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Leidenschaftlich fightende Roosters erkämpfen sich 4:2 Sieg – Samstag Spiel sechs in Nürnberg
Jubel bei den Roosters. - © by EH-Mag. (JB)

Jubel bei den Roosters. – © by EH-Mag. (JB)

Update: Iserlohn. (MK) Die Iserlohn Roosters haben durch einen leidenschaftlich erkämpften 4:2 Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers in der Playoff-Serie auf 2:3 verkürzen können und sich somit ein sechstes Spiel am Samstag in Nürnberg erarbeitet.

 

Eissporthalle am Seilersee, Gründonnerstagabend 19:22 Uhr: Die Fans der Roosters stimmen lautstark das Lied „Wir stehen zu Dir, Iserlohner EC“ an. Es wirkt wie ein aufmunterndes Schulterklopfen, wie ein „Heute packen wir sie nochmal“ für die in der Serie gegen Nürnberg mit 1:3 Siegen hinten liegenden Sauerländer. Zum ersten Bully prasselt ein Konfettiregen von der Stehtribüne nieder, wie man ihn am Seilersee nicht besser hat in den 70ér und 80ér Jahren sehen können. Minutenlang musste das Eis, sicherlich nicht zur Freude aller Aktiven, gesäubert werden. Gänsehautatmosphäre pur in der Puckhöhle am Seilersee!

Den ersten Warnschuss gaben die Ice Tigers durch Pföderl nach 35 Sekunden an das Iserlohner Torgestänge ab. Dann aber nahm der Roosters-Express mehr und mehr Fahrt auf. Duponts Beinschuss (11.) gegen Nürnbergs Keeper Beskorowany zum 1:0 und Yorks Powerplaytreffer 66 Sekunden später zum 2:0 brachten Ruhe und Sicherheit ins Iserlohner Spiel. Nürnbergs „Heißsporn des Tages“ Ehliz verkürzte 34 Sekunden vor der ersten Pause zum 2:1. Insgesamt kassierte der 23- jährige Nationalstürmer fünf Strafzeiten. In der kompletten Hauptrunde hatte er lediglich 18 Strafminuten verbüßen müssen.

Nach torlosem Mittelabschnitt sorgte Blank (43) in Überzahl schnell für das 3:1. Reinprecht verkürzte viereinhalb Minuten vor dem Ende noch einmal zum 3:2 für Nürnberg. Iserlohn nahm seine Auszeit, spielte clever die Uhr herunter und schaffte eine Sekunde vor der Sirene sogar noch das 4:2 durch Caporussos Empty-Net-Goal. Die Serie lebt damit weiter.

Im Vergleich zu den letzten drei Spielen traten die Roosters wesentlich engagierter, leidenschaftlicher und körperbetonter auf. Die Ice Tigers fuhren ähnlich wie in den Spielen zuvor ihre Checks zu ende, trafen aber auf einen Gegner, der sich anders als zuletzt wehrte.

Trainer Jari Pasanen wollte nach dem Spiel die Reihenumstellungen nicht zu hoch bewerten. Die leidenschaftliche Spielweise gab für ihn heute den Ausschlag für den Erfolg.

Am Ostersamstag treffen beide Teams in Nürnberg nun zum sechsten Spiel (17:30 Uhr) erneut aufeinander. Gewinnen die Roosters, steigt am Ostermontag am Seilersee Spiel sieben der Serie. Mit einem Heimsieg stünden die Ice Tigers im Halbfinale und die Saison der Roosters wäre beendet.

Wollen die Roosters in Franken den lebenswichtigen Sieg einfahren, dann werden sie noch einmal eine Schippe drauflegen müssen. Nürnberg wird mit aller Macht versuchen Spiel sieben am Seilersee zu vermeiden. In den ersten beiden Spielen fehlte es weitgehend an Leidenschaft und Emotionen auf dem Eis, aber auch teilweise auf den Rängen. Das war in Spiel fünf komplett anders. Jeder Check wurde bejubelt, jeder gewonnene Zweikampf beklatscht. Sicherlich nicht ganz „sauber“ war die zwischenzeitliche Konfettidusche der IEC Fans für Nürnbergs auf der Strafbank sitzende Spieler. Deren Konzentration dürfte damit zumindest gestört gewesen sein. Im Gegensatz zu den eher biederen ersten zwei Heimvorstellungen scheinen auch die Iserlohner Fans nun auf Playoff-Betriebstemperatur zu sein, was dem einen oder anderen Nürnberger Medienvertreter übrigens so gar nicht behagte. Sie fühlten sich einmal mehr von Teilern der Iserlohner Fans angegangen und von der Security nicht vollumfänglich geschützt.

Frei nach dem Motto „never change a winning Team“ tendiert Trainer Jari Pasanen dazu seinen heute so erfolgreichen Formationen auch in Spiel sechs zu vertrauen. Im Tor soll erneut Mathias Lange den Sieg festhalten. Am Karfreitag wird ab 10 Uhr kurz „angeschwitzt“, um dann erneut die Reise nach Nürnberg anzutreten.

 

Die Trainerstimmen zu Spiel 5

 

Fotostrecke zum Spiel

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