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Herne: Zwei weitere Vertragsverlängerungen – Ein Abgang!
Dominik Luft

Dominik Luft (HEV) – © by Eh.-Mag. (DR)

Herne. (PM) Hinsichtlich des Kaders aus der abgelaufenen Spielzeit sind beim Herner EV die letzten Personalentscheidungen getroffen worden.

Die beiden Stürmer Christian Nieberle und Dominik Luft werden eine weitere Saison im Trikot der Grün-Weiß-Roten auflaufen, Thomas Dreischer wird den Gysenberg dagegen verlassen. Damit haben insgesamt 10 Spieler ihre Zusage gegeben auch in der Saison 2017/18 beim HEV zu spielen. Demgegenüber steht der Abgang von insgesamt 9 Akteuren, eine gemessen an den letzten Jahren recht hohe Zahl.

„Nach fünf Jahren ist dieser Umbruch nicht ganz ungewöhnlich. Sicherlich hätte ich den ein oder anderen gerne weiterhin behalten, aber wenn Spieler aus privaten oder beruflichen Gründen wechseln oder eine andere sportliche Herausforderung annehmen wollen, dann muss man das akzeptieren“ meint Cheftrainer und Sportdirektor Frank Petrozza zu den Veränderungen in seinem Kader. „Vor allem in der Defensive besteht nun natürlich großer Handlungsbedarf. Vor allem Jan-Niklas Pietsch wird nur sehr schwer zu ersetzen sein, sportlich und menschlich. Aber für seine private Situation musste ich Verständnis haben. Hier ist momentan Geduld angesagt bei der Suche nach Ersatz, auch für Aaron Reckers und Lorenzo Maas. Im Angriff müssen wir vor allem die Abgänge von Sam Verelst und Damian Schneider kompensieren. Auch dies wird mit der nötigen Ruhe passieren, denn nicht nur sportliche sondern auch charakterliche Aspekte sind dabei neben der Finanzierbarkeit wichtig.“ Auf jeden Fall warten anspruchsvolle und zeitintensive Aufgaben auf Frank Petrozza, aber man kann sicher sein dass der Sportchef sie bewältigen wird.

„Mein Weg mit dem Herner EV ist noch lange nicht beendet!“ Dieser Satz ist weit mehr als nur ein Versprechen. „Das Eishockeyspielen macht mir immer noch viel zu viel Spaß, deshalb freue ich mich auf eine weitere Saison am Herner Gysenberg“ erläutert Christian Nieberle. Es wird dann seine sechste Spielzeit sein. Damit müssen seine Schiedsrichterpläne, die er immer mal wieder im Hinterkopf hatte, erst einmal auch dort bleiben. „Die Fans, Mitspieler, Trainer und Verein haben nicht unwesentlich dazu beigetragen dass ich auch weiterhin in grün-weiß-rot auflaufe und nicht im schwarz-weiß gestreiften Trikot“ meint der 32-jährige, der sich immer noch wie ein Jungspund und fit wie nie fühlt. Diesen Eindruck unterstrich er auch in der abgelaufenen Saison bis zum Ende, wobei sich Christian Nieberle natürlich ein anderes Ende gewünscht hätte. Auch dies ist eine Motivation weiter zu machen und nicht nur die HEV Fangemeinde wird es sicherlich freuen. In den bisherigen fünf Spielzeiten kam er auf 201 Meisterschaftseinsätze, ein Ende dieser Bilanz ist also noch nicht in Sicht. „Christian und ich kamen 2012 gemeinsam an den Gysenberg. Damit sind wir beide nun die HEV Urgesteine. Er bringt weiterhin eine ungeheure Energie aufs Eis und seine kämpferische Einstellung ist immer absolut vorbildlich“ charakterisiert Frank Petrozza den gebürtigen Essener, der mittlerweile auf insgesamt 425 Einsätze im Seniorenbereich zurückblicken kann. Da ist die Zahl 500 zumindest nicht völlig unwahrscheinlich.

Dominik Luft wechselte Ende 2013 von den Hammer Eisbären an den Herner Gysenberg. Der 24-jährige ist seitdem eine verlässliche Größe im Team des HEV. „Er hat in den letzten drei Jahren kein Spiel verpasst und ich sehe noch weiteres Entwicklungspotential bei ihm. Er muss noch weiter an seinem Torabschluss arbeiten. In der letzten Saison hat er gezeigt, dass er ein wichtiger Partner im Sturm zum Beispiel an der Seite von Brad Snetsinger ist. Deshalb freue ich mich dass er auch weiterhin in unserem Team ist“ erklärt Frank Petrozza. Bisher stehen 165 Meisterschaftseinsätze bei den Gysenbergern in der Bilanz von Dominik Luft mit dabei erzielten 154 Scorerpunkten. Dies kann der gebürtige Oberhausener nun weiter ausbauen.

Vier Spielzeiten lang war Thomas Dreischer beim HEV und kam dabei auf 174 Einsätze. Frank Petrozza hatte versucht dem 27-jährigen eine neue Rolle in der Defensive schmackhaft zu machen. Damit konnte der gebürtigen Krefelder sich aber nicht so richtig anfreunden. Deshalb trennen sich nun die Wege. Der HEV bedankt sich bei Thomas Dreischer für seinen Einsatz und seine Leistungsbereitschaft und wünscht ihm für die weitere sportliche und private Zukunft alles Gute.

Redaktion