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Iserlohn. (MK) Vor exakt einer Woche trat Moritz Müller mit seinen denkwürdigen Aussagen (siehe oben) bezüglich der Kaderzusammenstellung der... Pro und Contra: „Eishockeynation“ scheint gespalten zum Thema Einbürgerungen

Iserlohn. (MK) Vor exakt einer Woche trat Moritz Müller mit seinen denkwürdigen Aussagen (siehe oben) bezüglich der Kaderzusammenstellung der Iserlohn Roosters eine regelrechte Lawine in den Medien und in den sozialen Netzwerken los.

In der zweiten Drittelpause des Spiels Iserlohn Roosters gegen seine Kölner Haie sagte er gegenüber Servus TV unter anderem: „Es heißt immer, das deutsche Eishockey muss besser werden, aber wir spielen hier gegen eine abgetakelte kanadische Nationalmannschaft – da soll die Liga mal den Arsch in der Hose haben, zu fragen, wie das hier mit den Pässen funktioniert in Iserlohn.“

Auch im Eishockey-Magazin gab es dazu verschiedene Beiträge. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal die interessantesten Aussagen auflisten, die zeigen, wie kontrovers das Thema diskutiert wurde und noch immer wird.

Dimitri Pätzold (32) von den Schwenninger Wild Wings, geboren in Kasachstan und mehrfacher WM Teilnehmer für Deutschland (Senioren, U20, U18) reagierte als einer der ersten via facebook.
pätzold, dimi

 

Ähnlich sieht es Sören Sturm via Facebook. Der 26- jährige Kölner ist nach seinen DEL Stationen Köln, München und Straubing mittlerweile in der DEL2 für die Kassel Huskies aktiv.

 
Sturm

Kurz und knapp fiel der direkte Kommentar von Hamburgs Kapitän und Ex-Nationalspieler Christoph Schubert (33) aus, der in seiner Karriere 346 NHL Spiele für Ottawa und Atlanta absolvierte.

 
Christoph Schubert schuby13 Twitter

Alexander Barta vom ERC Ingolstadt erklärte gegenüber dem Donaukurier, dass die Spiele gegen Iserlohn für ihn und viele andere Nationalspieler einen besonderen Reiz haben. In diesen Spielen könnten die Spieler zeigen, dass es auch ohne eingedeutschte Spieler geht, wird Barta zitiert.

Differenziertere Reaktionen gab es natürlich auch von Iserlohner Seite. So äußerten sich in den letzten Tagen Stürmer Marko Friedrich und Trainer Jari Pasanen am Eishockey-Magazin Mikrofon. Augsburgs Sportmanager Duanne Moeser, als Aktiver ebenfalls mit einem deutschen Pass spielberechtigt betonte, dass die Roosters nichts illegales tun.

 

Das sagen Marko Friedrich, Jari Pasanen und Duanne Moeser


 

Seit Tagen in der Diskussion ist auch eine Reglementierung der Anzahl von Spielern, die nicht in Deutschland geboren wurden. Dazu läuft hier folgende Umfrage.

Sollte man in der DEL eine freiwillige Beschränkung von Spielerlizenzen einführen, die nicht in deutschen Nachwuchsteams gespielt haben, aber über einen deutschen Pass verfügen?

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Die Iserlohn Roosters selbst haben in ihrer Merchandisingabteilung das Thema in dieser Woche auch umgehend aufgenommen und bieten allen Interessierten Team Canada 1C Trikots und Schals an. Insbesondere für das Trikot lagen innerhalb weniger Stunden schon Dutzende Vorbestellungen vor. Ein Teil der Einnahmen kommt dem Iserlohner Eishockeynachwuchs zugute.

Redaktion

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