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Düsseldorf / Iserlohn. (MK) Großartige Abende haben die Iserlohn Roosters in dieser Saison schon einige erlebt. Am Dienstagabend folgte... Iserlohn: Derby beim Spitzenreiter gewonnen, aber für Jari Pasanen sind die Roosters trotzdem kein Spitzenteam
Jubel bei Mike York - © by EH-Mag. (JB)

Jubel bei Mike York – © by EH-Mag. (JB)

Düsseldorf / Iserlohn. (MK) Großartige Abende haben die Iserlohn Roosters in dieser Saison schon einige erlebt. Am Dienstagabend folgte ein weiteres Highlight. Bei der seit Wochen stark aufspielenden Düsseldorfer EG, gleichzeitig Spitzenreiter und defensiv stärkstes Team in der DEL, gewannen die Roosters am Ende relativ sicher mit 3:5.

 

Schon im ersten Drittel war die 0:2 Führung der Gäste für die kaum zu ihrem Spiel findende DEG schmeichelhaft. Es hätte auch durchaus 0:4 zur ersten Pause stehen können. Im Mitteldrittel schlich sich bei den Roosters wieder einmal eine aufreizende Lässigkeit ein, die Düsseldorf eiskalt zum 2:2 Zwischenstand nutzte. Sylvester legte im Schlussdrittel nach nur 59 Sekunden zum 2:3 für die Roosters nach. Der zuletzt stark aufspielende Strodel glich für die NRW-Landeshauptstädter aber schon nach 50 Sekunden zum 3:3 wieder aus. Ein einmal mehr genialer Moment von Kapitän York, er schoss beim 3:4 der Roosters DEG-Keeper Niederberger ganz bewusst an damit der Puck von dessen Rücken ins Tor fällt, ebnete den Weg zum Sieg. Maceks „Empty-Net Goal“ veredelte letztlich den Abend aus Iserlohner Sicht. Aus einer wieder einmal starken geschlossenen Mannschaftsleistung ragte in Düsseldorf der erst im Dezember verpflichtete Zach Hamill heraus, der sein wohl bislang bestes Spiel im Roosterdress absolvierte.

 

In der Tabelle stehen die Roosters weiterhin auf Platz drei, nun aber punktgleich mit der auf Rang zwei abgefallenen DEG. Lachender Dritter waren die Eisbären Berlin, die durch den Sieg gegen Köln wieder auf dem Platz an der Sonne stehen.

 

Etwas verwundert reagierten insbesondere einige Düsseldorfer Medienvertreter auf die Aussage von Roostertrainer Pasanen, dass sein Team trotz Platz drei (noch) kein Spitzenteam sei. „Was haben die denn da für Erwartungen“, so zum Beispiel ein Kommentar aus der DEG Medienecke.

 

Bei den Roosters weiß man die in dieser Saison gezeigten Leistungen sicherlich am besten richtig einzuordnen. Tabellarisch stehen die Roosters seit Wochen auf einem Spitzenplatz und dürften sich so gesehen auch Spitzenteam „schimpfen“. Die Konstanz ist in dieser Saison so hoch, wie praktisch noch nie. Bislang haben sich die Sauerländer noch keine länger anhaltende Niederlagenserie „gegönnt“ und an jedem Wochenende gepunktet. Andererseits fehlt es den Roosters noch an der Konstanz in einzelnen Spielen. Gegen Hamburg und auch in Düsseldorf fehlte phasenweise ein wenig die Cleverness und die Abgebrühtheit ein Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft vorzeitig für sich zu entscheiden.

 

Floskeln wie „wir schauen nur von Spiel zu Spiel“ oder „wir sind keine Spitzenmannschaft und unser Ziel bleiben die Playoffs“ dienen auch ein wenig zum Selbstschutz. Niemand möchte den Druck auf das Team nun unnötig erhöhen und auf halber Wegstrecke neue Ziele ausgeben, die aufgrund der  Leistungsdichte in der Liga auch schnell zu einem Bumerang werden können. Und in der Außenseiterrolle fühlen sich die Roosters ohnehin am wohlsten, auch wenn es für Medienvertreter fast langweilig ist. Abgerechnet wird schließlich erst nach 52 Spielen, um es mit einer weiteren Floskel auf den wahren Punkt zu bringen.

 

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