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  Kassel. (PM) Nach dem Auftaktsieg vom Karsamstag in Ravensburg wollten die Kassel Huskies am heutigen Ostermontag nachlegen und die Serienführung ausbauen. Personell bauten... 8:2 über Ravensburg – Huskies wie im Rausch
Jamie MacQueen, Mike Little - © by EH-Mag. (DS)

Jamie MacQueen, Mike Little – © by EH-Mag. (DS)le

 

Kassel. (PM) Nach dem Auftaktsieg vom Karsamstag in Ravensburg wollten die Kassel Huskies am heutigen Ostermontag nachlegen und die Serienführung ausbauen. Personell bauten beide Teams auf die Formationen vom letzten Aufeinandertreffen.

In den ersten acht Minuten legten die Huskies einen beeindruckenden Sturmlauf hin. Bereits nach 37 Sekunden vergaben Braden Pimm und Jamie MacQueen einen zwei auf eins Angriff, eine gute Minute später zog der Goldhelm nach Innen, scheiterte jedoch an Ravensburgs Schlussmann Nemec. Die verdiente Führung erzielte Mike Little in der 4. Spielminute. Bei doppelter Überzahl nagelte der Verteidiger mit der Rückennummer 55 den Puck mit Gewalt zum 1:0 in die Maschen.

Auch danach waren die Huskies dem zweiten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich. Wenige Sekunden nach Littles Torerfolg verpasste Jean-Michel Daoust im Rebound den Torerfolg genauso wie Sören Sturm mit seinem Gewaltschuss. Auch Adriano Carciolas Hammer in der 6. Minute und Meilleurs Rückhandversuch fanden nicht den Weg ins Tor. Nach acht Minuten wurde Huskies-Schlussmann Markus Keller erstmals geprüft, zeichnete sich aber mit einem Schoner-Save aus.

Das Spiel war bis zum Ende des ersten Drittels deutlich ausgeglichener, nun erarbeiteten sich beide Teams Tormöglichkeiten. Proft und Merl fälschten in den Minuten 13 und 15 scharfe Hereingaben ab, Matthias Nemec parierte jedoch beide Versuche. Ebenfalls in der 15. Minute durfte sich Markus Keller auszeichnen, indem er seinem Gegenspieler im Liegen den möglichen Rebound von der Kelle pflückte. Auch als der nach 16 Minuten über rechts durchgebrochene Radek Krestan frei auf Keller zulief, blieb er Sieger, so dass es mit einer knappen Huskies-Führung in den Mittelabschnitt ging.

Den Auftakt des Mittelabschnitts gestalteten die Gäste überlegen und kamen durch Hans Deutsch in der 28. Spielminute zum nicht unverdienten 1:1-Ausgleich. Allerdings hatten die Schlittenhunde zweieinhalb Minuten später bereits die passende Antwort parat. In Überzahl fand Manuel Klinge mit einem Querpass durch die komplette Box Alex Heinrich, der flach durch Nemecs Schoner zum 2:1 traf.

Nun waren es aber die Towerstars, die schnell antworteten. Mit einem trockenen Schuss ins lange Eck aus dem rechten Bullykreis überwand Kapitän Radek Krestan Huskies-Torhüter Keller zum erneuten Ausgleich. In der Folge nahm das Niveau auf dem Eis ein wenig ab. Dennoch setzten die Huskies vor der Sirene noch einen Stich. Nach MacQueen-Zuspiel wurde Mike Littles Schuss aus dem hohen Slot durch Braden Pimm zum 3:2 abgefälscht.

Dass die Huskies an diesem Abend einen Kantersieg einfahren könnten, war aufgrund der doch rechten engen ersten beiden Abschnitte eigentlich nicht zu erwarten, die große Mehrheit der über 5.000 Fans in der Eissporthalle erwartete einen engen Fight bis zum Schluss. Allerdings spielten die Schlittenhunde sich im Schlussdrittel förmlich in einen Rausch.

Nach 41 Minuten stellte Braden Pimm mit einem trockenen Handgelenksschuss, der vom Innenpfosten ins Netz prallte, auf 4:2. Keine weitere Minute war vergangen, als sich Austin Wycisk bei Huskies-Unterzahl den Puck erarbeitete, über die rechte Seite davon stürmte und ins lange Eck zum 5:2 traf.

Dieser Doppelschlag innerhalb 54 Sekunden schien den Gästen den Zahn gezogen zu haben. Unter anderem ließ sich Stephan Vogt zu einem unnötigen Nachschlagen gegen Sören Sturm hinreißen – das Vergehen wurde vom Hauptschiedsrichterduo Fischer/Hunnius mit einer kleinen Strafe geahndet. Eine kleine Schrecksekunde musste Kassel nach 47 Minuten noch überstehen, als Radek Krestan freistehend am Pfosten scheiterte.

Doch anstatt des Anschlusstreffers sorgten die Huskies auf der Gegenseite für die endgültige Entscheidung. Im Konter sorgte Alexander Heinrich mit einem herrlichen Abschluss per Rückhand für das 6:2. Zwei Minuten später war es Jens Meilleur gegen nur noch halbherzig verteidigende Gäste, der aus kurzer Distanz den Puck zum 7:2 unters Dach hob. Und fünfeinhalb Minuten vor Schluss durfte auch Adriano Carciola im Bruderduell erstmals einnetzen. Eine sehenswerte Vorlage von Lennart Palausch verwertete Carciola humorlos zum 8:2-Endstand.
Nach relativ ausgeglichenen 40 Minuten drehten die Kassel Huskies im Schlussabschnitt auf und fuhren im zweiten Playoff-Halbfinale mit einem 8:2-Kantersieg die 2:0-Serienführung ein. Am Freitag, den 1. April 2016 geht die Reise erneut nach Ravensburg, wo Spiel 3 in der Best-of-Seven-Serie steigt.

Trainerstimmen zum Spiel

Redaktion

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