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Jari Pasanen: „Ich möchte ganz ganz spät noch einmal auf Berlin treffen“
Jubel bei Ryan Button Copyright: Jan Brüggemann, Eishockey Magazin

Jubel bei Ryan Button
Copyright: Jan Brüggemann, Eishockey Magazin

Iserlohn. (MK) Exakt 22:27 Minuten waren gespielt, als die Eisbären Berlin im Stile einer Topmannschaft am Iserlohner Seilersee mit 0:3 in Führung lagen.

Taktisch sehr gut eingestellt hatten die Berliner den in dieser Saison so heimstarken Roosters schon im Anfangsdrittel das Leben richtig schwer gemacht. Sven Zieglers Führungstreffer (16.) ließen die Berliner im zweiten Drittel einen Doppelschlag durch Marcel Noebels (22.) und 67 Sekunden später nochmals durch Sven Ziegler folgen.

Für viele Zuschauer konnte der Sieger der Partie zu diesem Zeitpunkt nur Berlin heißen.  Trainer Jari Pasanen zog nach dem 0:3 die Reißleine: Auszeit, Torwartwechsel von Mathias Lange zu Chet Pickard und eine kleine taktische Anpassung sorgten dafür, dass die Roosters Tor um Tor aufholten und am Ende im Penaltyschießen sogar noch gewannen. Chris Connolly (38.), Brooks Maceks Penalty nur 35 Sekunden später zum 2:3 und Cody Sylvesters „Tor des Tages“ in den rechten Giebel zum 3:3 Ausgleich (51.) sorgten für ein einmal mehr unglaubliches Comeback der Roosters. Nach torloser Overtime waren im Penaltyschießen Brooks Macek und Mike York für Iserlohn erfolgreich, während auf Berliner Seite nur Julian Talbot einnetzen konnte.

Klar, dass dieses Spiel für die Zuschauer mit sehenswerten Toren, vielen Emotionen auf beiden Seiten und dem krassen Spielverlauf ein wahres Wechselbad der Gefühle war. Am Ende waren beim Verlassen der Halle Worte wie sensationell, unglaublich, krass oder phänomenal von vielen Zuschauern zu hören. Die tolle Aufholjagd darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Roosters im ersten Drittel kaum ein Gegengift gegen die Berliner Taktik fanden. Es wirkte phasenweise, als wolle der eine oder andere Spieler zu viel. „Tragischer Held“ des Abends war Torwart Mathias Lange, der nach der Auszeit seinen Platz für Chet Pickard räumen musste. Mathias Lange traf an den Gegentoren wohl keine direkte Schuld. Und wenn der Zweck die Mittel heiligt, dann war der Torwartwechsel sicherlich eine der Initialzündungen, die das Spiel der Roosters an diesem Abend brauchte. Chet Pickard bot einmal mehr eine starke Leistung. Mit Blick auf die Playoffs ist es für die Roosters gut zu wissen, dass sie über zwei exzellente Goalies verfügen.

Apropos Playoffs: Der enge Spielplan, aber auch das starke Spiel gegen Berlin verdeutlichten, dass sich die Teams längst im Playoff-Modus befinden. Für Trainer Jari Pasanen war das Spiel gegen die Eisbären eines der stärksten Saisonspiele überhaupt.

In der Tabelle stehen die Roosters weiter auf Platz drei. Der Abstand zu Platz fünf beträgt im Moment fünf Punkte. Für Trainer Jari Pasanen ist das natürlich eher unwichtig. Er richtet mit seinem Team den Fokus schon wieder auf das nächste Spiel am Sonntag in Ingolstadt. Dort wird Chet Pickard von Beginn an im Tor stehen. Das Match in der Audistadt ist das erste von drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen.

Sollte es den Roosters gelingen in diesen drei Auswärtsspielen und im letzten Heimspiel am Sonntag in einer Woche gegen Köln weitere Punkte zu sammeln, dann könnte sogar der große Traum vom Playoff-Heimrecht Wirklichkeit werden. In der lukrativen Endrunde möchte Jari Pasanen übrigens gerne noch einmal auf Berlin treffen. Natürlich sehr sehr spät versteht sich. Mit Berlin ist schließlich ganz weit vorne zu rechnen.

 

Die Trainerstimmen zum Spiel

Redaktion

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