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Nürnberg. (PM) Mit zwei Niederlagen am letzten Wochenende der DEL-Vorrunde haben die Ice Tigers das Heimrecht im Play-off-Viertelfinale verpasst. Nach der 1-2 Heimniederlage vom... Ice Tigers ohne Punkte am Wochenende – Iserlohn wartet im Viertelfinale
Trainer Rob Wilson (links) und Sportdirektor Martin Jiranek treffen in den Playoffs auf Iserlohn - © by EH-Mag. (RH)

Trainer Rob Wilson (links) und Sportdirektor Martin Jiranek treffen in den Playoffs auf Iserlohn – © by EH-Mag. (RH)

Nürnberg. (PM) Mit zwei Niederlagen am letzten Wochenende der DEL-Vorrunde haben die Ice Tigers das Heimrecht im Play-off-Viertelfinale verpasst. Nach der 1-2 Heimniederlage vom Freitag gegen die Eisbären Berlin zogen die Ice Tigers auch am Sonntag in Wolfsburg mit exakt dem gleichen Ergebnis den Kürzeren.

 

Nach der Niederlage in Ingolstadt waren die Ice Tigers am Freitag gegen Berlin enorm unter Zugzwang. Nur ein Heimsieg sollte die Hoffnung auf das Heimrecht am Leben erhalten. Am Ende hatten die Gäste das bessere Ende für sich, auch weil die Nürnberger in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht in die Partie fanden.

 

„So können wir nicht spielen. Wir waren in den Zweikämpfen nicht bissig genug und hatten große Probleme, den Puck aus unserem Drittel zu bekommen. Wir hatten zu viel Respekt vor dem Gegner und erhebliche Probleme mit der Geschwindigkeit der Eisbären“, so ein unzufriedener Martin Jiranek. In der Tat gehörten die ersten 30 Minuten klar den Gästen aus der Hauptstadt.

 

„Wir haben über 60 Minuten ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt. Wir waren konzentriert und waren auch bereit defensiv zu spielen und haben kaum Chancen der Ice Tigers zugelassen. Auch die hohe Laufbereitschaft meiner Mannschaft hat mich beeindruckt“, so Gästecoach Uwe Krupp.

 

Nach der Führung durch Tallackson (9.) hatten die Eisbären auch in der Folgezeit die besseren Chancen, nutzten diese aber nicht konsequent oder scheiterten wie D. Olver am Pfosten (22.). Auch im Mitteldrittel waren die Ice Tigers immer einen Schritt zu spät oder standen staunend Spalier wie Dany Heatley, der Florian Busch beim 0-2 auffallend aus dem Weg ging (29.).

 

Stark präsentierte sich bei den Ice Tigers nur die vierte Sturmreihe, die die anderen drei Reihen klar in den Schatten stellte. Folgerichtig traf dann auch mit Marius Möchel ein Spieler dieser Reihe zum 1-2 (47.). Kurz darauf nahm eine umstrittene Spieldauerdisziplinarstrafe gegen David Steckel den Ice Tigers wieder den Wind aus den Segeln. Nach Strafzeiten gegen Reimer und Foster agieren die Nürnberger über vier Minuten in doppelter Unterzahl, überstanden diese Phase aber schadlos.

 

„Klar hat uns die überstandene Unterzahl noch einmal einen Schub gegeben, aber es hat meiner Mannschaft auch viel Kraft gekostet. Wir hatten noch die Chance auf den Ausgleich, aber Vehanen hat auch stark gehalten“, so Martin Jiranek. So blieb es am Ende beim verdienten Auswärtssieg der Eisbären.

 

Nach der Niederlage vom Sonntag in Wolfsburg beenden die Ice Tigers die Vorrunde somit auf Tabellenplatz sechs und bekommen es zum ersten Mal in den DEL-Play-offs mit den heimstarken Iserlohn Roosters zu tun. Nach einer kurzen Pause geht es für die Nürnberger mit der gezielten Vorbereitung auf den Gegner weiter. Offen ist weiterhin die Torhüterfrage bei den Ice Tigers, hier wollte sich Martin Jiranek nicht in die Karten schauen lassen.

 

Klar ist aber, dass sich die Ice Tigers nach zuletzt drei Niederlagen in Folge deutlich steigern müssen. Auch bei einigen vermeintlichen Leistungsträgern ist noch gehörig Luft nach oben. Man habe eine Mannschaft für die Play-offs zusammengestellt, betonten die Verantwortlichen der Ice Tigers immer wieder während der Vorrunde. Nun muss die Mannschaft auch den entsprechenden Nachweis erbringen.

Redaktion