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Düsseldorf. (MR) Die Düsseldorfer EG konnte an diesem Wochenende den zweiten Sieg gegen die überfliegenden Jungadler aus Mannheim einfahren. Dem 2:1 Sieg von Samstag...
Mannheims Yannick Drews vor Benedict Roßberg © by Eishockey-Magazin (DR)

Mannheims Yannick Drews vor Benedict Roßberg © by Eishockey-Magazin (DR)

Düsseldorf. (MR) Die Düsseldorfer EG konnte an diesem Wochenende den zweiten Sieg gegen die überfliegenden Jungadler aus Mannheim einfahren. Dem 2:1 Sieg von Samstag folgte ein punktloses 1:4 am Sonntag.

Am Samstag zunächst wurde der Tabellenführer seiner Favoritenrolle gerecht, kam öfter vor das von Benedict Roßberg gehütete Tor, doch ein Treffer sollte nicht fallen. Es ging torlos in die erste Pause. Aus dieser kamen die Gastgeber hochmotiviert, aber Mannheim jubelte schon nach nur einer Zeigerumdrehung. Das Schiedsrichtergespann hatte allerdings vor dem Puckeinschlag eine unfaire Situation gesehen, so dass statt eines Treffers eine Strafzeit für  die Quadratestädter auf die Uhr kam. Nach einer „ej-Strafe“, die Düsseldorf schadlos überstehen konnte, traf Mannheim nur das Gestänge, gegenüber wurde Tim Brazda ins Tor gecheckt, was der DEG ein Powerplay bescherte. Eric Stephan verkürzte die Strafzeit gewaltig mit seinem Gewaltschuss von der Blauen (36.). Die zweite Reihe wollte dem nicht nachstehen, Erik Keresztury bediente 45 Sekunden später Julian Lautenschlager aus der Hintertorposition, und es stand unglaubliche 2:0 gegen die Überflieger – ein Zwischenstand, der bis zur 51. Minute Bestand haben sollte. Dass im Schlussabschnitt die Brazda-Reihe sich zwar festsetzen die Scheibe aber aus welchen Positionen auch immer nicht an Gästegoalie Florian Proske vorbeibringen konnte, sollte sich rächen, denn quasi im Gegenzug überwand Mannheims Ulib-Gleb Berezovskyy den DEG Goalie zum Anschlusstreffer (51.). Fortan wurde das Düsseldorfer Drittel mit Mann und Maus verteidigt – sehenswert z.B. nach Düsseldorfer Fehler der Hechtsprung von Stephan in den Laufweg des einmaligen Torschützen Berezovskyy, während den Gästen auch ein wenig das Scheibenglück abhanden gekommen war. So konnte der knappe Vorsprung über die Zeit gebracht werden.

 

Das (Sa)Spiel Düsseldorfer EG – Jungadler Mannheim 2:1 (0:0 / 2:0 / 0:1)

Tore: 1:0 (35:26) Stephan (Tim Brazda, Tobias Brazda) 5-4; 2:0 (36:11) Lautenschlager (Keresztury); 2:1 (50:03) Berezovskyy (Quaas)

Schüsse: 24:29 (7:14/14:7/3:8)

Strafen: DEG – 4 + Diszi Schneider; MAN – 6

Schiedsrichter: Stefan Franz

Zuschauer: 211

 

Zweikampf zwischen Jari Neugebauer und Yannis Walch © by Eishockey-Magazin (DR)

Zweikampf zwischen Jari Neugebauer und Yannis Walch © by Eishockey-Magazin (DR)

Am Sonntag legten die Jungadler einen Frühstart hin – bereits nach 41 Sekunden zappelte die Scheibe hinter Nico Stark in den Maschen (Walch). Im Gegenzug traf Keresztury nur den Blocker. Die erste Strafzeit (und einzige in diesem Abschnitt) konnten die Landeshauptstädter nicht nutzen, anschließend traf Marc Michaelis nur den Pfosten. DEG-Coach Georg Holzmann brüllte seine Leute an, sie sollten „nicht zuschauen“, weil sie sich wohl zu wenig bewegt haben. Den mittleren Abschnitt begannen dann die Gastgeber effektiver, heute traf Keresztury selbst (22.). Was sich bereits im Startabschnitt angedeutet hatte – das Spiel wurde ruppiger, und schließlich lagen Tobias Brazda und Marvin Neher im Ringkampf am Boden. Der Einspruch „der hat angefangen“ von DEG-Kapitän Tim Brazda nützte nichts… Bei nunmehr wechselnden Mehrheiten auf dem Eis agierten die Gäste druckvoller und konzentrierter und konnten kurz vor Drittelende gleich zwei Male die Scheibe aus spitzem Winkel zwischen Goalie und linkem Pfosten einschießen (Drews, 38. und Kurz, 40.). Im Schlussabschnitt änderte sich nicht wirklich etwas, nachdem Keresztury mit weitem Pass geschickt worden und am Schoner gescheitert war, machte es Mannheims Michaelis auf der anderen Seite besser und traf über die Fanghand zum Endstand von 1:4 (55.).

Dieser Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung, nach dem Spiel gab es noch freundschaftliche mannschaftsübergreifende Gespräche auf dem Eis, und Düsseldorf freut sich über drei vielleicht nicht erwartete Punkte aus dem Wochenende gegen Serienmeister Mannheim.

 

Das (So)Spiel Düsseldorfer EG – Jungadler Mannheim 1:4 (0:1 / 1:2 /0:1)

Tore: 0:1 (0:41) Walch (Michaelis, Neher); 1:1 (21:11) Keresztury (van Haren, Erpenbach); 1:2 (37:08) Drews (Kopp, Berezovskyy); 1:3 (39:18) Kurz (Drews) 5-4; 1:4 (54:04) Michaelis

Schüsse: 26:29 (14:9/4:11/8:9)

Strafen: DEG – 10 + Diszi Tobias Brazda; MAN – 12 + Diszi Keil

Schiedsrichter: Nicole Hertrich

Zuschauer: 119

 

Es spielten: DEG – Benedict Roßberg (Lukas Schaffrath) – Alexander Eckl, Eric Stephan; Rick van Haren, Alexander Richter; Levin Markus, Quirin Stocker; Paul Gebel, Maximilian Peters – Tobias Brazda, Eugen Alanov, Tim Brazda; Erik Keresztury, Alexander Schneider, Jari Neugebauer; Johannes Matzken, Julian Lautenschlager, Alexander Korolev; Gereon Erpenbach, Nils Lingscheid, Max Brittig

 

[am Sonntag: Nico Stark ( Benedict Roßberg) – Verteidigung wie Samstag – Tobias Brazda, Eugen Alanov, Tim Brazda; Erik Keresztury, Julian Lautenschlager, Gereon Erpenbach; Johannes Matzken, Max Brittig, Nils Lingscheid; Alexander Korolev, Simon Klemmer, Alexander Spister]

 

MAN – Florian Proske (Pierre Ulbricht) – Dennis Wengrzik, Philipp Halbauer; Yannis Walch, Marvin Neher; Emil Quaas, Lukas Kälble; Tim Bernhardt, Tobias Schmitz – Maurice Keil, Kevin Maginot, Marc Michaelis; Julian Napravnik, Patrick Kurz, Daniel Haase; Yannick Drews, Valentin Kopp, Ulib-Gleb Berezovskyy; Bartek Bison

[am Sonntag gab es hier keine Umstellung]

 

Redaktion