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Logo Red Bull SaluteBerlin. (PM) Von Beginn an setzten die Schweden den Gastgeber gut unter Druck. Die Eisbären hielten diesem Druck aber Stand und erspielten sich gute Möglichkeiten. In der 5. Spielminute setzten die in weiß gekleideten Gäste ein erstes Achtungszeichen und trafen den Pfosten. Kurz danach erhielten Sie ihr erstes Powerplay, doch Chancen erspielte sich der FBK nur wenige. Die Eisbären kamen gar zu einem Unterzahlkonter, den Matt Foy aber nicht vollenden konnte. In der 14. Spielminute konnten sich die Berliner das erste Mal im Überzahlspiel probieren. Verteidiger Shawn Lalonde hämmerte dabei einen Schlagschuss an den Pfosten. Den Nachschuss sicherte FBKs Schlussmann Daniel Taylor reflexartig schnell mit der Fanghand. Noch in der gleichen Minute konnte sich Berlins Torhüter Rob Zepp auszeichnen, Patrik Lundh ließ seinen Gegenspieler stehen und schoss aus dem Lauf aufs Tor. Zepp jedoch sicherte den Puck recht locker. Kurz darauf stand wiederum der Berliner Torhüter im Zentrum des Geschehens, Turnier-Top-Torschütze Milan Gulas wurde von einem Eisbären so in den Torraum gedrängt, dass dieser Zepp erwischte. Der Deutsch-Kanadier prallte von dabei an den Pfosten und musste einige Minuten behandelt werden. Schließlich verließ er mit einer Rippenprellung das Eis und wurde dazu noch ins Krankenhaus gebracht. Der Etat mäßige zweite Torhüter der Gastgeber, Sebastian Elwing, wurde daraufhin eingewechselt.

In der 21. Minute konnte Gulas das vollenden, was er im ersten Drittel schon versuchte. Er lief mit Christian Berglund mit und hatte im Anschluss wenig Mühe den von links kommenden Pass im halbleeren Tor unterzubringen. Die Eisbären brauchten einige Minuten um sich von dieser kalten Dusche zu erholen. Die Schweden erspielten sich in der Folge noch einige gute Chancen bei denen sich Sebastian Elwing beweisen konnte. In der Mitte des Drittels (32.) hatten die Berliner eine zweifache Überzahl des FBK zu überstehen. Als es schon schien, dass sie diese unbeschadet über die Zeit bringen könnten, ja da schlug abermals Milan Gulas zu. Er zeigte seine ganze Klasse, in dem er eine Bewegung von Elwing abwartete und ihn schlussendlich tunnelte. Genau zwei Minuten später schwächten sich die Gastgeber selber, Julian Talbot sollte wegen eines Hohen Stocks in die Kühlbox – ließ sich dann aber von Karlstads Berglund zu einem Stockstich provozieren und musste deshalb vorzeitig das Spiel verlassen. Berglund bekam für seine Aktion vom Schiedsrichtergespann eine 10-minütige Disziplinarstrafe ausgesprochen, die er unter lautstarken Protest antrat. Die spielerische Klasse des von Leif Carlsson trainierten Teams zeigte sich nicht erst in den folgenden Überzahlminuten. In der 38. Minute nutzte Per Åslund einen gut getimten Pass von Milan Gulas zum komfortablen 3-Tore-Führung der Schweden.

Färjestads Marius Holtet und Berlins Mark Bell im Zweikampf - © by GEPA Pictures, Red Bull Media

Färjestads Marius Holtet und Berlins Mark Bell im Zweikampf – © by GEPA Pictures, Red Bull Media

Das dritte Drittel war genau sieben Minuten und 16 Sekunden alt, da erhöhte Jack Connolly auf 4 zu 0 aus Sicht der Gäste. Ville Lajunen schoss in dieser Situation von der blauen Linie, Connolly hielt seinen Schläger in den Schuss und fälschte unhaltbar ab. Damit war die Partie endgültig entschieden, die Berliner hielten nach Kräften dagegen, doch der Ehrentreffer wollte an diesem Abend nicht fallen. So gewann der Vorjahresfinalist auch sein zweites Spiel beim diesjährigen Red Bulls Salute Turnier. Damit zogen die Mannen von Chefcoach Leif Carlsson zum zweiten Mal in Folge in das Finale ein, Gegner am kommenden Sonntag ist der finnische Vertreter von JYP Jyväskylä. Die Finnen besiegten im ersten Spiel am Freitag den Titelverteidiger von Luleå Hockey mit 3:2 nach Penaltyschießen.

Für die Eisbären Berlin wird es beim morgigen Match gegen die Vertreter von Frölunda Göteborg darum gehen, sich vor eigenem Publikum mit einem Sieg aus dem Turnier zu verabschieden.

RED BULLS SALUTE 2013
Eisbären Berlin – Färjestad BK 0:4 (0:0, 0:3, 0:1)
Tore: Gulas (21., 32./PP2), Ahslund (38./PP2), Connolly (48.)

Leif Carlsson, der Head Coach von Färjestad BK, freute sich über den vorzeitigen Finaleinzug: „Das war wieder so ein ‚toughes‘ Spiel. Berlin hat hart gespielt und es uns nicht leicht gemacht. Aber die Berliner haben auch undiszipliniert gespielt und uns damit oft in numerischen Vorteil gebracht. Das war unser Glück, denn letztlich haben wir einige Powerplaysituationen zu unserem Vorteil genutzt und können uns nun aufs Finale vorbereiten.“

Der Head Coach der Eisbären Berlin, Jeff Tomlinson, beklagte die vielen Strafen seines Teams: „Wenn du auf diesem Niveau erfolgreich sein willst, musst du mit voller Mannschaftsstärke spielen. Wir haben viel zu oft auf der Strafbank gesessen und das kostet natürlich Kraft. Wir hatten vorher schon einige Verletzte, dann fiel auch noch Rob Zepp aus, das war auch nicht gerade förderlich für unser Spiel. Im ersten Drittel haben wir noch gut gespielt und Barry Tallackson hatte eine Topchance aufs erste Tor, doch danach war es einfach schwer, mit so viel Unterzahl Tore zu schießen.“

Wie geht es morgen, Samstag, weiter? Am dritten Spieltag, zugleich dem Abschluss der Gruppenspiele beim Red Bulls Salute 2013, stehen sich um 17 Uhr Djurgårdens IF und Luleå Hockey im rein schwedischen Duell sowie um 20:30 Uhr die Frölunda Indians und die Eisbären Berlin in der o2 World gegenüber. Die Finalpaarung für Sonntag (20:15 Uhr in der o2 World) ist allerdings schon fixiert, denn Färjestad BK und JYP sind mit je zwei Gruppensiegen nicht mehr einzuholen.

Redaktion