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Ice Tigers sind wieder auf Kurs- Heatley sorgt für den Zusatzpunkt
Kurtis Foster (NIT) ist mit der Strafe gegen ihn nicht einverstanden und teilt dies dem Schiedsrichter Willi Schimm mit - © by EH-Mag. (PL)

Kurtis Foster (NIT) ist mit der Strafe gegen ihn nicht einverstanden und teilt dies dem Schiedsrichter Willi Schimm mit – © by EH-Mag. (PL)

Nürnberg. (StM) Es war ein toller Eishockeyabend vor 6288 begeisterten Zuschauern. Die Thomas Sabo Ice Tigers und der Tabellenführer aus Berlin lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe mit Play-off-Charakter. Einzig der Auftritt von Schiedsrichter Willi Schimm und seinem Kollegen Jens Steinecke hatte nicht einmal im Ansatz DEL-Niveau.

 

„Ich bin mit der Leistung zufrieden. Nach einer schwierigen Phase bewegt sich unser Team wieder in die richtige Richtung, das waren jetzt zwei gute Leistungen in Folge“, war auch Martin Jiranek sichtlich zufrieden mit der Vorstellung seiner Spieler. In der Tat stimmte gestern vieles bei den Ice Tigers. Zweikampfstärke, Laufbereitschaft, Zug zum Tor und solide Arbeit in der eigenen Zone, alles war vorhanden. Am Ende fehlten den Gastgebern nur 40 Sekunden, um das Eis nach regulärer Spielzeit als Sieger verlassen zu können.

 

Dabei war bei den Ice Tigers für David Steckel der Arbeitstag schon im ersten Drittel vorzeitig beendet. Schimm und Steinecke schickten den besten Ice Tiger der letzten Wochen nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge zum Duschen (17.). Nach Ansicht der Videobilder war es bestenfalls der Schläger von Marius Möchel, der bei Florian Busch den Cut im Gesicht verursachte. Leider nicht der einzige schlechte Pfiff von Schimm und Steinecke.

 

Kurz zuvor hatte Marco Nowak bei einem hohen Stock der Gäste drei Zähne verloren, ungeahndet. Nürnberg überstand die lange Unterzahl schadlos, und auch Marco Nowak biss auf die weniger gewordenen Zähne. Überhaupt verkrafteten die Ice Tigers den Ausfall von Steckel überraschend gut und gingen im ersten eigenen Powerplay durch Leo Pföderl in Führung (24.), ehe Patrick Reimer, ebenfalls in Überzahl, auf 2-0 stellte (33.).

 

„Das zweite Drittel ging komplett an die Ice Tigers. Zum Glück haben die Ice Tigers noch ein paar Chancen ausgelassen, sonst wäre das Spiel vermutlich entschieden gewiesen“, so Berlins Trainer Uwe Krupp. In der Tat hatten Nowak und Borer noch zwei hundertprozentige Chancen, ehe die Eisbären zum Anschlusstreffer kamen. Andre Rankel, bester Eisbär gestern, verwandelte einen Penalty zum 2-1, nur 21 Sekunden nach dem Treffer von Reimer.

 

Im letzten Abschnitt dann ein völlig verändertes Bild auf dem Eis. Berlin spielte seine läuferische Stärke aus und das Spiel fand immer mehr im Drittel der Ice Tigers statt. Aber mit viel Einsatz und Leidenschaft, sowie einem starken Tyler Beskorowany hielt die knappe Führung der Nürnberger, ehe Mark Olver 40 Sekunden vor Schluss den verdienten Ausgleich erzielte. „Im letzten Drittel haben wir viel Druck gemacht, sind viel gelaufen und haben zurecht den zweiten Treffer gemacht“, so Uwe Krupp.

 

Nach einer torlosen Overtime traf einzig Dany Heatley im Penaltyschießen und sorgte für den zweiten Punkt für die Ice Tigers, die am Sonntag in Straubing nachlegen wollen. Nichts Neues gibt es hingegen von den Verletzten der Ice Tigers. Yasin Ehliz wird voraussichtlich noch weitere zwei Wochen fehlen, während Jiranek bei Andy Jenike noch mit drei Wochen rechnet.

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Redaktion