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Herner EV schon nach zwei Spielen am Playoff-Abgrund
Frank Petrozza - Herner EV

Hernes Coach Frank Petrozza – © by Eishockey-Magazin

Herne. (PM) Auch im zweiten Spiel der Playoff-Serie gegen die Hannover Indians musste der Herner EV eine Niederlage hinnehmen.

Nach dem 1:2 am Freitag Zuhause am Gysenberg gab es auch am Sonntagabend in Hannover am Pferdeturm eine Niederlage mit dem gleichen Ergebnis. Auch dieses Mal konnte das Team von Frank Petrozza zwar mit 1:0 in Führung gehen, aber mit zwei Überzahltreffern im zweiten Spielabschnitt drehten die Indians die Partie. Beim HEV fehlte Stürmer Aaron McLeod nach seiner schweren Gesichtsverletzung aus dem Freitagsspiel, da noch nicht abschließend geklärt war ob er sich dabei eine Gehirnerschütterung zugezogen hat.

Nach drei Minuten hatte der HEV seine erste Chance durch Thomas Richter, aber erneut zeigte sich das Mirko Pantkowski im Gehäuse der Indians nur schwer zu überwinden sein würde. So auch bei der nächsten Möglichkeit durch Brad Snetsinger vier Minuten später. Dennoch gingen die Gysenberger in der 8. Minute durch Dominik Luft nach gutem Zuspiel von Brad Snetsinger mit 1:0 in Führung. Der HEV versuchte weiter Druck zu machen und hatte seine Chancen, so z.B. durch Brad Snetsinger drei Minuten vor der Pause.

„Alles was wir im ersten Abschnitt gut gemacht haben klappte im zweiten Drittel nicht mehr so“ meinte HEV Coach Frank Petrozza nach dem mittleren Abschnitt, denn der ging an die Indians. Die nutzten nämlich zwei der drei Überzahlsituationen zu Treffern. Zuerst war es Tobias Schwab in der 25. Minute und dann Branislav Pohanka neun Minuten später. Beide Spieler waren schon zwei Tage zuvor mit ihren Penaltys erfolgreich, nun sorgten sie im Spiel für die Hannoveraner 2:1-Führung. Auch der HEV hatte zwei Überzahlsituationen gegen Ende dieses Abschnitts, spielte eine Minute lang sogar in doppelter Überzahl. Ein Treffer gelang nicht, es fehlte an Ideen und Tempo und es fehlte die Schnelligkeit und Dynamik von Aaron McLeod.

In den letzten zwanzig Minuten versuchten die Gysenberger den Ausgleich zu erzwingen, holten sich auch einige Möglichkeiten heraus, luden damit aber die Gastgeber immer wieder zu gefährlichen Kontern ein. In den letzten vier Minuten wurde noch einmal alles auf eine Karte gesetzt. Aber wieder konnte eine PowerplaySituation nicht zum Treffer genutzt werden. Die letzte große Chance hatte Thomas Richter kurz vor der Schlusssirene. Während die Partie insgesamt recht fair blieb, kam es nach dem Abpfiff noch zu einigen Auseinandersetzungen, so dass der insgesamt ruhig leitende Hauptschiedsrichter Eugen Schmidt noch reichlich Strafzeiten verteilen musste.

Bereits am Dienstag geht die Playoff-Serie am Gysenberg weiter. Es folgt ab 20 Uhr das dritte Spiel und dann geht es für den Herner EV bereits um alles oder nichts. Denn nur mit einem Sieg können die Gysenberger noch im Playoff-Rennen bleiben.

Torfolge: 0:1 (07:14) Luft (Snetsinger, Verelst) 1:1 (24:39) Schwab (Gosdeck, Ziolkowski) [PP1] 2:1 (33:07) Pohanka (Schwab, Gibbons) [PP1]

Zuschauer: 2747

Strafminuten: HI 42 + je 10 Pantkowski, Deske, Gibbons, Wasser, Ziolkowski, Pohanka + SD Pohanka (=122) – HEV 28 + je 10 Wendler, Luft, Snetsinger (=58)

Redaktion