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DEL2 Playdowns: Nick Dineen erlöst die Fans des EC Bad Nauheim in der 80. Minute
EC Bad Nauheim

Vitalij Aab (Bad Nauheim) scheitert an Ryan Nie (Torwart Eispiraten ) – © by A. Chuc


Bad Nauheim. (PM) Fast komplette vier Drittel dauerte es, ehe heute Abend die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim in der Playdown-Serie durch einen 4:3 (1:0, 2:2, 0:1)-Heimsieg n.V. gegen die Eispiraten aus Crimmitschau mit 1:0 in der „best of seven“-Serie vorlegen konnten.

„Wir waren auf eine kämpferische Crimmitschauer Mannschaft vorbereitet, so dass es das erwartet harte Stück Arbeit war. Noch haben wir aber nichts gewonnen, es steht erst 1:0 und es wird in den nächsten Partien sicherlich nicht einfacher“, sagte EC-Coach Petri Kujala nach einer ob der Spielstände spannenden Partie, die in der 80. Minute durch einen Treffer von Nick Dineen entschieden wurde.

Die Anfangsphase war zunächst bestimmt von einem Abtasten beider Mannschaften. Crimmitschau versuchte hierbei, das körperliche Element in den Vordergrund zu stellen und fuhr somit die Checks zu Ende, was den Gastgebern anfänglich sichtlich Probleme bereitete. Die Eispiraten hatten somit optisch mehr vom Spiel, ohne sich jedoch die ganz großen Chancen zu ermöglichen. Die Roten Teufel, die mit Rämö im Tor anstatt mit Kranjc im Feld agierten, bissen sich ihrerseits immer wieder in der guten Gäste-Abwehr fest, so dass Ryan Nie im Kasten der Westsachsen nur wenig zu tun bekam und die Partie ohne große Höhepunkte blieb. Crimmitschau hatte einen Außenpfostenschuss zu verzeichnen, als Körner in der 10. Minute einfach mal abzog, was das Highlight bis dahin blieb. Erst eine Überzahl für die Gastgeber sorgte für den Türöffner in diesem ersten Playdownspiel. Bad Nauheim hatte hierbei einige gute Gelegenheiten (u.a. Krestan, Aab und Pauli), so dass Nie der Fels in der Brandung war und in höchster Not für die Gäste rettete. Als sich beide Seiten schon auf ein 0:0 nach dem ersten Drittel einrichteten, gewann Dominik Lascheit ein Bully vor dem Crimmitschauer Gehäuse, Marcus Götz zog nach Pass von Aab von der blauen Linie ab und das Hartgummi schlug an Freund und Feind vorbei zum glücklichen 1:0 kurz vor der Sirene ein.

Der Beginn des zweiten Abschnitts gehörte den Gästen: Jason Pinizzotto kam nur einmal frei vor den Kasten, da klingelte es auch gleich im Netz der Bad Nauheimer. Und die Eispiraten setzten nach: durch aggressives Forechecking sogar in Unterzahl provozierten sie gleich zwei Fehlpässe der Hausherren, was Gollenbeck mit einem satten Schuss zur 2:1-Führung der Westsachsen nutzen konnte (31.). Die Hessen legten den Schalter aber wieder um und antworteten: nachdem vor Nie viel Verkehr herrschte, traf Harry Lange zum wichtigen 2:2-Ausgleich (35.). In der nächsten Szene kassierte Pinizzotto eine Strafe wegen Spielverzögerung, den sich bietenden Platz nutzte Krestan in bewährter Manier zur 3:2-Pausenführung.

Das letzte Drittel begann mit einer doppelten Überzahl der Gäste, die aber selbst eine Minute mit zwei Mann mehr auf dem Eis nicht verwerten konnten. Dennoch waren nun erneut die Eispiraten am Drücker, die zunächst durch Payka an Rämö scheiterten (42.), dann aber erneut durch Gollenbeck nach einem Konter und einer Direktabnahme zum 3:3 erfolgreich waren. Bad Nauheim kam aber auch diesmal zurück und erhöhte wie in den ersten beiden Dritteln den Druck, doch auch beste Chancen von Frosch, der nach Wiedergenesung im vierten Sturm zum Einsatz kam, Krestan sowie ein Pfostenschuss von Johansson konnten nicht in Zählbares umgemünzt werden, so dass es nach kämpferisch geprägten 60 Minuten in die Overtime ging.

Freitag Spiel zwei in Westsachsen

In der Verlängerung hatten die Roten Teufel die größeren Kraftreserven und kamen in der 63. Minute gar zu einem vermeintlichen Tor von Dusan Frosch, doch der Unparteiische hatte zuvor abgepfiffen. Bad Nauheim blieb am Gashebel und erzwang gar einen Penalty nach einem Foul an Krestan, doch dieser scheiterte in der 70. Minute an Ryan Nie. Richteten sich schon alle auf eine zweite Verlängerung ein, da schnappte sich Nick Dineen in Überzahl das Hartgummi und versenkte es 52 Sekunden vor dem Pausenpfiff zum umjubelten und befreienden 4:3-Endstand. „Es war ein gutes Auswärtsspiel von uns. Am Ende haben wir zu viele Strafzeiten kassiert, aber an diese Leistung wollen wir am Freitag anknüpfen“, sagte Crimmitschaus Trainer John Tripp nach der Partie und verwies damit auf Spiel zwei, das am Freitag ab 20 Uhr im Sahnpark stattfindet.

EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau 4:3 n.V. (1:0, 2:2, 0:1)
Tore:
1:0 (19:41) Götz (Aab, Lascheit)
1:1 (21:47) Pinizzotto (Lee, Schietzold)
1:2 (30:20) Gollenbeck (Bartek, Nie) SH1
2:2 (34:25) Lange (Pauker, Ketter)
3:2 (35:41) Krestan (Dineen, Johansson) PP1
3:3 (44:18) Gollenbeck (Kabitzky, Schlenker)
4:3 (79:08) Dineen (Krestan, Johansson) PP1
Strafminuten: ECN 10 / ETC 18 + 10 (Lee)
Zuschauer: 2.131

Redaktion