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ESC Kempten scheitert an sich selbst – 8:3 Niederlage beim VfE Ulm/Neu-Ulm

Kempten. (PM) Reich an Kuriositäten war die Partie zwischen den Donau-Devils Ulm und den Sharks vom ESC Kempten. Das fing schon bei der ungewöhnlichen Spielansetzung um 20:30 Uhr an, die man aufgrund einer Feierlichkeit so wählte, von der bei Eintreffen aber nichts zu sehen war und das Spiel auch gut eine Stunde früher hätte beginnen können. Einer der beiden Schiedsrichter hatte sich am Vormittag beim Verband krank gemeldet, das erste Spieldrittel fand unter Zustimmung beider Mannschaften nur mit einem Unparteiischen statt, da es den Verantwortlichen nicht gelang bis Spielbeginn Ersatz zu besorgen.

Als dann endlich Eishockey gespielt wurde, wurden die Gäste schon nach 11 Sekunden!! Kalt erwischt, einem ESC Verteidiger versprang die Scheibe beim Passversuch, der Ulmer Stürmer bedankte sich und traf zum 1:0. Der Weckruf tat der Partie sichtlich gut, denn nun begannen die Sharks das Heft in die Hand zu nehmen. Und so bedurfte es in der fünften Minute eines Überzahlspiels, in dem Tobi Pichler überlegt auf Markus Bauer spielte und dieser frei vor dem Tor seine Torjägerqualitäten ausnutzen konnte. 1:1 und da Spiel begann gewissermaßen wieder von vorne. Über weite Strecken waren die Allgäuer nun die tonangebende Mannschaft und Ulm hatte im ersten Abschnitt nur wenig entgegen zu setzen. Allerdings ließen sie wie so oft beste Tormöglichkeiten aus und doppelte Überzahlgelegenheiten ungenutzt verstreichen. Der schön herausgespielte Treffer zum 1:2 durch Andreas Ziegler war dann in Minute 14 der einzige Lohn ihrer Angriffsversuche. Nur neun Se-kunden später schlug Ulm zurück, wieder begünstigt durch einen Fehler in der Kemptener Defensive.

Vor Drittel zwei gingen die Kuriositäten weiter, die Eismaschine fiel mit einem Defekt aus – den Eismeistern stand aber eine zweite Maschine zur Verfügung, so dass sich die Pause nur ein wenig verlängerte. Der zweite Schiedsrichter war nun auch eingetroffen und was einer im ersten Drittel noch so souverän leitete wurde mit zwei Unparteiischen plötz-lich zerfahren.

Kein Pass fand mehr den Empfänger, Unnötige Strafzeiten wurden genommen, das Spiel geriet den Sharks komplett aus den Händen. Zunächst gelang ihnen die Führung durch einen glücklichen Konter, in Überzahl ließen sie dann zwei Minuten später nichts anbrennen und stellten auf 4:2. Kempten war kom-plett von der Rolle und ließ sich mehr und mehr von der härter werdenden Gangart der Ulmer einschüchtern. Das gipfelte in einer Spieldauerstrafe von Martin Zahora, der nun im Sonntagsspiel in Trostberg zum zusehen verdammt ist. Weil auch ein weiterer Kemptener Spieler die Strafbank drücken musste konnten die Ulmer mit zwei Mann mehr agieren und ließen sich hier nicht lange bitten – vor der Pause erzielten sie die für sie beruhigende 5:2 Führung.

Der Schlussabschnitt sollte eigentlich verheißungsvoll für Kempten, zu Drittelende bekamen die Hausherren zwei Strafen aufgebrummt und die Haie konnten beinahe zwei Minuten mit zwei Mann mehr agieren. Allerdings stellten sie sich hier denkbar unglücklich an und auch diese Gelegenheit ließen sie ungenutzt verstreichen. Fast schon bezeichnend, dass ihnen erst kurz nach Ablauf der Strafe der 5:3 Anschlusstreffer durch Christian Engler gelang, der den Puck trocken unter der Latte versenkte. Aber Ulm gelang es auch hier nur zwei Minuten später zurückzuschlagen, natürlich mit einem Mann mehr auf dem Eis. Frustrierend zu sehen wie der Gegner jedes Überzahlspiel in Tore ummünzt, während diese Gelegenheiten bei den Sharks mehr und mehr zur Herausforderung werden. Fünf Minuten vor dem Ende nahm Becherer noch den Torhüter für einen weiteren Feldspieler heraus, aber auch hier fiel der Treffer auf der anderen Seite zum 7:3. Wie sich zeigte folgte der Schlussakkord aber noch drei Minuten später, als die entfesselt aufspielenden Ulmer für den 8:3 Endstand sorgten.

Statistik:
VfE Ulm/Neu-Ulm – ESC Kempten 8:3 (2:2,3:0,3:1)

Tore:
1:0 Armstrong (1.), 1:1 Bauer (5.), 2:1 Ziegler (14.), 2:2 Stempfel (14.), 3:2 Zientek (27.), 4:2 Nussbau-mer (29.), 5:2 Zientek (37.), 5:3 Engler (43.), 6:3 Armstrong (45.), 7:3 Dolezal (57.), 8:3 Dschida (59.)

Strafzeiten:
Ulm/Neu-Ulm 18
Kempten 14+5+Spieldauer (Zahora)

Zuschauer: 250

Redaktion

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