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Bei den Anhängern der Krefeld Pinguine löste sich im Laufe des Tages die Schockstarre, die einsetzte, als bekannt wurde das Christian... „Die Drittelpause“: Ist die WM- und Olympiavorbereitung für Christian Ehrhoff in Köln besser als in Krefeld?
Christian Ehrhoff  - © by Eh.-Mag.

Christian Ehrhoff – © by Eh.-Mag.

Bei den Anhängern der Krefeld Pinguine löste sich im Laufe des Tages die Schockstarre, die einsetzte, als bekannt wurde das Christian Ehrhoff (noch) nicht für die Schwarz-Gelben auflaufen wird. Abgelöst wurde der Schock mittlerweile durch Wut und Enttäuschung, nachdem die Kölner Haie am Abend bekannt gaben, dass Ehrhoff für den KEC aktiv wird. Vor allem bei Facebook machen sich die Fans Luft.
Versucht man das Thema etwas sachlicher zu betrachten, spricht einiges gegen ein Engagement in Krefeld.
Einem Veteran mit über 800 NHL-Spielen wird ein Vertrag als 7. Verteidiger angeboten, er schlägt ihn aus und wechselt nach Europa. Es wäre vermessen zu glauben, dass dieser Spieler in Krefeld anheuern würde. Eigentlich landet dieser Spieler nicht einmal in Deutschland.

Russland, Finnland, Schweden oder die Schweiz wären die ersten Anlaufstellen für den Berater des Spielers und es wäre viel Geld für ihn zu verdienen. Nach ein oder zwei Spielzeiten in den großen europäischen Ligen taucht so ein Spieler in der DEL auf. Auch hier geht er den Weg der Finanzhierarchie. Nach München, Mannheim, Köln oder Berlin landet der Spieler letzlich in Augsburg, Straubing oder Krefeld. Das ganze Szenario lässt sich abkürzen oder verlängern, je nach Erfolg des entsprechenden Teams und des Spielers in der Saison.
Und dennoch war man sich in und um Krefeld sicher, diesen Spieler in die Seidenstadt zu holen. Diese Zuversicht war nicht etwa Größenwahn, sondern das Vertrauen in immer wieder zu hörende Bekundungen zu seinem Verein und seiner Heimat. Man kann seinem Wunsch noch einmal um einen Titel zu spielen voll und ganz verstehen und auch respektieren. Selbst einen Wechsel zu dem rheinischen Rivalen in die Domstadt hätten viele seiner Fans verstanden, jedoch hätte man Christian Ehrhoff gewünscht, dass er sich etwas Beratung bei der Wahl seiner Worte zu diesem Schritt geholt hätte.

Nach Angaben der Rheinischen Post möchte er sich so optimal wie möglich auf die WM und die Olympischen Spiele vorbereiten. Es bleibt die Frage zu beantworten, wie man sich besser vorbereitet. Mit einem Team wie den Pinguinen, bei dem man in jeder Paarung immer an sein Limit gehen muss oder aber mit einem Top-Team der Liga wie den Haien, bei dem möglicherweise auch 80% ausreichen um zumindest das Halbfinale zu erreichen?
(RS)

Über „Die Drittelpause“: In der sogenannten „Drittelpause“ greifen verschiedene Autoren aktuelle Themen auf und beziehen hier klar persönlich Stellung. Hierbei wird Nebensächliches zur Hauptsache gemacht und umgekehrt. Es wird gerne überspitzt, frech und vielleicht auch manchmal einfach nur „anders“ argumentiert und kommentiert. Mal laut, mal leise, mal mit einem Augenzwinkern und mal mit dem Dampfhammer oder in Satireform. „Die Drittelpause“ ist nicht neutral und ausgeglichen, sie ist die oft persönliche Meinung des Autors / der Autorin und soll Anlass zur Diskussion bieten.

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Redaktion

  • Michael Kowalak

    25. Oktober 2016 #1 Author

    Na Bravo!

    Wieder einmal wird der traditionsreiche KEV von einem Autor verunglimpft und als absoluter „Underdog“ im deutschen Eishockey bewertet! Das macht mich wirklich richtig wütend!

    Auch Sie gehören also zu der Sorte Sportredakteure, die bis heute nicht verstanden haben,
    dass Krefeld eine Stadt mit sehr großer Eishockeytradition ist und in Krefeld nicht nur Eishockey gespielt, sondern auch Eishockey gelebt wird. Wissen Sie übrigens, wo der DEB 1963 gegründet wurde? Vielleicht sollten Sie sich damit vor Ort langsam einmal richtig vertraut machen und dann können Sie sich auch ein Urteil über den KEV erlauben!

    Alle KEV-Fans in Krefeld und auch anderswo (ich!) sind zu Recht von Christian Ehrhoffs Entscheidung maßlos enttäuscht. Die Verantwortlichen in Krefeld haben wochenlang versucht, einen maßgeschneiderten Vertrag zu entwerfen, den der Spieler akzeptieren könnte. Die Sponsoren wurden zusätzlich aktiviert noch großzügiger zu sein, und, und, und …
    Denn man muss auch wissen, dass Christian Ehrhoff zwar Krefeld bis gestern nie eine feste Zusage gemacht hat, aber leider durch sein Verhalten und wohl bei mehreren Gesprächen mit den Beteiligten und auch in Interviews große Hoffnungen bei seinem ehemaligen Heimatverein und den KEV-Fans in Bezug auf seine Rückkehr geweckt hatte.
    Und die Aussage, nicht aus finanziellen, sondern nur aus sportlichen Gründen jetzt nach Köln zu wechseln macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil! Denn sie bewirkt, dass man sich in Krefeld jetzt sogar mehr oder weniger „verschaukelt“ fühlt und es natürlich äußerst schwer fällt, dem Glauben zu schenken.

    Was mich persönlich angeht, ist es mir erstaunlicherweise schon fast gelungen, den Spielernamen „Christian Ehrhoff“ auch als jemand, der bereits über 50 Jahre Fan des KEV ist, komplett aus meinem Gedächtnis zu streichen. Und ich bin sicher, dass es vielen anderen Anhängern dieses Eishockeyvereins ähnlich geht!

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