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Regensburg. (PM) Ausverkauftes Haus, dreizehn Treffer und zwei bärenstarke Mannschaften sorgen vor 4.961 Zuschauern für einen Eishockey-Leckerbissen, den der EV Regensburg mit 8:5 für... EVR macht das Derby zum Eishockeyfest
Doug Irwin - © by Eishockey-Magazin

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Regensburg. (PM) Ausverkauftes Haus, dreizehn Treffer und zwei bärenstarke Mannschaften sorgen vor 4.961 Zuschauern für einen Eishockey-Leckerbissen, den der EV Regensburg mit 8:5 für sich entscheiden konnte.

Bei den Regensburger Hausherren gestaltete sich die Personallage wie erwartet. Thomas Ower hütete den Kasten, Jonas Leserer gab den Backup, da Cody Brenner für das DNL-Team im Einsatz war. Außerdem musste EVR-Dompteur Doug Irwin auf Michael Welter (Fingerbruch) verzichten. Bei den Gästen waren bis auf Peter Abstreiter alle Mann an Bord, Max Englbrecht kehrte anstelle von Kai Kristian zwischen die Pfosten zurück.

Der erste Wechsel des EV Regensburg war verheißungsvoll, doch schon danach zeigte der EV Landshut, dass er sich im Aufwind befindet. Die von Bernie Englbrecht trainierten Niederbayern legten hohes Tempo an den Tag und sorgten für mächtig Druck vor dem Hausherren-Kasten. Aus Landshut waren über 500 Fans mitgereist, die auch für gute Stimmung sorgten und ihre Cracks richtig nach vorne peitschten. Diese konnten auch bereits in der 7. Spielminute die Führung bejubeln. Es war wieder solch ein schneller Angriff des EVL, den am Ende Max Hofbauer trocken aus dem Handgelenk zum 0:1 vollendete. Regensburg kam aber ab Mitte des ersten Abschnitts wieder zurück ins Geschehen und lief einige gefährliche Angriffe auf Gäste-Keeper Max Englbrecht. Schon in der 12. Minute war es Vitali Stähle, der auf und davon war, doch der Versuch des Deutsch-Russen endete nicht hinter der Landshuter Torlinie. Auch Nikola Gajovsky war kurz danach in Unterzahl durch und wurde gelegt, sodass es einen Penaltyschuss gab (17.). Der Tscheche trat mit gewohnter Ruhe an und hatte am Ende etwas Pech, dass sein Schuss im letzten Moment am Schoner Englbrecht´s hängen blieb. Die letzte dicke Chance hatte wieder Vitali Stähle, doch auch drei Sekunden vor der ersten Sirene wollte die Scheibe nicht ins Tor (20.).

Vor voller Hütte war es schon fast zum Haare raufen, denn die Hausherren nahmen immer mehr das Zepter in die Hand und wollten unbedingt den Ausgleich erzielen. Trotz alledem war Landshut immer wieder durch schnelle Angriffe brandgefährlich und EVR-Keeper Ower musste mehrmals eingreifen, um einen weiteren Einschlag zu verhindern. So dauerte es bis zu Spielminute 33, bis die Gastgeber zum ersten Mal Zählbares vermelden konnten. Peter Flache arbeitete die Scheibe zum 1:1 über die Linie und machte die Donau-Arena zum Tollhaus. Landshut war aber unbeeindruckt und erzielte nur 53 Sekunden später durch Marc Sedlar die erneute Führung, welche die Gäste wirklich über die Linie drückten. Der erste EVR-Treffer sorgte aber dafür, dass die Domstädter ihre Linie wieder finden konnten und so schafften auch sie eine schnelle Antwort. Daniel Stiefenhofer hielt in Überzahl seinen Schläger in einen Gajovsky-Schuss und fälschte diesen unhaltbar ab, sodass schnell das Comeback zum 2:2 gelang (35.). Weitere 53 Sekunden später war dann auch noch der Doppelschlag für Regensburg perfekt und ausgerechnet der Ex-Landshuter Billy Trew zimmerte die Scheibe trocken aus dem Handgelenk zum 3:2 in den Winkel (36.). Die Donau-Arena schien förmlich zu explodieren und die Jubelstürme kannten keine Grenzen, denn Nikola Gajovsky sorgte in der 39. Spielminute für das 4:2 seiner Farben. Der Treffer des bärenstarken Importstürmers der in schwarz spielenden Regensburger war aber nicht der Letzte in Abschnitt zwei, denn eine Sekunde vor Ablauf der Zeit gelang Peter Baumgartner in Überzahl für Landshut der 4:3-Anschluss zum zweiten Pausentee (40.).

Drittel drei sollte ähnlich torreich wie der Vorgänger-Abschnitt werden. Es fielen erneut sechs Treffer, die nochmal für richtig Stimmung sorgen sollten. Zunächst war es aber erneut Nikola Gajovsky, der wieder stark aufspielte und mit einem verdeckten Schuss auf 5:3 erhöhen konnte (44.). Wenige Minuten später belohnte sich erneut EVR-Kapitän Billy Trew durch einen schönen Handgelenk-Schuss mit dem Tor zum 6:3 (48.). Die vermeintliche Vorentscheidung gelang dann wiederum Gajovsky, der beim Rebound parat stand und seinen Hattrick schnüren konnte, in Minute 49. Doch Landshut steckte nicht auf und kam sogar in Unterzahl zum nächsten Tor. Max Forster, der eine Regensburger Vergangenheit hat, nutzte einen Scheibenverlust gekonnt zum 7:4 (55.). Die Messe war dann erst recht nicht gelesen, als Cody Thornton – diesmal in Überzahl – sogar die Gäste wieder auf zwei Treffer heran brachte (58.). Als dann nochmal beim ein oder anderen Zuschauer leichtes Grübeln einsetzte, beendete Regensburgs Angreifer Jeff Smith schnell diese Gedankenspiele. Der US-Boy spielte seine ganze Geschwindigkeit aus, ließ zwei Gegenspieler stehen und umkurvte am Ende spektakulär Max Englbrecht zum 8:5-Endstand und das nur 41 Sekunden nach dem Treffer von Cody Thornton (58.).

Das Regensburger Publikum feierte am Ende einen gelungenen Abend in einem picke packe vollen Stadion und auch Sieg Nummer 20 in Serie. Der unglaubliche Lauf der Oberpfälzer geht somit weiter und am kommenden Wochenende warten wieder zwei interessante Aufgaben auf das Team von Doug Irwin. Am Freitag steigt ein hartes Auswärtsspiel in Peiting und am Sonntag kommt der „Exot“ der Liga zum zweiten Mal in die Donau-Arena, die Rede ist vom EHV Schönheide.

Redaktion

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