die Gelegenheit, Ex-DEL-Spieler Sasa Martinovic zu treffen, der in Deutschland geboren und aufgewachen ist. Er besitzt die...
Sasa Martinovic in Aktion - © by Eishockey-Magazin (VC)

Sasa Martinovic in Aktion – © by Eishockey-Magazin (VC)

Zagreb. (VC) Wir hatten die Gelegenheit, Ex-DEL-Spieler Sasa Martinovic zu treffen, der in Deutschland geboren und aufgewachen ist. Er besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft und konnte für Kroatien an der WM teilnehmen und gewann mit Team Kroatien in der Div. 1B in 2014 die Silbermedaille.

Seit 2011 spielt der gebürtige Füssener bei Medvescak Zagreb, die bei seinem Wechsel aus der DEL noch in der österreichischen EBEL vertreten waren und seit der letzten Saison in der KHL ihr Bestes geben.

Hi Sasa, was sind für Dich die Unterschiede in den verschiedenen Ligen DEL, EBEL und KHL?

Sasa Martinovic (S. M.): In der DEL und in der EBEL wird mehr nordamerikanisch gespielt, weniger technisch, mehr auf Körper und die Scheibe wird tief geschossen. In der KHL ist es stocktechnisch viel besser, die Qualität ist höher und die Spielzüge sind eine Klasse besser.

Ihr spielt mit nur sechs Verteidigern, warum?

S.-M.: Das machen wir immer. Das hängt damit zusammen, dass wir zwanzig Mann aufstellen können, davon vier Sturmreihen, sechs Verteidiger und zwei Torhüter. Also alles ganz normal bei uns.

Du bist in Deutschland geboren und aufgewachsen und spielst jetzt für das kroatische Nationalteam, aber man sagt, dass Du auch Angebote vom deutschen Nationalteam hattest. Stimmt das, und warum hast Du Dich für Kroatien entschieden?

S.-M.: Ich hatte mit 20/21 glaube ich sechs Länderspiele für Deutschland gemacht, und es war geplant, dass ich wieder antrete. Das hat sich allerdings irgendwie zerschlagen. Nun habe ich mich doch entschieden für Kroatien zu spielen, um dem Land zu helfen, da sie nicht ganz so stark sind in der Nationalmannschaft. Da ich jetzt auch schon das vierte Jahr hier bin war das auch eine Abmachung mit dem Verein.

Da Du das gerade auch erwähnst, wie gefällt es Dir denn eigentlich hier?

S.-M.: Es ist ein sehr schönes Land, eine schöne Stadt, ein toller Verein. Es macht mir sehr viel Spass, und hier hat sich sehr viel getan. Am Anfang in der EBEL und jetzt in der KHL. Man hat hier wirklich einiges geleistet, um es nicht nur der Stadt, sondern dem ganzen Land zu ermöglichen, dass überhaupt eine Mannschaft in der KHL spielt.

Du warst in der letzten Saison einer der besten Plusminus-Spieler, wie hast Du das geschafft?

S. M. (schmunzelnd): Ich spiele mit meinem Partner immer gegen die stärkste Reihe, eigentlich sollte ich im Minus sein. Aber es lief einfach gut letztes Jahr und somit war ich auch im Plus.

Macht das einen Unterschied für Dich, dass das Team hier jedes Jahr wechselt und Du immer wieder neue Kollegen hast?

S. M.:Ja, auf jeden Fall macht das einen Unterschied. Es ist immer schwierig. Dieses Jahr sind es an die zwanzig neue Spieler. Das ist natürlich eine Umstellung für jeden Spieler. Man muss sich kennenlernen, ein neuer Trainer und ein neues System, das macht es alles nicht so einfach, aber wir sind alle Profi genug, um es zu lernen. Jetzt müssen wir daran arbeiten und uns so schnell wie möglich da rauskämpfen.

Stichwort Herauskämpfen, letztes Jahr lief es super und warum jetzt nicht so gut?

S. M.: Auch letzte Saison hatten wir einen schlechten Start. In den ersten acht Spielen sieben Niederlagen. Dieses Jahr schaut’s genauso aus. Man muss einfach weiterhin hart arbeiten, kühles Köpfchen bewahren und versuchen, das Beste zu geben und dann kommt auch alles wieder zurück.

Nun zur letzten Frage, Dein Bruder ist Torhüter (Sinisa Martinovic, Anm. d. Red.). Bestanden für ihn auch Optionen, für das kroatische Nationalteam zu spielen?

S. M.: Er hat früher auch schon einige Weltmeiserschaften für Kroatien gespielt. Ich glaube er hat schon damit abgeschlossen. Er hat jetzt auch Familie und möchte mehr Zeit damit verbringen und hat sich nun auch mehr Freizeit genommen. Mit der Nationalmannschaft war es schon sehr stressig.

Redaktion

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