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Kampf verloren: zukünftig keine Beach Boys mehr!

Timmendorfer Strand


Timmendorf. (PM) Jahrelang schallte es durch die Hallen der Republik. Wenn der EHC Timmendorfer Strand bei Heim- wie auch Gastspielen auf das Eis auflief, dann wusste auch wirklich jeder, dass es die Beach Boys sind. Ein Begriff der Jahrzehnte etabliert war und im letzten Jahr als logische Folge zur Marke des Eishockeys am Timmendorfer Strand wurde.

Scheinbar mit enorm großen Erfolg und riesiger Reichweite. Denn vor einem halben Jahr wurden die Verantwortlichen der Plattenfirma „Brother Records“ mit Sitz in Beverly Hills auf die Timmendorfer Beach Boys aufmerksam. Unter deren Verantwortung liegt die US Kult-Band „The Beach Boys“ und diese verbieten dem EHCT nun, gemeinsam mit ihrer Plattenfirma die Nutzung des Namens Beach Boys.

In den vergangenen Monaten wurde um den Namen gekämpft, etliche Schriftstücke wechselten zwischen Beverly Hills und Timmendorf hin und her. Anwälte und Experten wurden herangezogen. Aber letztendlich sitzt der EHCT am kürzeren Hebel. Alle versuche, die Marke am Timmendorfer Strand am Leben zu erhalten, sind leider trotz enormer Bemühungen gescheitert.
Wer demnächt im Internet surft und Informationen über den EHCT – seit Jahrzehnten in der deutschen Eishockey-Szene als Beach Boys bekannt, sucht, wird enttäuscht sein. Das Wortelement Beach Boys muss mit sofortiger Wirkung von allen Fanartikeln, Trikots, aus der Halle, aus den offiziellen Internet-Auftritten, Mail-Adressen des Klubs und sogar den Spielberichten auf der EHCT-Homepage gelöscht werden. Sogar alte Bilder auf denen der Schriftzug zu sehen ist müssen entfernt werden.

„Es ist natürlich schde, dass es so gekommen ist, aber es gab keine Alternative. Die Anwälte von Brother Records haben uns ganz klar zu verstehen gegeben, dass eine weitere Nutzung des Namens durch uns nicht in Frage kommt. Für den Verein bedeutet das eine Menge Arbeit und Kosten von einigen tausend Euro“, erklärt der EHCT-Vorsitzende Dennis Sauerbrei.
„Nachdem wir in der vergangenen Saison viel an an unserer Außendarstellung gearbeitet haben und unter dem Suchbegriff „Beach Boys“ auch häufiger der EHCT zu finden war, ist man in den USA offenbar darauf aufmerksam geworden und hat jetzt leider den Stecker gezogen.“

Der EHC Timmendorf muss zumindest nicht das komplette Logo ändern. Der Eisbär wird bleiben – nur der Schriftzug „Beach Boys“ wird durch „Timmendorfer Strand“ ersetzt. „Wir haben lange überlegt, ob wir versuchen sollen, einen neuen Spitznamen zu etablieren, aber das macht keinen Sinn. Für die Fans sind wir seit Jahrzehnten die Beach Boys, und daran wird sich vermutlich auch durch das Verbot nichts ändern. Wir können niemanden zwingen, den Begriff nicht mehr zu benutzen“, sagt Sauerbrei.

Der Schriftzug Timmendorfer Strand soll die Verbundenheit des Klubs mit dem Ort zeigen, und so soll der Gemeinde nach der Zustimmung zur Sanierung des ETC im Rahmen der Möglichkeiten etwas zurückzugeben werden um Timmendorfer Strand bekannter zu machen. „Schließlich investiert die Gemeinde einige Millionen Euro, die die Zukunft des Eishockey-Sports in Timmendorf überhaupt erst möglich machen“, so Sauerbrei.

Am Montag zwischen 17-20 Uhr ist die letzte Chance für alle Anhänger , beim Ausverkauf im Fanshop in der Eishalle die letzten Merchandising-Artikel mit dem alten Logo zu halben Preis zu kaufen, ab Dienstag geht es an der Ostsee ohne „Beach Boys“ weiter.
Eine vergleichbare Geschichte mit so enormer Reichweite ist selten vorgekommen. Einen positiven Aspekt muss man am Ende aber dennoch aus der Geschichte ziehen. Der EHCT als Marke Beach Boys hat es bis in die noblen Ecken von Beverly Hills in den Vereinigten Staaten geschafft.

Redaktion

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