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Brad Ross zieht sich den Zorn des Trainers zu
Brad Ross - © by EH-Mag. (JB)

Brad Ross – © by EH-Mag. (JB)

 

Iserlohn. (MK) Zum Start in die heiße Endphase der DEL Doppelrunde feierten die Iserlohn Roosters einen verdienten 6:0 Sieg gegen etwas unter Wert geschlagene Augsburger Panther.

Für die 4967 Zuschauer in der erneut ausverkauften Eissporthalle am Seilersee hatte das Match sicherlich hohen Unterhaltungswert, so sie es denn mit den Sauerländern hielten. Ein Tor der „Marke Schlitzohr“ zum 2:0, als York aus spitzem Winkel den Augsburger Torwartrücken in voller Absicht mit Erfolg anvisierte. Dazu eine Traumkombination zwischen Connolly, Macek  und Torschütze Caporusso zum 5:0. Das waren die Sahnehäubchen an diesem Abend. Obendrein viele rassige Zweikämpfe, harte Checks und einige Fights. Iserlohner Eishockeyherz, was willst Du mehr!

Dennoch gab es einen kleinen bitteren Beigeschmack. Brad Ross, ohnehin eher ein Spieler, der die rustikalere Art bevorzugt, sammelte gegen die Panther reichlich Strafzeiten. Insgesamt standen am Ende 56 Strafminuten allein auf seinem Konto. Zu den 2+2+10 Strafminuten nach einer kleinen Rauferei mit Augsburgs Öberg im zweiten Drittel, gesellte sich in der 57. Minute eine Diszilplinarstrafe dazu. Völlig überzogen beschimpfte Ross nach einer gegen ihn ausgesprochenen Zwei-Minuten-Strafe die Schiedsrichter. Eine Szene, die auch Iserlohns Cheftrainer Jari Pasanen ganz und gar nicht gefiel. Das Spiel war schließlich längst entschieden. „So etwas passiert in der Vorbereitung, aber nicht in dieser Phase und schon gar nicht beim Stand von 6:0“, war der Finne sichtlich sauer. Neben der automatischen Sperre kündigte Pasanen zusätzlich eine interne Strafe an. Wie genau die aussehen wird, wollte er nicht verraten. In der DEL Strafzeitenstatistik kletterte „Chartbreaker“ Brad Ross mit insgesamt 129 Strafminuten auf Rang drei.

Brad Ross hat seiner Mannschaft damit einen Bärendienst erwiesen. Er ist am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen Spitzenreiter München nicht nur gesperrt. Für ihn dürfte auch niemand ins Team nachrücken, denn der gegen Augsburg auf der Tribüne sitzende Zach Hamill fällt, anders als Ross, unter das Ausländerkontingent. Eine „Wunderheilung“ bei Denis Shevyrin ist eher unwahrscheinlich. Ein wenig Improvisation dürfte in München also gefragt sein.

Nicht improvisieren müssen die Roosters auf der Torwartposition. Mathias Lange wird nach seinem Shutout auch in München im Tor stehen. Chet Pickard übernimmt am Dienstag gegen Nürnberg.

 

Die Trainerstimmen zum Spiel Roosters – Panther

Redaktion