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DNL: Köln baut Führung an der Tabellenspitze weiter aus
Charlie Jahnke (Eisbären Juniors) setzt sich gegen Chris Schmidt (DEG) durch - © by EH-Mag. (DR)

Charlie Jahnke (Eisbären Juniors) setzt sich gegen Chris Schmidt (DEG) durch – © by EH-Mag. (DR)

Düsseldorf. (MR) Nach einer Woche Länderspiel-Pause wurde an diesem Wochenende wieder in der DNL gespielt, und alle drei (roten) NRW-Vereine hatten Heimspiele, die sie auch gleich noch (teilweise) positiv gestalten konnten.

Da waren zunächst die Jungs vom KEV ’81, die sich nach dem überraschenden doppelten Punktgewinn am grünen Tisch (der KEV hatte die beiden letzten Spiele gegen Köln trotz Niederlagen mit jeweils 5:0 gewertet bekommen, da Köln zu viele Schülerspieler eingesetzt hatte) gegen den Zweitplatzierten EC Bad Tölz sehr motiviert zeigten und bereits nach 9 Sekunden (!) den ersten Treffer erzielt hatten. Es schien der Tag der offenen Tore zu werden, denn es ging Schlag auf Schlag weiter, sodass nach noch nicht einmal fünf Minuten ein 3:1 auf der Tafel stand. Dann aber waren auch die Torhüter im Spiel angekommen, und der nächste Treffer fiel erst im Mitteldrittel und in Überzahl, aber auch wieder früh nach Wiederbeginn. Das war der Anschluss für die Gäste, doch dann nahmen diese sich durch gleich zwei Strafen aus dem Lauf, und der jüngste Krefelder, Jan Schumacher, konnte den alten Abstand wieder herstellen. Krefeld blieb stark, aggressiver und wollte sich den Sieg nicht mehr vom Brot nehmen lassen – bis zum erneuten Seitenwechsel konnten sie weitere zwei Male erfolgreich abschließen. Und was machte Bad Tölz? Den Gästen gelang nicht so viel, sie kamen im Schlussabschnitt zum dritten Torerfolg, doch dabei blieb es dann, und Krefeld konnte sich über einen 6:3 Sieg freuen.

Anschließend begrüßte die Düsseldorfer EG 30 km entfernt die Eisbären Juniors an der Brehmstraße. Hier gab es nach 9 Sekunden die erste Strafe, doch noch konnte kein Team etwas aus dieser oder den nächsten Überzahlsituationen machen. Groß war der Jubel, als Nico Strodel seine DEG in Führung schoss (10. Min.). Berlin schien die größeren Spieler zu haben und machte viel Druck, doch vor allem Hendrik Hane im DEG-Kasten machte jegliche Möglichkeit zunichte. Nachdem die Hausherren im mittleren Abschnitt zwei weitere Treffer hatte nachlegen können, verteidigten die Rheinländer diese 3:0 Führung auch und vor allem im Schlussabschnitt, ja, man trieb die Hauptstädter bereits in der neutralen Zone schier zur Verzweiflung und konnte auch noch Nadelstiche setzen, damit der Gästegoalie keine Langeweile bekam. Am Ende blieb der Kasten hinter Hane sauber, und Düsseldorf schob sich mit dem Punktgewinn an Tölz vorbei auf den zweiten Platz.

Die Kölner Junghaie schossen sich den Frust des Punktabzuges vom letzten Spielwochenende von der Seele – samstags droschen, schoben, schlenzten sie die Scheibe ganze 61 Male auf den bedauernswerten Bastian Kucis, der den Kasten des ESV Kaufbeuren hütete, sechsmal musste er sich geschlagen geben. Sein Team kam nur zu einem Ehrentreffer.

Dani Bindels (KEC) und Michael Fichtl (ESVK) - © by EH-Mag. (DR)

Dani Bindels (KEC) und Michael Fichtl (ESVK) – © by EH-Mag. (DR)

Am Sonntag war zunächst nichts davon zu sehen, dass hier der Tabellenführer gegen den Letzten spielte, auch machten sich die Junghaie das Leben durch viele Strafzeiten in der ersten Hälfte unnötig schwer, kassierten gegen Ende des mittleren Abschnittes auch noch einen Treffer in eigener Überzahl zum 2:2. Das Spiel war insgesamt sehr zerfahren, und Kaufbeuren war dem Siegtreffer lange Zeit näher als der Favorit. Erst als Dani Bindels den Puck in der 53. Spielminute in die Maschen gewuchtet hatte, schlug das Pendel in Richtung Heimsieg. Mit schönem Move legte Marvin Rathmann die Scheibe um den Gästegoalie und tütete damit den Sieg ein, Dominik Bokk traf am Ende noch ins leere Tor zum Kölner Endstand von 5:2.

Die anderen NRW-Teams aus der roten Gruppe konnten das Ergebnis des Vortages am Sonntag nicht bestätigen: Krefeld unterlag Bad Tölz mit 4:7. In Düsseldorf drehten die jungen Eisbären das Spiel im Mittelabschnitt innerhalb von 6 Minuten, ehe die DEG im Schlussabschnitt die Verlängerung erzwingen konnte, die allerdings torlos blieb. Im anschließenden Penaltyschießen hatten die Gäste dann die Nase vor, Kapitän und U20-Nationalspieler Charlie Jahnke war als einziger Schütze erfolgreich zum 4:3 Endstand für Berlin.

In der Gruppe „Blau“ standen an diesem Wochenende ebenfalls jeweils drei Begegnungen auf dem Plan. So unterstrich der EV Regensburg seine Ambitionen, die Qualifikationsrunde zu erreichen, mit einem 10:2 gegen den Schwenninger ERC deutlich. Hier zeigten die Domstädter samstags erfolgreiches Powerplay und nutzten im strafenarmen Spiel drei der fünf Überzahlmöglichkeiten aus. Auch am Sonntag setzte sich der Favorit durch und ging mit einem 5:1 vom Eis.

Eine kleine Schlappe musste Tabellenführer Iserlohn in Dresden einstecken und unterlag samstags in der sächsischen Metropole mit 3:4. Am nächsten Tag aber war alles wieder, wie man es der Tabellensituation entsprechend erwartet hatte: Dresden musste sich 1:9 geschlagen geben.

Tabellenschlusslicht ERC Ingolstadt bekam von Augsburg auch die volle Breitseite ab beim 2:9 am Samstag, muss sich hier aber auch eine Mitschuld geben, saßen sie doch einfach zu oft auf der Strafbank, und Augsburg traf zwei Male in doppelter Überzahl sowie mit einem Strafschuss.

Am Sonntag hatte Augsburg ein Heimspiel und begrüßte abends den SB Rosenheim. Hier hatte Rosenheim nichts zu melden beim 4:1, der einzige Treffer Oberbayern fiel erst in der 59. Spielminute und damit zu spät, um eine Aufholjagd zu starten.

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Michaela-Ross