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EV Regensburg verwandelt Donau Arena in ein Tollhaus

EV Regensburg schafft den Sensationssieg gegen die Selber Wölfe

EV Regensburg

Regensburg. (PM) Im fünften Anlauf und gerade dann, wenn die Wenigsten damit rechnen, schlägt der EV Regensburg endlich gegen Selb zu. 2.189 Zuschauer sehen am Ende einen umjubelten 6:3-Heimsieg.

Genau ein Torsteher stand im Aufgebot der Hausherren und das war Jonas Leserer. Die nominelle Nummer drei der Oberpfälzer bestritt seit fast einem Jahr kein Pflichtspiel mehr und war am Sonntag mehr gefragt denn je und eines vorab: Leserer war der Mann des Abends für Regensburg und hielt im richtigen Moment die wichtigen Scheiben fest. Warum war die Nummer 35 des EVR im Kasten? Nochmal ganz kurz: Cody Brenner fiel mit einer Kopfverletzung aus und Daniel Fießinger musste beim SC Riessersee mit dabei sein. Dafür immerhin Nick Endreß wieder im Aufgebot, dafür aber kein Felix Schwarz sowie nicht die verletzten Sebastian Wolsch, Marco Habermann, Vitali Stähle und Daniel Stiefenhofer. Bei den Gästen aus Selb waren bis auf den Langzeitausfall Dennis Schiener alle Mann mit an Bord.

Regensburg war von Beginn an hellwach und startete wie die Feuerwehr aus der Kabine. Selb hatte im ersten Abschnitt nur zwei Torschüsse und war weitestgehend damit beschäftigt, die Regensburger Offensive einzubremsen. Das gelang auch in der Startphase der Partie und funktionierte genauer gesagt bis zur 9. Spielminute sehr gut, da auch ein Sebastian Stefaniszin erneut sehr stark agierte. Allerdings war der höherklassig erfahrene Keeper in der gerade erwähnten Minute geschlagen, als Barry Noe mit hohem Tempo per Bauerntrick zur 1:0-Führung einschob. Die Donau-Arena kochte zum ersten Mal und sah mit an, wie es der EV Regensburg versäumte, den Vorsprung auszubauen. Erneut stockte – zumindest im Startabschnitt – das Überzahlspiel und ließ noch Luft nach oben.

Auch im zweiten Drittel waren die Gastgeber wieder sofort tonangebend, zogen aber schnell eine Strafzeit durch Peter Flache, der übrigens im ersten Abschnitt kurzzeitig aufgrund eines Stockschlags auf die Hand ausscheiden musste. Der Deutsch-Kanadier in Regensburger Diensten kehrte aber nach kurzer Behandlung zurück und sorgte erstmal dafür, dass Kyle Piwowarczyk in Überzahl zum 1:1 treffen konnte (23.). Die Hausherren zeigten sich aber keineswegs geschockt und demonstrierten dann doch, dass sie noch in Überzahl treffen können. Tim Brunnhuber traf schön in den Winkel zum 2:1 (27.) und danach folgte eine richtig gute Phase der Domstädter. In Minute 30 erhöhte Yannick Drews auf 3:1, als er einen Gajovsky-Schuss per Rebound verwerten konnte. Nur 107 Sekunden später war es dann Lukas Heger, der sehenswert durch die Beine von Stefaniszin gar auf 4:1 erhöhte (32.). Noch vor dem zweiten Pausentee waren die Regensburger kurz unsortiert, als sie eine weitere Powerplay-Situation hatten, diesmal aber einen Konter kassierten, welchen Jared Mudryk zum 4:2-Zwischenstand nach 40 Minuten abschloss.

Die Ansprache von Gäste-Coach Henry Thom schien zu fruchten, denn nun riss Selb das Geschehen an sich und setzte den EVR ordentlich unter Druck. Jonas Leserer zeigte aber nun in dieser Phase, dass er auch schon viele Einsätze in der Oberliga auf dem Buckel hat und entschärfte die ein oder andere gefährliche Aktion. Die größte Rettungstat war wohl in der 47. Spielminute, als VER-Angreifer Michael Dorr allein auf Leserer zulief, dabei aber an einem stoisch wartenden Keeper scheiterte. Besser machte es allerdings Jared Mudryk in Spielminute 52, als er die Scheibe in den Winkel schlug. Das 4:3 sorgte nochmal für richtig Spannung und Puls. Bis zur 58. Minute dauerte es, ehe die Vorentscheidung fiel. Barry Noe besorgte in Überzahl und mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 5:3 und verwandelte die Donau-Arena in ein Tollhaus. Den Deckel auf die Partie setzte dann EVR-Kapitän Billy Trew, der noch ins leere Gäste-Tor zum 6:3-Endstand traf (59.).

Regensburg feiert einen wichtigen Sieg gegen den Tabellenführer aus Selb und kann daraus mit Sicherheit viel Kraft zehren. Am kommenden Freitag kommt dann gleich das nächste Team in die Donau-Arena und zwar der EC Peiting. Dort könnte sich die Personallage etwas entspannt haben, denn mit der ein oder anderen Rückkehr wird bis dahin gerechnet.

Redaktion

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