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Viel Zeit bleibt den Roosters nicht das Spiel aufzuarbeiten, denn schon am Mittwoch steht die nächste riesige Herausforderung mit dem Auswärtsmatch in Köln auf... Iserlohn: Lange verlängert, aber sportliche Talfahrt und Kündigung des Mietvertrags der Eissporthalle sorgen für Unruhe

Zweikampf zwischen Nourreddine Bettahar und Oliver Mebus – © by Eh.-Mag. (JB)

Iserlohn. (MK) Nach der jüngsten 5:4 Auswärtsniederlage in Mannheim standen die Roosters daheim gegen Nürnberg gehörig unter Druck, um nicht weiter an Boden zu Platz zehn zu verlieren. Am Ende stand ein aus Iserlohner Sicht insgesamt enttäuschendes 2:5 für die Gäste auf der Anzeigetafel.

Stark hatten die Sauerländer in die Partie gefunden und nach Caporussos Führungstreffer (4.) auch den Nürnberger Ausgleich durch Jurcina (11.) erneut durch Dziurzynskis 2:1 Pausenführung (16.) beantwortet. Bis dahin war alles im Lot aus Sicht der Gastgeber. Im Mittelabschnitt aber verfiel man wieder einmal in die schon so oft angeprangerten Fehlermuster. Den Gegentreffern von Steckel (27.), Segal (30.) und Martinovic (36.) zum 2:4 nach vierzig Minuten gingen wieder einmal zum Teil katastrophale Fehler und unnötige Strafen voraus. Einzig eine Keilerei zwischen Nürnbergs Mebus und Iserlohns Jones sorgte in der 31. Minute für Unterhaltung aus Sicht der Iserlohner Zuschauer. Für Nürnbergs stark haltenden Keeper Jenike war genau dieses der Auslöser, in dem die Ice Tigers sich das Momentum im Spiel zurückholen konnten. Iserlohns Trainer Jari Pasanen sah das allerdings nicht ganz so. Obwohl die Roosters noch die eine oder andere gute Schusschance hatten, ließen die Franken nichts mehr anbrennen, spielten ihr Spiel im Schlussdrittel routiniert herunter und setzten durch Reinprechts Empty-Net-Goal zum 2:5 den Schlusspunkt im Spiel.

Jari Pasanen ärgerte sich nach dem Spiel vor allem über die rund neun Minuten, in denen die Ice Tigers drei viel zu leichte Treffer erzielen konnten. Lob verteilte er zugleich an seine Youngster Bettahar, Shevyrin und Kahle, die ihre Aufgabe gut meisterten.

Viel Zeit bleibt den Roosters nicht das Spiel aufzuarbeiten, denn schon am Mittwoch steht die nächste riesige Herausforderung mit dem Auswärtsmatch in Köln auf dem Programm. Am morgigen Dienstag wird man zunächst sehen müssen, wie gut die zuletzt angeschlagenen Down und Jones das Spiel gegen Nürnberg weggesteckt haben. An einen Einsatz von Friedrich und Rallo ist wohl noch nicht zu denken. Möglicherweise können sie aber am Freitag daheim gegen Augsburg wieder in den Kader rutschen. Nach zuletzt zehn Pleiten auf fremdem Eis in Folge, wäre ein Sieg in der Domstadt fast schon eine kleine Sensation. Die Favoritenrolle ist demnach am Mittwoch glasklar vergeben.

Mathias Lange verlängert vorzeitig am Seilersee

Vor dem Spiel gegen die Ice Tigers wurde das „offene Geheimnis“ endgültig offiziell verkündet: Torhüter Mathias Lange hat seinen Vertrag am Seilersee um zwei weitere Spielzeiten verlängert.
„Mathias ist eine starke Konstante in unserem Team. Er ist ein echter Publikumsliebling und hat sich zu einem wichtigen Rückhalt unserer Mannschaft entwickelt. Wir freuen uns mit ihm auch weiterhin einen erfolgreichen Weg gehen zu können“, unterstreicht Manager Karsten Mende.

Mathias Lange – © by Eh.-Mag. (JB)

Und auch Mathias Lange betont: „Das Gespräch mit Karsten Mende war sehr einfach. Beide Seiten haben großes Vertrauen ineinander. Persönlich und sportlich ist Iserlohn aus meiner Sicht ein hervorragender Ort, um Eishockey zu spielen und zu leben. Das haben wir jetzt auch durch die Vertragsverlängerung dokumentiert.“

Schon vor einigen Tagen hatten die Roosters die Option bei ihrem Trainergespann Jari Pasanen / Jamie Bartman für die kommende Spielzeit gezogen.

Roosters haben Mietvertrag für die Eissporthalle gekündigt

Apropos nächste Saison. Für ein wenig Missstimmung dürfte vor dem Fest ein Artikel der Heimatzeitung Iserlohner Kreisanzeiger, sowohl bei einigen Fans, als auch bei einigen Ratsmitgliedern der Stadt Iserlohn gesorgt haben. Wie es heißt haben die Iserlohn Roosters den Mietvertrag für die Nutzung der Eissporthalle am Seilersee zum 30.04.2017 gekündigt.

Dunkle Wolken über der Eissporthalle Iserlohn? – © by Eh.-Mag. (MK)

Laut IKZ zahlen die Roosters bislang für die Nutzung von Halle und Räumlichkeiten rund 150.000 Euro pro Jahr. Diese Summe möchten die Klubbosse, natürlich nicht zuletzt auch mit Blick auf andere DEL Standorte, weiter reduziert sehen. Bürgermeister Peter-Paul Ahrens reagierte in seinem Statement verwundert: „Im jetzigen Vertrag sind die Stadtwerke (Hallenbetreiber, Anm. d. Redaktion) dem Verein sehr entgegen gekommen. Unter dem Strich sind 250 000 Euro an Mietzahlungen erlassen worden und eigentlich müssten die Roosters einer Verlängerung mit Kusshand zustimmen“, so Iserlohns erster Bürger gegenüber dem IKZ. Seitens der Roosters beklagt man die seit Sommer fehlende Gesprächsbereitschaft, auch zum Thema zweite Eisfläche. Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Iserlohn Roosters GmbH, will sich Anfang Januar öffentlich näher zur Thematik äußern.

Das Hineintragen der Thematik in die Öffentlichkeit scheint nun zumindest für Unruhe im Umfeld und nicht zuletzt auch für einen gewissen Zeitdruck zu sorgen. Vor dem Spiel gegen die Ice Tigers äußerten sich viele Fans in der Halle, aber auch in den sozialen Netzwerken, besorgt um die Zukunft ihres Eishockeyclubs. Ohne gültigen Mietvertrag einer Spielstätte ist die Lizenzierung für die kommende Saison nicht möglich. Schon in der Vergangenheit stießen die Umbau- und Erweiterungsarbeiten in der Halle nicht bei allen Fraktionen auf Gegenliebe. Im Sinne des Iserlohner Eishockeys bleibt zu hoffen, dass die besinnlichen Feiertage auch wirklich bei allen Beteiligten für Vernunft sorgen.

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