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Mannheim. (GK) Es ist noch nicht alles Gold was glänzt, doch zumindest ist bei den Mannheimer Adler in der Deutschen EishockeyLiga (DEL) der Silberstreifen... Aufwärtstrend der Adler hält an
Andrew Joudrey und Jason Jaspers behaken sich - © by EH-Mag. (GK)

Andrew Joudrey und Jason Jaspers behaken sich – © by EH-Mag. (GK)

Mannheim. (GK) Es ist noch nicht alles Gold was glänzt, doch zumindest ist bei den Mannheimer Adler in der Deutschen EishockeyLiga (DEL) der Silberstreifen am Horizont sichtbar. Am Freitagabend konnten die Nordbadener den Tabellenzweiten, die Iserlohn Roosters, mit 2:1 (0:0/0:1/1:0/1:0) Toren nach Verlängerung besiegen. Dies bedeutet, zwei Punkte blieben in Mannheim, einer ging ins Sauerland. Nach der rabenschwarzen Serie von acht Niederlagen in Folge im Dezember, weisen die Raubvögel damit im Januar eine positive Bilanz von zwei Siegen und einer Niederlagen auf. In der Tabelle kletterten die Cracks aus der Quadratestadt auf Rang sieben.

Es war kein schönes Spiel, am Freitagabend zwischen den Adlern und Iserlohn, aber das einzige was für Mannheim momentan zählt sind Punkte und Siege. Und dies wurde mit dem engen 2:1 gegen die Roosters geschafft. Spielerische Glanzpunkte konnte von Mannheim niemand erwarten. Und Iserlohn setzte auch keine.

Zurzeit gilt es für die Nordbadener von Spiel zu Spiel zu denken und kleine, positive Schritte zu machen und so langsam wieder Selbstvertrauen aufbauen. Denn nach wie vor ist das Spiel der Blau-Weiß-Roten von großer Nervosität geprägt. Man merkt den Cracks an, sie wollen nur ja keinen Fehler machen.

Der 2:1 Sieg der Mannheimer fällt unter die Kategorie mühsamer Arbeitssieg. Über zwei Drittel lang war es auch ein monotones, langweiliges Match ohne große Höhepunkte. Erst die Schlussphase bot tolles Eishockey. Dennoch war der Erfolg der Adler hochverdient, denn sie waren das eindeutig dominierende Team, das mehr für den Spielaufbau tat. Iserlohn hingegen praktizierte über 50 Minuten ein destruktiveres, völlig unattraktives Defensiveishockey, das meist daraus bestand, mit fünf Mann möglichst eng um den Torwart zu stehen, zu verteidigen und auf Konter zu lauern.  Schönes Eishockey, das die Leute von den Sitzen reißt, ist etwas anders. Somit war es auch ein Sieg von Offensiv-Eishockey gegenüber Abwehrkünstlern, die über weite Phasen der Partie nahezu nur Beton anrührten und hinten drin standen.

Dass Mannheim trotz der großen Feldüberlegenheit 50 Minuten lang kaum ernst zunehmende Torchancen hatte, zeigt einerseits, wie geschickt Iserlohn verteidigte, andererseits, wie nervös und schwach die Adler zurzeit sind. Der Kampf und das Bemühen sind bei den Raubvögeln vorhanden, aber spielerisch läuft es noch nicht rund. Was natürlich auch an den fünf verletzten Stammspielern liegt: Dennis Reul, Niki Goc, Jamie Tardif, Brandon Yip und Marcel Goc. Doch vielleicht kommt mit den Siegen auch die Sicherheit zurück. Andererseits schwant einigen Fans in Mannheim, dass mit dieser Mannschaft der ganz große Wurf in diesem Jahr vielleicht nicht gelingt. Zu löchrig ist die Abwehr. Und die gewinnt bekanntlich Meisterschaften.

Ein schwache Leistung zeigten übrigens die Unparteiischen, denn sie begünstigen in ihren Entscheidungen Iserlohn. Es stellt sich die Frage, warum die Roosters eine Art Narrenfreiheit bei den Schiedsrichtern genossen?

Redaktion

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