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Roosters verbessern weiter ihre Ausgangsposition
Mike York Copyright: Jan Brüggemann, Eishockey Magazin

Mike York
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Iserlohn. (MK) Am Ende hatte dieser Dienstagabend aus Sicht der Iserlohn Roosters viele positive Erkenntnisse gebracht. Nach dem 4:2 Sieg der Roosters gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg sah man in so manch erleichtertes Gesicht. Die Roosters haben ihre Ausgangsposition im Kampf um die Playoffs durch diesen Sieg im „Sechs-Punkte-Spiel“ weiter verbessert.

 
Mit den drei gewonnenen Punkten wurde zunächst einmal an erster Stelle ein direkter Verfolger auf aktuell sechs Punkte Abstand gehalten. Platz drei und 83 Punkte stehen im Moment auf der Habenseite der Roosters. Eine tolle Momentaufnahme, steht man doch nur einen Punkte hinter München und zwei Punkte hinter Spitzenreiter Berlin. Auch wenn das Schielen auf Platz eins in den letzten Wochen wenig Glück gebracht hat: Am Freitag könnten die Roosters mit einem weiteren „Dreier“ im Heimspiel gegen Berlin bei einer gleichzeitigen Niederlage der Münchner in Schwenningen auf den DEL Thron klettern. Diese Gedanken, so sie denn überhaupt in den Spielerköpfen sein sollten, wird Trainer Jari Pasanen schnell verscheuchen. Für ihn gilt weiterhin von Spiel zu Spiel zu schauen. Richten die Roosters den Blick auf das Verfolgerfeld, dann sind bei aller Theorie die Pre-Playoffs sicher erreicht. Und auch die Top-Sechs, die die direkte Playoff-Qualifikation bedeuten, sind so gut wie sicher. Bei 13 Punkten Vorsprung mag aber auch an der direkten Qualifikation kaum noch jemand zweifeln. Spannender ist im Moment die Frage, wer sich Heimrecht (Platz 1 – 4) im Viertelfinale sichert? Im Augenblick haben die Sauerländer vier Punkte Vorsprung auf die von hinten drückenden Wolfsburger.

 
Zurück zu den positiven Erscheinungen im Nürnberg-Spiel: Torwart Chet Pickard war ein sehr starker Rückhalt in seinem ersten Spiel nach der Nationalmannschaftspause. Auf ihn kann das Trainergespann Jari Pasanen / Jamie Bartman ebenso zählen, wie auf Mathias Lange. Torjäger Nick Petersen beendete gegen die Franken seine Ladehemmung. Seit dem 15. Januar hatte der zukünftige Berliner nicht mehr getroffen. Bei seinem Tor zum zwischenzeitlichen 4:1 trudelte die Scheibe fast im Zeitlupentempo über die Line, aber die Durststrecke scheint überwunden. „Nick Petersen ist ein Artist. Man weiß was er kann, aber manchmal muss man auch Geduld haben und ihn stärken“, so Trainer Jari Pasanen. Gute Noten heimste sich auch Marko Friedrich ein, der auf der Centerposition neben Boris Blank und Chris Connolly ein starkes Spiel machte. Insgesamt gab es keinen Spieler, der aus der geschlossenen Mannschaftsleistung herausfiel. Auch Zach Hamill, der zuletzt als überzähliger Ausländer draußen saß, machte ein ansprechendes Spiel.

 

Fast zur Nebensache wird die Tatsache, dass man in dieser herausragenden Roosters-Saison gegen die Ice Tigers erst den ersten Saisonsieg feiern konnte. Nicht ausgeschlossen, dass beide Teams sich im Playoff-Viertelfinale wieder über den Weg laufen.

 
Zaungast am Rande waren übrigens DEB Präsident Franz Reindl und IIHF Generalsekretär Horst Lichtner, die auf Einladung einer Wirtschaftsinitiative am Seilersee weilten, aber dem Großteil der Medienvertreter vorenthalten blieben. Schade, wo doch Reindl vor fast auf den Tag genau vierzig Jahren einer der Nationalspieler beim Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck war. Außerdem spielte sein Bruder Joseph „Peppi“ Reindl von 1972 – 1975 für den ECD. Die eine oder andere interessante Geschichte am Rande hat sich somit nicht ergeben.

 

Bis zum Freitag-Heimspiel gegen Berlin können die Spieler einen freien Tag am Mittwoch genießen. Noch nach dem Spiel wurde eine kleine Einheit in der „Roosters-Folterkammer“ absolviert. Ab Donnerstag ist der Fokus voll und ganz auf die Eisbären gerichtet.

 

Trainerstimmen zum Spiel

Redaktion