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Nein, über Verletzungen spricht man im Lager der Iserlohn Roosters nur ungern. Während der laufenden Meisterschaftssaison schon gar nicht. Hält man... „Die Drittelpause“: Come back stronger, Jordan Smotherman!
Jordan Smotherman - © by EH-Mag. (MK)

Jordan Smotherman – © by EH-Mag. (MK)

Nein, über Verletzungen spricht man im Lager der Iserlohn Roosters nur ungern. Während der laufenden Meisterschaftssaison schon gar nicht. Hält man sich zu Beginn der Saisonvorbereitung zum Ausfall eines Spielers bedeckt, dann weiß der geneigte Medienvertreter nur zu genau, dass da etwas sehr Ernstes vorliegen muss.

Ähnlich war es vor gut zwei Jahren, als sich Torwart Daniar Dshunussow an der Bandscheibe verletzt hatte. Der Schock saß erst einmal tief. Für einen Torhüter kann solch eine Verletzung das Karriereende bedeuten. Heute wissen wir, dass „Dshuni“ – wie ihn seine Freunde nennen – seine Karriere nach einigen Monaten fortsetzen konnte.

Und auch in der vergangenen Woche saß bei den Verantwortlichen der Sauerländer im Fall von Jordan Smotherman der Schock tief, als klar war, dass der US Boy durch den Medizincheck gerasselt war. Bis heute hat man aus gutem Grund die wahren Krankheitsgründe nicht öffentlich kommuniziert und aus Rücksicht auf den Spieler um Stillschweigen gebeten. Das ist zu respektieren.
Es ist übrigens keine völlige Seltenheit, dass Profisportler den Medizincheck nicht bestehen. Die Fußballer Naldo, Sidney Sam, Philipp Hosiner, ganz aktuell der Basketballer Dez Wells (Tübingen) oder auch Eishockeystürmer Colin Long, der 2012 bei der DEG durchfiel, waren alle schon einmal davon betroffen.

Zurück zu Jordan Smotherman: Er sollte im Team der Roosters 16/17 eine der Korsettstangen im Angriff bilden. Mit 191 cm Körpergröße und 102 Kilo Kampfgewicht bringt er Gardemaß mit. Nun hat das „wahre Leben“ leider gnadenlos zugeschlagen. Co-Trainer Jamie Bartman brachte es auf den Punkt: „Solche Tage will niemand erleben, aber wir müssen froh sein, dass er lebt“.
Allein diese Aussage sollte mehr als genug zum Ausdruck bringen, wie ernst es in dieser „Angelegenheit“ steht. Umso unverständlicher sind Aussagen sogenannter Fans, die den Roosters vorwerfen bei der Verpflichtung Smothermans geschlampt zu haben. Oder Smotherman selbst unprofessionelles Verhalten vorwerfen.

Medizinchecks sind dazu da Krankheiten aufzudecken. Letztendlich bewahren sie krass gesagt den Klub / Arbeitgeber davor im harten Profigeschäft Geld zu „verbrennen“. Vor allem aber helfen sie dem Spieler / Patienten die erkannte Krankheit zu bekämpfen.

Die Roosters können in der aktuellen Situation Jordan Smotherman keinen Vertrag geben. Sie sind gezwungen sich nach Ersatz umzuschauen. So ist das harte Profi-Alltagsgeschäft. Dennoch schließt Manager Karsten Mende eine spätere Verpflichtung nicht aus.

Der Sport schreibt oft die schönsten, aber manchmal auch sehr tragische Geschichten. Hoffentlich wird Jordan Smotherman wieder komplett gesund und kann auf das Eis zurückkehren. Alles Gute! Come back stronger, Jordan Smotherman!

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Redaktion

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