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Salzburg (AR). Über fünf Monate lang wurde um jeden Puck gekämpft, über 300 Partien wurden ausgetragen. Nach dem Grunddurchgang und der Pick Round bzw.... Kleine und kurze EBEL-Bilanz vor den Playoffs 2015/16

ebel488Salzburg (AR). Über fünf Monate lang wurde um jeden Puck gekämpft, über 300 Partien wurden ausgetragen. Nach dem Grunddurchgang und der Pick Round bzw. der Qualifikationsrunde stehen die acht Viertelfinallisten fest. Eishockey-News.de ziehen eine kleine Bilanz.

Red Bull Salzburg

Auch wenn man von zehn Begegnungen in der Pick Round fünf verlor, wurde Red Bull Salzburg seiner Favoritenrolle gerecht. In der Regular Season war Black Wings ein harter Gegner. Trotzdem kann das Kollektiv aus der Mozartstadt auf vier oder fünf Linien zurückgreifen. Zudem besticht das Kollektiv mit einer Top-Kondition. Es wird nicht einfach, die Einheit von Daniel Ratushny zu besiegen.

HC Orli Znojmo

Die Tschechen haben bis jetzt sehr gut gespielt. Die Akteure sind stets bei der Sache und stehen hochkonzentriert auf dem Eis. Dadurch kann das Team konstant gute Leistungen abrufen. Besonders stark ist die Offensive. Man kann gespannt, sein, wie die Mannschaft in den Playoffs agiert. Die Verstärkungen können dazu beitragen, dass die Südmähren durchaus weit kommen können.

Vienna Capitals

In der bisherigen Saison war nicht immer eine gleichwertige Konstanz vorhanden. Man kann aber auch nicht das Verletzungspech als Hauptgrund ausmachen. Trotzdem gab es auch gute Phasen. Das Kollektiv muss sich potentiell steigern, um in den Playoffs weit zu kommen. Einige Cracks sind gut in Form, trotzdem gibt es im Defensivbereich einige Baustellen zu räumen.

HC Bozen Südtirol

Jubel beim HC Bozen - © by GEPA pictures/ Felix Roittner

Jubel beim HC Bozen – © by GEPA pictures/ Felix Roittner

Erst 14 Tage vor dem Saisonbeginn würfelten die Südtiroler einen Kader zusammen. Die Füchse spielten durchaus gut und zeigten entsprechende Leistungen. Außerdem punkten die Weiß-Roten mit Disziplin. Sie folgen den Anweisungen von Headcoach Pokel. Es ist vorstellbar, dass den Südtirolern in den Playoffs nach durchwachsenen Spielen in der Pick Round der Durchbruch gelingt.

Black Wings Linz

Im Grunddurchgang waren die Oberösterreicher der Verfolger von Red Bull Salzburg. In der Pick Round blieben die Linzer unter ihren Erwartungen zurück. Man kann erwarten, dass sich die Black Wings steigern werden. Sonst stehen sie am Ende einer anfänglich sehr guten Saison mit leeren Händen da. Sollte es zum Duell gegen die Mozartstädter kommen, kann man sich auf interessante Spiele freuen.

EC Dornbirn

Die Vorarlberger haben in der Saison 2015/16 überrascht. Die heimstarken Cracks aus dem westlichsten Bundesland Österreichs bestechen durch eine sehr dicht gestaffelte Abwehr. Darüber hinaus versteht man rasch, den Spielfilm des Gegners zu lesen. So kann man früh stören und das eigene Spiel aufzwingen. Ein Einzug in die Vorschlussrunde ist für Dornbirn alles andere als utopisch.

Villacher SV

Der Kärntner Traditionsklub hat ab der zweiten Saisonhälfte überzeugt. Die Adler haben angefangen, sich zusammenzureißen. In der Qualifikationsrunde hat man überzeugt. Die Rückkehr von Trainerfuchs Greg Holst, der vermehrt auf junge Akteure setzt, erwies sich im Nachhinein als Glücksgriff. Seine Arbeit zeigt bei den Blau-Weißen Früchte. Man kann gespannt sein, wohin die Reise geht.

Klagenfurter AC

Die Rotjacken zeigten sich in den bisherigen Spielen oft als launische Diva. Hätte das Kollektiv als eingeschworene Einheit agiert, hätte es weniger Probleme gegeben. Trotzdem will und kann man in den Playoffs gefährlich agieren. Die Jungs spielen wieder besser und sind dadurch nicht zu unterschätzen. Ein positives Abschneiden in den Playoffs trägt dazu bei, die Saison zu einem guten Ende zu bringen.

HC Innsbruck Haie

Nach einer durchwachsenen Regular Season zeigten die Haie in der Qualifikationsrunde wesentlich mehr Biss. Trotzdem ist das Abschneiden des Kollektivs aufgrund der hohen Ambitionen und Investitionen nicht gerade als befriedigend. Eine unerklärlich lange Niederlagenserie vor der Qualifikationsrunde trotz phasenweise guter Spielkultur ist nicht zu verstehen. Ein erneuter Umbruch wird passieren.

Fehervar AV19

Die Ungarn, die im letzten Jahr noch in der Pick Round agierten, bauten stark ab. In der Qualifikationsrunde stand man auf verlorenem Posten. Auch kann man sich nicht erklären, warum gerade die Leistungsträger so abgebaut haben. Ab und zu, und man möchte den Verantwortlichen nicht zu nahetreten, agierte das Kollektiv lustlos. Trotzdem werden sie wieder besser und stärker werden.

Graz 99ers

Die Steirer zeigten leider nur ab und zu positive Ansätze, doch sie schlugen sich durch eine Inkonstanz par excellence selbst. Im Oktober hagelte es eine Niederlagenserie. In der Qualifikationsrunde erkannte man auch kein spielerisches Konzept. Ein Neustart mit Visionen und Ambitionen wäre nicht verkehrt. Dem Trainer trifft keine Schuld, er ist ein guter Coach und kann mit jungen Akteuren sehr gut arbeiten.

Olimpija Ljubljana

Die Slowenen haben mit vielen Sorgen zu kämpfen. Die Spieler bekommen kein Geld und die Fans sind nicht gerade in Scharen ins Stadion nach Ljubljana gekommen. Trotzdem sind die Cracks bemüht, ein halbwegs gutes Spiel zu zeigen. Ob man den wirtschaftlichen Fragen Herr wird, ist fraglich. Denkbar wäre eine Kooperation mit Jesenice. Man kann nur hoffen, dass die Drachen bald wieder Feuer speien.

Redaktion